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TANYAS INFORMATIONSCENTRUM ÜBER CHRONISCHES NIERENVERSAGEN (CNI) BEI KATZEN
SCHWERPUNKTTHEMEN: WIE SIE IHRER KATZE AM BESTEN HELFEN KÖNNEN
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Wenn Sie mit der Diagnose CNI das erste Mal konfrontiert werden, dann drängen sich den Betroffenen in der Regel zwei Hauptfragen auf:
Das Kapitel Wie schlimm ist es? hilft bei der Beantwortung der ersten Frage. Dieses Kapitel hier hat zum Ziel, die zweite zu beantworten. Ich habe es aus zwei Gründen geschrieben:
Es gibt acht Hauptthemen. Das mag jetzt nach einer Menge klingen, aber bei vielen Katzen ist es nicht so, dass alle acht Probleme sofort auftreten und behandelt werden müssen. Viel mehr kommt es vor, dass Sie einige von diesen Problemen überhaupt nie haben werden. Aber Sie sollten sie trotzdem alle lesen, damit Sie auf jeden Fall vorbereitet sind, wenn eines davon auftaucht. Atmen Sie also tief durch, und fangen Sie an, sich über CNI weiterzubilden. Ich schlage vor, Sie lesen dieses Kapitel beim ersten Mal in einem Rutsch durch, damit Sie einen Überblick über die Hauptthemen gewinnen, mit denen Sie es eventuell irgendwann zu tun bekommen. Dann lesen Sie es erneut durch und klicken auf die Links, die Sie zu den detaillierten Informationen der aktuell anstehenden Probleme führen.
Ich weiß, Ihr TA wird Ihnen vielleicht erzählt haben, dass Ihre Katze schlichtweg die Nierendiät futtern muss, und alles andere sie umbringen wird. Wenn sie dieses Futter frisst, dann ist das sicherlich ideal und wunderbar! Sie können es ihr glücklich verfüttern. Aber in 11 guidelines for conservatively treating chronic kidney disease (2007) Polzin D, Veterinary Medicine December 2007 macht Dr. Polzin die schockierende Beobachtung, dass „die Todesursache bzw. der Euthanasiegrund bei vielen oder sogar bei den meisten Hunden und Katzen mit chronischer Niereninsuffizienz direkt oder indirekt auf Verhungern zurückzuführen ist".
Denken Sie darüber mal einen Moment nach. Viele CNI-Katzen sterben also nicht, weil sie CNI haben. Sie sterben, weil man ihnen erlaubt, sich zu Tode zu hungern! Werden Sie es zulassen, dass Ihre Katze sich zu Tode hungert?
Nahrung ist Leben. Niemand kann lange ohne sie leben. Daher lautet das erste Gebot:
SEHEN SIE ZU, DASS SIE FUTTER IN IHRE KATZE BEKOMMEN!
Falls Ihre Katze zu der sehr weit verbreiteten Katzenkategorie gehört, die lieber verhungern würde (im wahrsten Sinne des Wortes) als eine Nierendiät zu fressen, dann zwingen sie es ihr nicht auf. Ihre Katze etwas anderes zu füttern wird sie nicht umbringen, aber Verhungern wird es. Hinzu kommt, wenn Sie es zulassen, dass Ihre Katze hungert, dann kann sie sehr schnell an einer potentiell lebensgefährlichen Lebererkrankung, genannt hepatische Lipidose, erkranken.
Mit der Zeit und ein wenig Glück schaffen Sie es, Ihrer Katze eine für eine CNI-Katze angemessene Ernährung nahe zu bringen (obwohl es auch eine ganze Menge Menschen gibt, denen das nie gelingt, und auch deren Katzen geht es gut). Aber wenn Ihre Katze heute noch nicht gefressen hat, dann genau jetzt, ja, genau in dieser Minute, möchte ich, dass Sie hingehen und Ihrer Katze irgendein Futter geben, das sie bereit ist zu fressen. Stellen Sie nur sicher, dass es keine Zwiebeln oder Knoblauch enthält.
