TANYAS UMFASSENDES HANDBUCH

 

ÜBER CHRONISCHE NIERENINSUFFIZIENZ (CNI)

 

BEI KATZEN

 

 

 

URSACHEN VON CNI

 

AUF DIESER SEITE:


Bewiesene Ursachen:


Chronische Interstitielle Nephritis


Erbliche oder angeborene Abnormalitäten: PKD, Renale Dysplasie und Hypoplasie oder Refluxnephropathie


Infektionen: Pyelonephritis oder FIP


Entzündung: Glomerulonephritis und Nephrotisches Syndrome, oder Zahnerkrankungen


Bluthochdruck


Nierensteine


Krebs: Renales Lyphom


Gifte z.B Lilien oder Frostschutzmittel


Non-Steroidal Anti Inflammatory Drugs (NSAIDs), e.g. Meloxicam


Autoimmune Erkrankungen, z.B, Amyloidose


Perirenale Pseudozysten


 

Mögliche (unbewiesene) Ursachen:


Impfungen


Kaliummangel


Bedenken bei der Ernährung: Trockenfutter, ansäuernde Diäten,

freies Füttern, Jagd


Neue Fußbodenbeläge


 


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Seitenüberblick


Was Sie zuerst wissen müssen


Alphabetisches Inhaltsverzeichnis


Glossar


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WAS IST CNI?


Was passiert bei einer CNI


Ursachen von CNI


Wie ernst ist es?


Besteht überhaupt Hoffnung?


Akute Niereninsuffizienz


 

SCHLÜSSELTHEMEN


Erbrechen, Übelkeit, Appetitverlust und Magensäureüberschuss


Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts


Die Wichtigkeit der Phosphatkontrolle


Alles über Bluthochdruck


Alles über Anämie


Alles über Verstopfung


Kaliumungleichgewicht


Stoffwechselübersäuerung - metabolische Azidose


Nierensteine


 

UNTERSTÜTZUNG


Der Umgang mit CNI


Tanya's Support Group


Erfolgsgeschichten


 

SYMPTOME


Alphabetische Auflistung von Symptomen und Behandlungsmaßnahmen


Ungleichgewicht im Flüssigkeitshaushalt und den Harnwegen (Austrocknung, Wasseransammlung und Harnwegsprobleme)


Störungen im Stoffwechselhaushalt (Erbrechen, Appetitverlust, Magensäureüberschuss, gastrointestinale Probleme, Mundgeschwüre usw.)


Phosphat und Kalziumungleichgewicht


Verschiedene Symptome (Schmerzen, Verstecken usw.)


 

DIAGNOSE: WAS BEDEUTEN ALL DIE TESTERGEBNISSE?


Klinische Chemie: Nierenfunktion, Kalium, andere Tests (ALT, Amylase, (Cholesterin usw.)


Kalzium, Phosphat, Parathormon (PTH) und Sekundärer Hyperparathyreoidismus


Komplettes Blutbild: Rote und weiße Blutzellen: Anämie und Infektion


Urinanalysen (Urintests)


Andere Tests: Ultraschall, Biopsie, Röntgen usw.


Renomegalie (vergrößerte Nieren)


Welche Untersuchungen, und

wie oft


Faktoren, die die Testergebnisse beeinflussen


Normale Referenzwerte


Internationale und amerikanische Messsysteme


 

BEHANDLUNGS

MAßNAHMEN


Welche Behandlungsmaßnahmen sind unverzichtbar


Flüssigkeitshaushalt und Harnprobleme (Wasseransammlung, Infektionen, Inkontinenz, Proteinurie)


Regulierung der Stoffwechselabfälle (Mundgeschwüre, gastrointestinale Blutungen, Antioxidantien, Adsorbentien, Azodyl, Astro's CRF Oil)


Phosphat, Kalzium und Sekundärer Hyperparathyreoidismus (Calcitriol)


Verschiedene Behandlungsmethoden: Stammzellentransplantation, ACE-Hemmer (Fortekor), Steroide, Nierentransplantation


Antibiotika und Schmerzmittel


Ganzheitliche Behandlungsmaßnahmen, einschließlich Slippery elm bark (Ulmenrinde)


ESS (Aranesp, Epogen, Eprex, NeoRecormon) bei schwerer Anämie


Allgemeine Gesundheitsprobleme bei CNI-Katzen: Flöhe, Arthritis, Kognitive Dysfunktion (Demenz), Impfungen


Tipps, wie Sie Ihre Katze medikamentieren können


Wo Sie die notwendige Ausstattung günstig kaufen können


Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt und das Führen von Aufzeichnungen


 

DIÄT UND ERNÄHRUNG


Ernährungsanforderungen von CNI-Katzen


Die B Vitamine (einschließlich Methylcobalamin)


Was können Sie füttern (und was Sie vermeiden sollten)


So motivieren Sie Ihre Katze zum Fressen


Futterdatentabellen


Dosenfutterangaben


Trockenfutterangaben


Futtermittelhersteller


2007er Futterrückruf in den USA


 

DIE FLÜSSIGKEITS

THERAPIE


Intravenöse Infusionen


Subkutane Infusionen


Tipps, wie man subkutane Infusionen verabreicht


Wie man subkutane Infusionen per Infusionsset verabreicht


Wie man subkutane Infusionen per Spritze verabreicht


Subkutane Infusionen - Wie Sie Ihren TA davon überzeugen können


Dialyse


 

VERWANDTE KRANKHEITEN


Herzerkrankungen


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Diabetes


Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)


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Zahnerkrankungen


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Startseite > Was ist CNI > Ursachen von CNI

 


Überblick


  • In vielerlei Hinsicht ist dieses Kapitel nicht besonders wichtig, denn in den meisten Fällen ist es nicht ausschlaggebend, warum eine Katze CNI bekommt – die Behandlung ist gleich, wenn diese Krankheit ausgebrochen ist (obwohl es im Fall einer Glomerulonephritis noch einige andere Möglichkeiten gibt, die man versuchen kann).

  • Ich füge trotzdem Informationen darüber hier mit ein, da viele Menschen sich scheinbar selbst für die Krankheit ihrer Katze verantwortlich machen. In Wahrheit ist CNI jedoch selten vermeidbar - wie im Kapitel Was passiert bei CNI erwähnt, entwickeln ca. 10% der Katzen über zehn Jahren CNI und sogar 30% der Katzen in einem Alter von über 15 Jahren leiden an dieser Krankheit.

  • Dieses Kapitel unterteilt sich in „nachgewiesene Ursachen“ und „mögliche Ursachen“ einer CNI.

  • Der Abschnitt „Mögliche Ursachen" ist zu diesem Zeitpunkt genau das: mögliche Ursachen. Es gibt keine echten Beweise, dass irgendeine dieser Möglichkeiten wirklich CNI verursachen kann, obwohl einige Verbindungen stärker auf eine Beteiligung hinweisen als andere.


Auftretenshäufigkeit der verschiedenen Ursachen                                    Zurück nach oben


 

In Renal disease (2006), schreibt Dr. D. Polzin, dass 70 Prozent der Katzen mit einer Nierenerkrankung an einer chronischen interstitiellen Nephritis litten, 15 Prozent an einer Glomerulonephritis, elf Prozent hatten ein Lymphom (Krebs) und zwei Prozent Amyloidose.

 

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie einen Überblick über die Gründe von CNI:

 

Das Krankenhaus München Schwabing bietet auf Deutsch Informationen an über mögliche Ursachen von CNI.

Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin beschreibt auf Deutsch mögliche Ursachen von CNI.

Die veterinärmedizinische Universität München zeigt ein Lehrskript über die Ursachen von CNI.

Selected diseases of the feline kidney (2001) ist eine Arbeit vorgestellt von Dr. Stephen DiBartola auf dem World Small Animal Veterinary Association World Congress.

Renal diseases in cats (2002) ist eine Arbeit vorgestellt von J.P. Pagès auf dem 27th World Small Animal Veterinary Association Congress. Section 2.5.

Clinical epidemiology of kidney diseases in the cat (2008) Francey T & Schweighauser A Veterinary Focus 18(2) pp2-7 beschreibt die verschiedenen Ursachen sowohl einer CNI als auch einer akuten Niereninsuffizienz.

 


Chronische Interstitielle Nephritis                                                                Zurück nach oben


 

Das ist die am häufigsten vorkommende Nierenerkrankung. Wenn also ein TA sagt, die Katze hat CNI, dann meint er meistens eine chronische interstitielle Nierenentzündung. Bei Katzen mit einer chronischen interstitiellen Nierenentzündung sind die Nieren klein, verkümmert und mit Narbengewebe durchzogen. Was passiert bei CNI erklärt, warum das geschieht.