Falls Sie in den USA leben, dann ist Fancy Feast eine gute Möglichkeit, einen Treffer zu landen – hier können Sie nachlesen, welches die besten Sorten zum Ausprobieren sind. Oder versuchen Sie Babynahrung – viele Katzen mögen das, selbst wenn sie sonst gar nichts mehr futtern. Oder geben Sie ihr ganz einfach ihr Lieblingsfutter. Es ist völlig unwichtig was es ist, Hauptsache, es wird gefressen. Und auch Ihr eigener Stressfaktor wird sofort sinken, wenn Ihre Katze etwas frisst. Hinzu kommt: Ihre Katze wird sich mit Futter im Bauch wohler fühlen. Langfristig gesehen gibt es eine Menge über Futter und Ernährung von CNI-Katzen zu lernen. Hier sind Links, wo Sie detailliertere Informationen über Diät und Ernährungsthemen finden: Aber immer ist es das Wichtigste überhaupt, dass die Katze frisst. Erbrechen, Appetit- und Gewichtsverlust Erbrechen und Gewichtsverlust sind oft die Symptome, die erstmals zur CNI-Diagnose führen. Die meisten CNI-Katzen erbrechen viel, zumindest am Anfang.
Das geht gewöhnlicherweise einher mit Appetitverlust. Viele Betreuer von CNI-Katzen reißen sich ein Bein aus, um ihre Katzen zum Fressen zu bewegen. Das ist anstrengend für Sie, und es ist anstrengend für Ihre Katze.
Warum hören CNI-Katzen auf zu Fressen und/oder Erbrechen viel? Dafür gibt es eine ganze Reihe von möglichen Gründen. Diese Website hilft Ihnen dabei herauszufinden, ob es einen bestimmten Grund gibt, warum Ihre Katze nicht mehr futtern mag, und sie hilft Ihnen auch bei der Lösung dieses Problems.
Wenn Sie jedoch feststellen, dass sowohl Appetitlosigkeit als auch Erbrechen gemeinsam auftreten, insbesondere, wenn Ihre Katze weißen Schaum erbricht und auch noch andere Symptome auftreten wie z.B. Ablage des Kopfes auf dem Wassernapf oder Zähneknirschen, dann ist die wahrscheinlichste Ursache eine vermehrte Magensäureproduktion, ausgelöst durch die CNI. Wenn Sie das gezielt behandeln – was normalerweise ziemlich einfach ist – dann hilft das Ihrer Katze sehr dabei, sich besser zu fühlen.
Die beste Therapie gegen Erbrechen durch zu viel Magensäure sind sogenannte Histamin H2-Rezeptorantagonisten. Beispiele dafür sind Pepcid AC (Famotidin) und Zantic (Ranitidin). Im Wesentlichen ist es ihre Aufgabe, die Produktion von Magensäure zu blockieren, damit der Katze nicht mehr so übel ist. Die gute Nachricht ist, dass diese Medikamente in den meisten Ländern nicht verschreibungspflichtig sind (Sie sollten sich aber trotzdem die Zustimmung Ihres TA holen) und auch nicht teuer und obendrein normalerweise auch schnell wirken. Wenn Sie einen mehr ganzheitlichen Ansatz bevorzugen, dann ist eine preisgünstige und effektive Behandlungsalternative Slippery Elm Bark. Informationen darüber und auch über die anderen Behandlungsmöglichkeiten von zu viel Magensäure finden Sie hier.
Helfen diese Behandlungen nicht, dann gibt es noch andere mögliche Ursachen für diese Symptome. Aber bei den meisten CNI-Katzen existiert eine Überproduktion von Magensäure, und es wird ihnen besser gehen, wenn sie unter Kontrolle gebracht ist.
Hier finden Sie mehr Informationen zu diesen Problemen:
Ein anderes, sehr häufiges Symptom, das oft zur Erstdiagnose CNI führt, ist vermehrter Urinabsatz. Da die Katzen mehr Urin ausscheiden, trinken sie auch viel mehr – aber irgendwann gelingt es ihnen nicht mehr, ausreichend zu trinken, um ihren Flüssigkeitshaushalt auszugleichen, und sie trocknen aus.
Einige Katzen, die austrocknen, brechen zusammen. Die häufigste Ursache dafür ist eine schwerwiegende Austrocknung, mit der Folge, dass auch ihre Blutwerte sehr hoch sind. Machen Sie sich dann nicht verrückt deswegen, denn es ist unmöglich für Sie zu diesem Zeitpunkt einzuschätzen, wie ernst der Zustand der Nierenerkrankung ist bis Ihre Katze sich stabilisiert hat und ausreichend hydriert ist.