 

Alternde Menschen neigen zu Krebs- oder Herzerkrankungen. Katzen hingegen entwickeln häufig Nierenprobleme. Auslöser dafür kann jedes der in diesem Kapitel beschriebenen Probleme sein. Die Studie: Feline morbillivirus, a previously undescribed paramyxovirus associated with tubulointerstitial nephritis in domestic cats (2012) Woo P. C., Lau S. K., Wong B. H., Fan R. Y., Wong A. Y., Zhang A. J., Wu Y., Choi G. K., Li K. S., Hui J., Wang M., Zheng B. J., Chan K. H. & Yuen K. Y., Proceedings of the  National Academy of Sciences of the United States of America 109(14) pp5435-40 hat herausgefunden, dass ein erst kürzlich entdecktes Virus in einigen Fällen einer interstitiellen Nephritis bei Katzen aufgetreten ist. Yahoo! News berichtet mehr über diese Studie.

 

In vielen Fällen ist eine interstitielle Nephritis jedoch einfach nur eine altersbedingte Nierenerkrankung. Die Nieren sind schlichtweg erschöpft. Mit anderen Worten: Es hat mit nichts zu tun, was Sie getan haben, oder wie Sie für Ihre Katze gesorgt haben. Also machen Sie sich bitte keine Vorwürfe.

 

Veterinärmedizinische Histopathologie bietet eine anschauliche Beschreibung mit Bildern der interstitiellen Nephritis.

Selected diseases of the feline kidney (2001) ist eine Studie von Dr. Stephen DiBartola vorgestellt auf dem World Small Animal Veterinary Association World Congress, in der auch auf diese Erkrankung eingegangen wird.

Merck Veterinary Manual bietet einige Informationen über interstitielle Nephritis und CNI.

 


Ererbte/Angeborene Abnormalitäten                                                            Zurück nach oben


Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)


Die polyzystische Nierenerkrankung ist eine Krankheit, bei der sich Zysten in den Nieren bilden. Detaillierte Informationen über PKD können Sie auf der Polyzystische Nierenerkrankung Seite nachlesen.

 

Renale Dysplasie und Renale Hypoplasie


Bei dieser Erkrankung haben sich die Nieren entweder nicht normal entwickelt (renale Dysplasie) oder nicht vollständig entwickelt (renale Hypoplasie). In einigen Fällen einer renalen Hypoplasie hat die Katze nur eine Niere. Katzen mit nur einer Niere sind meistens männlich, und aus irgendeinem Grund ist es gewöhnlich die rechte Niere, die fehlt. 

 

Katzen, die in einem jungen Alter CNI entwickeln, leiden häufig an renaler Dysplasie oder Renaler Hypoplasie. Diese Katzen sind meistens ziemlich klein, oft sogar erheblich kleiner als ihre Wurfgeschwister.

 

Merck Veterinary Manual bietet Informationen über diese Erkrankungen an.

 

Refluxnephropathie


Das ist eine seltene Erkrankung. Dabei fließt der Harn zurück in die Nieren und schädigt sie. Vor kurzem wurde eine genetische Variante bei Ragdolls entdeckt. Die Universität von Helsinki forscht zur Zeit daran. Das Deutsche Ärzteblatt erklärt es detailliert bei Menschen.

 


Infektionen                                                                                                          Zurück nach oben


 

Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)


Eine Nierenbeckenentzündung ist eine bakterielle Infektion der Nieren. Außerdem kann auch noch eine Infektion der unteren Harnwege hinzukommen. Wenn sie nicht behandelt werden, steigen die Infektionen der unteren Harnwege in einigen Fällen bis in die Nieren auf – aber nicht immer. Katzen mit PKD sind ganz besonders der Gefahr einer Nierenbeckenentzündung ausgesetzt, da die Bakterien sich tief in den Zysten vergraben können. Unser PKD-Kater, Harpsie, bekam regelmäßig Anfälle von Nierenbeckenentzündungen.

 

Wenn Ihre Katze an einer Nierenentzündung leidet und die Blutwerte stark erhöht sind, dann ist es möglich, dass sie sich wieder verbessern, sobald die Entzündung unter Kontrolle ist.

 

In den Kapiteln Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie mehr Informationen über eine Pyelonephritis.

 

Urinary tract infection (UTI): how to diagnose correctly and treat (2003), eine Präsentation von Dr. C. Brovida auf dem 28th World Congress of the World Small Animal Veterinary Association, enthält Informationen zu Pyelonephritis.

 

FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)


Die „Feline Infektiöse Peritonitis“ ist eine schwere und häufig tödlich verlaufende Erkrankung. Sie kann bei einigen Katzen auftreten, die mit dem Coronavirus infiziert sind. FIP ist berüchtigt dafür, dass eine Diagnose sehr schwer zu erstellen ist. Ein positiver Coronavirentest bedeutet noch lange nicht, dass die Katze unvermeidbar an FIP erkrankt ist.