Normalerweise müssen Katzen, die zusammenbrechen, stationär behandelt werden und über mehrere Tage an einen intravenösen Tropf kommen, damit sie sich wieder stabilisieren können. Es ist unwahrscheinlich, dass dafür ein einzelner Tag ausreicht. Und selbst nach mehreren Tagen ist es möglich, dass die Blutwerte sich nicht sofort verbessert haben. Lassen Sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht zu einer Euthanasie überreden, sondern geben Sie Ihrer Katze die Chance, nach Hause zu kommen und sich dort langsam wieder zu erholen.
Viele CNI-Katzen brechen nicht zusammen und müssen daher auch nicht stationär behandelt werden, trotzdem können sie austrocknen. Diesen Katzen kann man mit subkutanen (also unter die Haut gelegten) Infusionen zu Hause helfen. Das ist eine sehr hilfreiche Behandlungsmethode. Es ist jedoch besser, nicht zu früh damit anzufangen oder mit zu hohen Mengen. Subkutane Infusionen können bei herzkranken Katzen riskant sein.
In der Regel profitieren Katzen ab einem Kreatininwert über 3.5 (US) oder 300 (international) von subkutanen Infusionen. Die übliche Menge beträgt ungefähr 100 ml Flüssigkeitslösung täglich. Leider sind Infusionen in GB ziemlich ungewöhnlich. In den deutschsprachigen Ländern haben sich subkutane Infusionen glücklicherweise in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt, aber es mag trotzdem vorkommen, dass Sie Ihren TA davon erst überzeugen müssen.
Hier sind Links zum Kapitel über die Flüssigkeitstherapie: Eine Verstopfung tritt bei CNI-Katzen ziemlich häufig auf. Und eine Verstopfung kann wirklich äußerst unangenehm und schmerzhaft sein und Erbrechen, Schwäche und Appetitverlust auslösen. Wenn Ihre Katze also verstopft ist, und Sie bekommen dieses Problem unter Kontrolle, wird Ihre Katze sich erheblich besser fühlen und sehr viel glücklicher sein.
In den meisten Fällen ist eine Verstopfung nicht schwer zu behandeln. Die am häufigsten eingesetzte Methode ist Lactulose. Seit kurzem gibt es aber noch ein weiteres Mittel, genannt Miralax, das immer beliebter wird (in Deutschland nicht erhältlich). In den USA ist Lactulose verschreibungspflichtig, in Deutschland wie in vielen anderen Ländern jedoch nicht. Alternativ können Sie auch das Naturprodukt Slippery Elm Bark einsetzen.
All diese Behandlungsmethoden funktionieren ziemlich schnell. Ist der Kot der Katze jedoch sehr hart und aufgestaut, ist es wahrscheinlich, dass der TA zuerst ein Klistier setzen muss. Aber anschließend sollten die genannten Behandlungsmethoden eine erneute Verstopfung verhindern. Mehr über Verstopfung finden Sie hier: Das ist ein sehr häufiges Problem bei CNI-Katzen. In den meisten Fällen liegt der Kaliumspiegel zu niedrig. Der Grund ist, dass der Körper durch vermehrtes Erbrechen und durch den durch CNI verursachten vermehrten Urinabsatz Kalium verliert. Das Hauptsymptom eines Kaliummangels ist Schwäche, insbesondere in den Hinterbeinen (es gibt dafür auch noch andere Ursachen, aber Kaliummangel ist eine sehr häufige Ursache). Er kann auch Verstopfung verursachen und zu dem Problem führen, dass der Kopf nicht mehr hochgehalten werden kann. Die Referenzwerte für Kalium differieren von Labor zu Labor, aber als allgemeine Regel kann man 4 als die magische Zahl ansehen, ab der Handlungsbedarf besteht. Sehen Sie sich die Blutwerte an, oder fragen Sie ihren TA, wie der Spiegel liegt. Wenn Sie die Werte von Kalium nicht finden können, dann achten Sie auf K oder K+, das chemische Zeichen für Kalium.
Einen zu niedrigen Kaliumspiegel zu behandeln ist ziemlich einfach. Sie verabreichen einfach eine Kaliumergänzung. Es gibt sie sowohl als orale Gabe als auch als Injektionen. Sie wirken schnell. Als ich meinen Ollie adoptierte, war er nicht in der Lage, normal zu laufen aufgrund seines niedrigen Kaliumspiegels. Bereits nach zwei Dosen (eine am Abend und eine am nächsten Morgen) konnte ich eine dramatische Verbesserung beobachten. Nach 48 Stunden lief er wieder völlig normal!