 

Es gibt zwei verschiedene Arten von FIP: die effusive (nasse) und die nicht-effusive (trockene). Katzen mit der trockenen Form von FIP haben manchmal vergrößerte Nieren und Nierenprobleme. Auf Tanyas CNI Support Gruppe haben jedoch nur wenige Katzen FIP.

 

Dr Diane Addie  ist Dozentin für Veterinärvirologie und eine Expertin für FIP. Ihre Seite ist in eine ganze Reihe verschiedener Sprachen übersetzt worden.

An update on feline infectious peritonitis (2001) Horzinek MC & Lutz H Veterinary Sciences Tomorrow ist ein sehr fachmedizinisch geschriebener Artikel, aber Sie finden dort eine sehr nützliche Diagnose-Aufstellung.

Cornell University College of Veterinary Medicine zeigt einen guten Überblick.

Winn Feline Foundation bietet Information an über FIP.

Newman Veterinary bietet Informationen über FIP.

 


Entzündung                                                                                                        Zurück nach oben


 

Glomerulonephritis und Nephrotisches Syndrom


Die Glomeruli sind sehr feine Blutadern in den Nieren, die als Filter für Abfallprodukte fungieren und Urin produzieren. Wenn sie zerstört sind, geraten Proteine aus dem Blut, die normalerweise wieder in den Blutstrom zurückgeführt werden, in den Urin (Proteinurie). In schweren Fällen verursachen die daraus resultierenden niedrigen Proteinmengen im Blut einen Gewichtsverlust und bewirken eine Flüssigkeitsansammlung unter der Haut (subkutane Ödeme).

Eine Erkrankung der Glomeruli ist eine Autoimmunerkrankung und nicht so häufig wie die interstitielle Krankheit. Sie ist sogar ziemlich selten bei Katzen und normalerweise eine sekundäre Begleiterscheinung wie z.B. bei einer Infektion, Entzündungskrankheit, Zahnerkrankungen, chronischer Pankreatitis oder Diabetes. Eine Glomerulonephritis wird häufig anders als eine CNI behandelt. In einigen Fällen kann es helfen, Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems einzusetzen,  eine Studie hat herausgefunden, dass Aminosäuren helfen können. ACE-Hemmer können bei Glomerulonephritis ebenfalls von Nutzen sein, weil sie wahrscheinlich die Proteinurie, die häufig bei Patienten mit einer Glomerulonephritis auftritt.

Nephrotisches Syndrom


Im schlimmsten Fall endet eine Glomerulonephritis in "nephrotischem Syndrom". Nephrotisches Syndrom ist keine eigenständige Erkrankung, sondern eher eine Ansammlung von Symptomen, die aufgrund der glomerulären Probleme auftreten. Die zuerst auftretenden Probleme eines nephrotischen Syndroms sind Proteinurie, Ödeme und/oder Aszites (Bauchwassersucht), niedrige Albumin- und hohe Cholesterinwerte. Es kann auch Durchfall auftreten, verringertes Urinieren, Anämie und manchmal eine Sattelthrombose (das ist ein Blutklumpen im Bein). Da jedoch eine Glomerulonephritis bei Katzen relativ selten auftritt, gilt das auch für das nephrotische Syndrom.

 

Pet Place bietet einen hilfreichen Überblick über diese Krankheit.

Dr. Katherine James bietet Informationen sowohl über Glomerulonephritis als auch über das nephrotische Syndrom an.

Mar Vista Vet hat sehr hilfreiche Informationen, auch darüber, wie man eine Glomerulonephritis behandeln soll.

VCA Animal Hospitals bieten Information über Glomerulonephritis an.

Strategies for protein losing nephropathy (2001) ist ein Vortrag von Dr.  M. S. Wallace auf der Atlantic Coast Veterinary Conference, in dem sie über Glomerulonephritis und Amyloidose referiert.

Immune-mediated elements of renal disease (2007) Sellon RK ist eine Präsentation auf der World Small Animal Veterinary Association Congress 2007.

Merck Veterinary Manual bietet interessante, wenn auch sehr fachliche Informationen.

E Cure Me ist eine Human-Seite mit Informationen über das nephrotische Syndrom.