Eines dürfen Sie nicht vergessen: Vielen TÄ ist nicht bekannt, dass der Kaliumspiegel über 4, besser noch um 4,4 liegen sollte. Ollies Kaliumspiegel lag bei 3,5. Und nach den Referenzwerten des Labors meiner TÄ was das das untere Ende innerhalb der Referenzwerte. Sie dachte daher nicht, dass er Kalium supplementiert bekommen muss, da der Kaliumwert ja technisch gesehen normal war. Aber ich bat sie es mir zu Gefallen zu tun, und wir waren beide hoch erfreut zu sehen, wie gut es funktionierte. Innerhalb der normalen Referenzwerte zu liegen war schlichtweg nicht ausreichend für Ollie und ist es auch nicht für viele andere CNI-Katzen.
Aber bitte überstürzen Sie es nicht mit der Kaliumergänzung und verabreichen Sie es nur dann, wenn es wirklich gebraucht wird. Und setzen Sie es nie ohne Wissen und Zustimmung Ihres TA ein. Ein zu hoher Kaliumspiegel kann sehr gefährlich sein.
Manchmal hat eine CNI-Katze auch einen zu hohen Kaliumspiegel. Das kann passieren, wenn zuviel Kalium verabreicht wird, oder wenn es ohne Notwendigkeit gegeben wird. Liegt der Kaliumspiegel Ihrer Katze über 6, müssen Sie etwas dagegen unternehmen, denn das ist möglicherweise sehr gefährlich (hohe Kaliumspiegel können Schlaganfälle oder Herzinfarkte auslösen). Glücklicherweise handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um eine falsche Messung. Das erste ist also, dass Sie Ihren TA darum bitten, den Blutkaliumwert noch einmal zu messen.
Hier können Sie mehr über Kalium nachlesen: Gesunde Nieren scheiden Phosphat aus dem Körper aus. Die beschädigten Nieren einer CNI-Katze sind jedoch unfähig, das so effektiv zu erledigen, wie sie es sollten, dadurch steigt der Phosphatspiegel im Körper an. Hohe Phosphatspiegel führen dazu, dass eine Katze sich scheußlich fühlt und können sogar den Fortschritt der CNI beschleunigen. Daher ist es wirklich sehr wichtig, ihn unter Kontrolle zu bekommen. Symptome eines zu hohen Phosphatspiegels sind Appetitverlust, Jucken und Schwäche.
Die Nierendiäten für CNI-Katzen enthalten bereits einen reduzierten Phosphatanteil (zusätzlich auch niedrige Eiweißwerte, obwohl diese Notwendigkeit umstritten ist. Siehe Kapitel Futterzusammenstellungen und Ernährungsanforderungen). Ist der Phosphatspiegel Ihrer Katze nur leicht erhöht, und Ihre Katze futtert bereitwillig die Nierendiät, wird sich der Phosphatspiegel wahrscheinlich von selber auf einem sicheren Wert einpendeln. Wenn jedoch der Phosphatwert Ihrer Katze zu hoch ist, oder sie sich weigert, Nierendiät zu fressen, dann müssen Sie handeln.
Erinnern Sie sich an die magischen Zahlen 4 und 6 von Kalium? Um es für Sie einfacher zu machen, sind das, wenn Sie in den USA leben, auch bei Phosphat die magischen Zahlen. Ideal wäre es, wenn Sie bei Ihrer Katze einen Phosphatwert (bei den Blutwerten) von 4 bzw. 1,3 (international) anstreben würden. Und Sie müssen unbedingt handeln, wenn der Wert über 6 bzw. 1,9 (international) angestiegen ist. Je höher der Wert liegt, um so dringender muss er unter Kontrolle gebracht werden. Sehen Sie hier:
Was sind Phosphatbinder? Wie der Name schon sagt, sind das Mittel, die sich im Darm mit dem übermäßigen Phosphat im Futter verbinden und dadurch verhindern, dass zu viel Phosphat vom Körper der Katze aufgenommen wird.