 

Zahnerkrankungen


Es scheint, als ob Zahnerkrankungen mit einem erhöhten Risiko verbunden sind, auch andere Gesundheitsprobleme auszulösen. Obwohl der genaue Mechanismus noch unbekannt ist, gehen Wissenschaftler bei Menschen davon aus, dass es eine Verbindung gibt zwischen den im Mund aufgrund mangelnder Zahnhygiene vorhandenen Bakterien und Herzerkrankungen. The National Institute of Dental and Craniofacial Research berichtet über bis heute durchgeführte Studien.

 

Ein ähnlicher Zusammenhang steht auch bei Katzen in Verdacht. The American Animal Hospital Association hält fest, dass „Zahnerkrankungen nicht nur den Mund betreffen sondern zu weiteren, schwerwiegenderen Krankheiten führen können einschließlich Herz-, Lungen- und Nierenerkrankungen“. Die Kleintierpraxis Lübeck weist ebenfalls auf den Zusammenhang zwischen Zahnerkrankungen und Niereninsuffizienz hin.

 

Dieses Thema wird in Zahnerkrankungen ausführlich behandelt.

 


Bluthochdruck                                                                                                       Zurück nach oben


 

Viele Jahre dachte man, dass Bluthochdruck bei Katzen das Ergebnis einer anderen Erkrankung ist, wie z.B. CNI oder Schilddrüsenüberfunktion. Die Wahrheit ist, dass Bluthochdruck häufiger auftritt bei Katzen mit diesen Erkrankungen. Es wird aber auch langsam klar, dass ein primärer Bluthochdruck bei Katzen existiert und in der Tat zur Entwicklung von CNI beitragen kann. Sie finden mehr Informationen über Bluthochdruck hier.

 

Feline hypertension: risks and management (2005) ist eine Präsentation von Dr. Clarke Atkins auf dem 30. Weltkongress der World Small Animal Veterinary Association, in der er feststellt, "zu der Schwierigkeit, die Entwicklung von Bluthochdruck bei Nierenerkrankungen zu verstehen kommt hinzu, dass Nierenerkrankungen einen Hochdruck hervorrufen, und Hochdruck ruft wiederum Nierenerkrankungen hervor." (auf Englisch: "adding to the confusion in understanding the pathogenesis of hypertensive renal disease, renal disease begets hypertension and hypertension begets renal disease").

Bei Augentierarzt wird in dem Artikel „Die hypertensive Retinopathie der Katze“ darauf hingewiesen, dass arterieller Bluthochdruck bei 65 Prozent der nierenkranken Katzen auftritt.

 


Nierensteine                                                                                                          Zurück nach oben


 

Nierensteine können Nierenerkrankungen verursachen. Die Steine können kalzifizieren und auf diese Art und Weise Schaden anrichten. Oder sie verfangen sich in der Harnröhre und sorgen so dafür, dass Abfallprodukte, die normalerweise durch die Blase ausgeschieden werden, sich in die Nieren aufstauen – das nennt man obstruktive Nephropathie. Wenn die Nierenblutwerte einer Katze plötzlich extrem hochschießen, kann ein die Harnröhre blockierender Nierenstein die Ursache sein. Im Ultraschall kann eine kleine und eine vergrößerte Niere sichtbar sein (siehe Renomegalie).

 

Sie finden mehr Informationen über Nierensteine hier.

 


Krebs – Renales Lymphom (Lymphsarkom)                                                 Zurück nach oben


 

Ein Lymphom (Lymphsarkom) ist ein Typ Krebs wobei die weißen Blutkörperchen, genannt Lymphozyten, kanzerös werden und Tumore produzieren. Ungefähr 50 Prozent der Katzen mit einem Lymphom haben ebenfalls feline Leukämie.

 

Lymphome können in verschiedenen Körperregionen auftreten. Wenn sie in den Nieren erscheinen, wird das renales Lymphom genannt. Das ist die häufigste Form von Nierenkrebs bei Katzen. Wenn das renale Lymphom voranschreitet, kann es Nierenversagen verursachen.

 

Einige der Symptome eines renalen Lymphoms ähneln denen einer CNI. So kann aufgrund innerer Blutungen z.B. Harnstoff erhöht sein (was wiederum zu einer Anämie führen kann). Durch renale Lymphome vergrößern sich die Nieren (siehe Renomegalie), aber da es sich um einen Weichteilgewebetumor handelt, ist er nicht immer auf einem Röntgenbild erkennbar. Aber durch Ultraschall kann man ihn manchmal erkennen.

 

Ein renales Lymphom kann häufig mit Steroiden und manchmal auch mit Chemotherapie gut behandelt werden. In vielen Fällen ist die Prognose gut. Katzen vertragen Chemotherapien besser als Menschen, aus diesem Grund würde ich diese Therapie in Betracht ziehen, wenn sie angeboten wird.

 

Renal diseases in cats (2002) (2002) ist eine Vorstellung von J.P. Pagès auf dem 27th World Small Animal Veterinary Association Congress. Abschnitt 2.5 erklärt renalen Krebs.

The Veterinary Society of Surgical Oncology zeigt einen Überblick über die am häufigsten auftretenden Arten renaler Tumoren.

The Feline Cancer Resources Website bietet Information und viele Links an.

 

Mehr Links zum Thema feliner Krebs, einschließlich Lymphom finden Sie hier.

 


Gifte: Lilien und Frostschutzmittel                                                                   Zurück nach oben


 

Bekannte Nierengifte sind Lilien und Frostschutzmittel, die Katzen versehentlich Auflecken oder Fressen können (der Geschmack von Frostschutzmitteln wirkt leider sehr anziehend auf Katzen). In den meisten Fällen verursachen sie Akute Niereninsuffizienz, aber in manchen Fällen, selbst wenn sich die Katze wieder erholt, kann ein zurückbleibender Nierenschaden zu CNI führen.

 


Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs (NSAIDs)                                      Zurück nach oben


 

Nicht-steroidale Entzündungshemmer sind sehr effektive Mittel zur Schmerzbekämpfung und Entzündungshemmung in Katzen, aber leider verstoffwechseln Katzen sie nur sehr schlecht. Meloxicam ist ein NSAID, das sowohl in injizierbarer als auch in flüssiger (oraler) Form erhältlich ist. Obwohl es in Europa zur Dauerbehandlung von Arthritis bei Katzen zugelassen ist, (ich habe es selbst erfolgreich bei meinem PKD-Kater - der jedoch keine CNI hatte - eingesetzt, als er an einer schweren Arthrose litt) gibt es Befürchtungen, dass es bei einigen Katzen Nierenerkrankungen auslösen könnte. Insbesondere bei erhöhten Dosierungen - wie das in den USA vorkommt - wo katzenverträgliche Formulationen nicht erhältlich sind.

 

Im Behandlungsmaßnahmen können Sie mehr über Meloxicam lesen. Dort finden Sie auch Informationen zur Vorgehensweise, wenn bei Ihrer Katze Nebenwirkungen auftreten.

 


Autoimmune Erkrankungen                                                                           Zurück nach oben


 

Amyloidose


Amyloid ist eine Proteinvariante des Körpers. Bei einer Amyloidose lagert sich Amyloid in den Organen und Körpergeweben ab, wo es nicht hingehört und beschädigt sie. Bei Katzen werden diese Ablagerungen oft in den Nieren gefunden, und im Laufe der Zeit führen sie zu CNI. Amyloidose ist nicht besonders häufig, aber sie kommt überwiegend bei Abessinierkatzen vor, manchmal auch bei Siamesen und Orientalen.

 

Katzenfreunde Norddeutschland eV bietet einen informativen Artikel zu dieser Erkrankung.

Cornell University College of Veterinary Medicine has some information about amyloidosis.

Strategies for protein losing nephropathy (2001) ist ein Vortrag von Dr.  M. S. Wallace auf der Atlantic Coast Veterinary Conference, in dem sie über Glomerulonephritis und Amyloidose referiert.

Amyloidosis in Siamese and Orientals reports on a research project in the USA and Europe where you can provide blood or buccal samples from Siamese and Oriental cats to assist with research into feline amyloidosis.

 


Perinephrische oder Perirenale Pseudozysten                                         Zurück nach oben


 

Perinephrische oder perirenale Pseudozysten sind große, flüssigkeitsgefüllte Säcke, die sich um eine oder beide Nieren einer Katze bilden. Sie scheinen bei männlichen Katzen häufiger aufzutreten, und die Katze kann gesund erscheinen bis auf eine Zunahme des Bauchumfangs. Gewöhnlich reagiert sie aber nicht tastempfindlich. Bei einer Untersuchung, die üblicherweise per Ultraschall durchgeführt wird, sind die Nieren häufig vergrößert (siehe Renomegalie).