Die beste Sorte Phosphatbinder sind die Aluminiumhydroxidbinder. Sie können sie sowohl als Pulver oder auch in Gelform unter das Katzenfutter mischen. Viele TÄ empfehlen Binder mit Pfefferminzgeschmack, was die meisten Katzen hassen. Es gibt jedoch geruch- und geschmacklose Binder, die Sie ohne Rezept kaufen können. Es kann sein, dass Sie den Binder in Ihrer Nähe nicht bekommen können. Aber sie sind übers Internet zu einem vernünftigen Preis leicht zu besorgen. Es dauert ungefähr eine Woche bevor sie Wirkung zeigen. Wenn der Phosphatspiegel Ihrer Katze auf dem erwünschten Wert angekommen ist, sollte Ihre Katze sich besser fühlen und benehmen, und die Probleme, die durch den zu hohen Phosphatspiegel auftraten sollten wieder verschwinden.
Hier finden Sie einige Informationen über hohe Phosphatspiegel und Phosphatbinder zusammen mit den Informationen welche Sie einsetzen können und über die Dosierung: Das ist leider ein bei CNI-Katzen sehr häufig auftretendes Problem und kann sogar schon bei Katzen mit noch recht milder CNI auftreten. Wenn Ihre Katze außerdem noch unter einer Schilddrüsenüberfunktion leidet, ist es sogar noch wahrscheinlicher.
Leider ist es nicht einfach, einen Bluthochdruck festzustellen. Er kann eine Katze lethargisch machen oder zu Zuckungen führen. Aber nicht jede betroffene Katze zeigt auch Symptome, oder sie zeigt keine Symptome bis plötzlich wirklich gravierende auftreten wie Anfälle, Erblindung oder Schlaganfall. Wenn Ihre Katze vor kurzem erblindet ist, dann ist der wahrscheinlichste Grund dafür Bluthochdruck. Die gute Nachricht ist: Wenn Sie so schnell es irgend geht mit der Behandlung beginnen, ist es möglich, dass Ihre Katze etwas von ihrer Sehkraft wieder erlangt oder sogar wieder vollständig sehen kann. Wenn Ihre Katze aufgrund von Bluthochdruck Anfälle hat, dann sollten sie aufhören, sobald Sie den Blutdruck unter Kontrolle haben.
Im Idealfall lassen Sie den Blutdruck Ihrer Katze regelmäßig kontrollieren. Leider haben nicht alle TÄ die notwendige Ausstattung, um den Blutdruck bei Katzen zu kontrollieren. Wenn Ihr TA den Blutdruck nicht messen kann, aber Ihre Katze erblindet ist, dann würde ich trotzdem darum bitten, mit der Behandlung zu beginnen.
Hier ist eine Anleitung zum Behandlungsbeginn:
Einige TÄ (insbesondere europäische) verschreiben als Medikamente sogenannte ACE-Hemmer (ein gebräuchliches ist Benazepril, Handelsname Fortekor), um Bluthochdruck zu behandeln. Das absolut beste Medikament gegen Bluthochdruck ist jedoch ein Medikament namens Amlodipin (Handelsnamen sind Norvasc in Deutschland/Österreich/Schweiz und Istin in einigen anderen europäischen Ländern und Australien). Es ist nicht allzu teuer. Warum ist es die beste Behandlungsmöglichkeit?
Amlodipin braucht ungefähr eine Woche, um den Blutdruck wieder unter Kontrolle zu bringen. Einige Katzen werden in den ersten Tagen auch etwas lethargisch bis ihre Körper sich an das Medikament gewöhnt haben. Aber danach sollte es Ihrer Katze wieder besser gehen und sie sich auch entsprechend besser verhalten.
Hier finden Sie mehr Informationen über Bluthochdruck: Eine Anämie entsteht bei CNI-Katzen, weil die Nieren ein Hormon namens Erythropoetin produzieren, das die Produktion der roten Blutkörperchen reguliert. Die geschädigten Nieren können dieses Hormon nicht mehr in ausreichender Form herstellen, dadurch werden weniger rote Blutkörperchen produziert, und eine Anämie kann eintreten. Diese Art von Anämie ist bekannt als nicht-regenerative Anämie.
In den meisten Fällen tritt diese Form der Anämie nicht auf, bevor die CNI nicht schon ziemlich weit fortgeschritten ist, d.h. wenn Kreatinin über 5 (US-Werte) oder 450 (internationale Werte) liegt. Fragen Sie Ihren TA, ob er andere Ursachen ausschließen kann wie z.B. gastrointestinale Blutungen, Infektionen oder Entzündungen, da diese Ursachen eine andere Form der Behandlung benötigen.