 

Die Zysten können behandelt werden, indem man die Flüssigkeit drainiert, aber das ist oft nur eine vorübergehende Maßnahme. Die Entfernung der Zystenwand kann effektiver sein, aber in schweren Fällen ist es oft erforderlich, eine Niere ganz zu entfernen. Das ist jedoch der letzte Ausweg, denn er kann zu CNI führen. Viele Katzen mit diesen Zysten neigen ohnehin zu Nierenschäden (sie befinden sich häufig bereits im Frühstadium von CNI) und/oder Harnwegsinfektionen. Der Berkshire Vet Link unten zeigt jedoch, dass die Prognose für gewöhnlich gut ist, wenn die begleitende CNI nicht schwer ist und keine anderen Erkrankungen vorliegen.

 

Pet MD gibt mehr Informationen zu diesem Problem.

Pet Place stellt ebenfalls einige Informationen über Pseudozysten zur Verfügung.

Perinephric pseudocysts in the cat: a retrospective study and review of the literature (1999) Ochoa V.B., DiBartola S.P., Chew D.J., Westropp J., Carothers M., Biller D. Journal of Veterinary Internal Medicine 13(1) pp47-55 berichtet über 13 solcher Fälle.

Clinical exposures: a perinephric pseudocyst in a cat (2005) Morrow B.L. Veterinary Medicine berichtet über eine Katze mit diesem Problem und gibt einen guten Überblick über die Zysten und die Behandlungsmöglichkeiten.

Berkshire Vet berichtet, wie die Zysten erfolgreich bei einer jungen Katze namens Daisee entfernt wurden

 


Vermutete Ursachen (nicht bewiesen)                                                              Zurück nach oben


 

Sie sind genau das – Gebiete, wo Menschen Vermutungen anstellen, aber es gibt keine echten Beweise, dass sie CNI verursachen. Obwohl der Verdacht bei einigen stärker ist als bei anderen. Hier ist noch mehr Forschung notwendig, und sie wird in manchen Fällen auch bereits durchgeführt.

 

Eine Impfverbindung?


Eine Studie der Colorado State University, Parenteral administration of FVRCP vaccines induces antibodies against feline renal tissues (2002) Lappin MR, Jensen WA, Chandrashekar R & Kinney SD Presentatation to the American College of Veterinary Internal Medicine Forum, Dallas, weist vorsichtig in die Richtung einer Verbindung zwischen felinen Impfungen und Nierenversagen hin.

 

Diese Verbindung entsteht, weil feline Impfstoffe auf Nierenzellen gezüchtet werden, sogenannten Crandall Reese Feline Kidney (CRFK) cells. Es ist seit langem bekannt, dass das Wachstum der Impfstoffe auf diesem Weg neben den gewollten Antikörpern auch unidentifizierte Antikörper produziert. Aber erst vor kurzem wurde entdeckt, dass diese unidentifizierten Antikörper zu Nierengewebe wurden. Diese zusätzlichen Antikörper kommen in allen modifizierten Lebend- oder Totimpfstoffen vor, aber sie treten nicht bei intranasalen Impfungen auf. In UK werden normalerweise Lebendimpfstoffe eingesetzt.

 

In einer weiteren Studie, Investigation of the induction of antibodies against Crandell-Rees feline kidney cell lysates and feline renal cell lysates after parenteral administration of vaccines against feline viral rhinotracheitis, calicivirus, and panleukopenia in cats (2005) Lappin M.R., Jensen W.A., Jensen T.D., Basaraba R.J., Brown C.A., Radecki S.V., Hawley J.R. American Journal of Veterinary Research 66(3) pp506-511, wurde festgestellt,  dass die "Hypersensibilisierung mit CNFK-Proteinzellen während einer 56-Wochen-Studie nicht zu einer Nierenerkrankung bei Katzen führen".

 

Antibodies against Crandell Rees Feline Kidney (CRFK) cell line antigens, a-Enolase and Annexin A2 in vaccinated and CRFK hyperinoculated cats (2010) Whittemore J, Hawley J, Jensen W & Lappin M Journal of Veterinary Internal Medicine 24 pp306–313 was able to identify a number of CRFK antigens in cats vaccinated with four commercially available FVRCP (standard vaccinations) vaccines. Further research is required to determine the clinical relevance of the findings.

 

Eine etwas neuere Studie: Interstitial nephritis in cats inoculated with Crandell Rees feline kidney cell lysates (2006) Lappin M.R., Basaraba R.J., Jensen W.A. Journal of Feline Medicine and Surgery 8(5) pp353-6, hat herausgefunden, dass 50 Prozent der Katzen dieser Studie, die normale Impfstoffe erhielten, laut Biopsie eine interstitielle Nephritis (CNI) entwickelten. Diese Katzen wurden jedoch zwölfmal innerhalb von 50 Wochen geimpft. Das ist ganz offensichtlich wesentlich häufiger als normalerweise (die zur Zeit gültige Impfempfehlung in den USA für Katzen lautet, dass sie nur einmal alle drei Jahre geimpft werden sollten). Eine Gruppe der Katzen dieser Studie bekamen intranasale Impfungen. Sie entwickelten keinerlei Anzeichen einer interstitiellen Nephritis.