Anämie macht eine Katze zutiefst müde und schwach. Sie kann auch einen Appetitverlust bewirken und Atemlosigkeit auslösen. Im schlimmsten Fall verursacht sie Herzprobleme. Sie sehen also, dass es sehr wichtig ist, die Anämie zu behandeln, wenn sie eintritt.
Das Ausmaß der Anämie wird anhand des Hämatokrits oder PCV aus den Blutwerten Ihrer Katze bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Ausmaße einer Anämie und die für das jeweilige Stadium besten Behandlungsmaßnahmen – vorausgesetzt, die Anämie ist durch einen Mangel an Erythropoetin verursacht:
Menschliches Erythropoetin wird unter den Namen Epogen, Procrit, Eprex, NeoRecormon oder Aranesp verkauft. Es ist eine sehr effektive Behandlungsmethode, aber einige TÄ möchten es nicht einsetzen, da es ein menschliches Medikament ist, und daher die Möglichkeit besteht, dass die Katzen Antikörper dagegen entwickeln.
Machen Sie sich nichts vor, eine Anämie kann töten. Wenn eine Katze eine schwere Anämie hat (Hämatokrit zwischen 15 und 19 Prozent), dann müssen Sie in den meisten Fällen mit Erythropoetin beginnen. Sie können aber vorher für ein, zwei Wochen stattdessen versuchen, ob einfach durch die Gabe von B-Vitaminen und Eisen der Zustand sich wieder verbessert. Das ist aber eine etwas riskante Vorgehensweise, da Erythropoetin ungefähr zwei Wochen benötigt, bevor es durchgreifend wirkt. Und während dieses Zeitraums könnte es Ihrer Katze immer schlechter gehen.
Manche TÄ glauben, Epogen kostet Hunderte von Dollar, aber das ist Unsinn. Sie können es in vielen Apotheken in den USA für weniger als US$30 pro Ampulle kaufen. Eine Ampulle enthält ungefähr vier bis fünf Behandlungseinheiten, abhängig vom Gewicht Ihrer Katze. In GB zahlen Sie ungefähr £90 für zwölf bis 24 Behandlungen mit Eprex. Zu Beginn der Behandlung müssen Sie dreimal pro Woche spritzen. Aber sobald die Anämie unter Kontrolle ist, reicht ein Behandlungsintervall von ungefähr alle zehn Tagen aus. Aranesp ist teurer, aber es wird weniger häufiger verabreicht, so dass die Kosten hier ungefähr gleich liegen. Achtung: Katzen, die an einer Infektion leiden, sollten kein Eisen bekommen. Hier ist ein Kapitel, wo Sie alles über Anämie bei CNI-Katzen finden können einschließlich der Adressen, wo Sie Epogen günstig beziehen können: Anämie: Symptome, Diagnose und Behandlungsmaßnahmen Zusammenfassung OK, das ist jetzt also Ihr CNI-Konzept. Wiederholen wir:
CNI kann sehr kompliziert sein, aber die o.g. Hauptpunkte sind die Wichtigsten. Wenn Sie jeden dieser Punkte wenn er auftritt unter Kontrolle bekommen, dann wird sich das Wohlbefinden Ihrer Katze erheblich verbessern und die Chancen auf ein langes, glückliches Leben trotz CNI vergrößern. Besonders wenn Ihre Katze krank wirkt, versuchen Sie, sie zumindest zwei Wochen lang zu behandeln, und finden Sie heraus, wie es läuft. Mit der richtigen Behandlung und etwas Glück an Ihrer Seite, sollte es Ihrer Katze in zwei Wochen sehr, sehr viel besser als jetzt gehen. In der Zwischenzeit fahren Sie damit fort, diese Website zu erforschen. Vielleicht lesen Sie als nächstes das Kapitel Gerade diagnostiziert? Was Sie zuerst wissen müssen. Und falls Sie wissen möchten, wie schlimm es um die Blutwerte Ihrer Katze tatsächlich steht, lesen Sie das Kapitel Wie schlimm ist es?. Aber lassen Sie sich nicht davon entmutigen, wenn die Werte Ihrer Katze sehr hoch erscheinen – die Werte erzählen nur einen Teil der Geschichte. Falls Sie Unterstützung möchten, wenn Sie sich auf Ihre CNI-Reise begeben, dann kommen Sie und werden Sie Mitglied in der Nierenkranke Katze Liste, (deutsch) oder Feline CRF Information List (englisch).
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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 26. Februar 2010
Die Links auf dieser Seite wurden zuletzt überprüft: 16. Januar 2008
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