 

Feline vaccine side effects (2012) ist ein Vortrag von Dr. Lappin auf der 84. Western Veterinary Conference. Er schreibt dort, dass nach seinen Forschungen Katzen, die Antikörper entwickelten, nicht an CNI erkrankten. Er empfiehlt daher, dass gesunde Katzen weiterhin gemäß der American Association of Feline Practitioners-Impfrichtlinien Core-Impfstoffe bekommen sollten.

 

Ungeachtet dieser vorsichtigen Befunde würde ich sowieso eine nierenkranke Katze nicht mehr impfen lassen. Impfungen sind für gesunde Katzen vorgesehen, und eine CNI-Katze ist nicht gesund. Sobald bei Thomas CNI diagnostiziert wurde, meinte unsere Tierärztin, dass es nicht klug wäre, ihm weiter seine normalen Impfungen zu geben, und wir stimmten ihr zu. Für gesunde Katzen können intranasale Impfungen sicherer sein. Bitte lesen Sie im Kapitel Behandlungsmaßnahmen weitere Informationen über den Einsatz von Impfungen bei Katzen, und besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, was für Ihre Katze das richtige ist.

 

Colorado State University hat einen Bericht über die oben genannte Studie.

Heska bietet Informationen über intranasale Impfungen an.

 

Kaliummangel


In Chronic renal failure in cats schreibt Dr. D. Chew, dass ein erniedrigter Kaliumspiegel (Hypokalämie) „sowohl eine Nierenschädigung hervorrufen als auch eine vorhandene Schädigung weiter vorantreiben kann“.

 

 Eine Studie, Chronic renal disease and potassium depletion in cats (1992) (no abstract provided) Dow S.W. & Fettman M.J. Seminars in Veterinary Medicine and Surgery (Small Animal) 7 (3) pp198-201, schlägt vor, dass alle CNI-Katzen mit Kalium supplementiert werden sollten, sogar dann, wenn es nicht so aussieht, als hätten sie erniedrigte Kaliumspiegel. Einige Menschen gehen sogar noch weiter und glauben, dass alle älteren Katzen mit Kalium supplementiert werden sollten, ob sie nun CNI haben oder nicht.

 

Während es wahr ist, dass die Bluttests den Kaliumspiegel in den Körperzellen nicht genau wiedergeben, nämlich dort, wo das Kalium benötigt wird (bei Diagnose finden Sie mehr Informationen darüber), heißt dies nicht automatisch, dass jede Katze von einer Kaliumsupplementierung profitieren würde. Eine neuere Studie Muscle potassium content and potassium glouconate supplementation in normokalemic cats with naturally ocurring chronic renal failure (1997) Theisen S.K., DiBartola S.P., Radin M.J., Chew D.J., Buffington C.A., Dow S.W. Journal of Veterinary Internal Medicine 11(4) pp212-217, hat herausgefunden, dass es CNI-Katzen mit normalem Kaliumspiegel, die zusätzlich Kalium erhielten, nicht besser ging, als vergleichbaren Katzen, die ein Placebo erhielten.

 

Eine kaliumreduzierte, ansäuernde Diät (siehe unten) an Katzen mit normaler Nierenfunktion zu verfüttern, reduziert die gastro-intestinale Absorption von Kalium und mag daher zu einem Kaliummangel führen. Ich würde daher nicht empfehlen, dass Sie solche Diäten älteren Katzen geben. Und diese Diäten sollten ohnehin überhaupt nicht an CNI-Katzen verfüttert werden (siehe Was soll ich füttern?).

 

Ich wäre vorsichtig damit, bei irgendeiner Katze mit einem Blutkaliumwert von über 4,4 mmol/L Kalium zu supplementieren. Hohe Kaliumspiegel können sich schnell entwickeln, besonders, wenn die CNI voranschreitet, und sie sind potenziell sehr gefährlich (siehe Alles über Kalium).

 

Bedenken bei der Ernährung


Trockenfutterdiät


Es wird vermutet, dass das ausschließliche Verfüttern von Trockenfutter zu einer chronischen Austrocknung führen könnte, die wiederum im Gegenzug vielleicht zu CNI führen könnte. Das ist nicht bewiesen, aber es ist richtig, dass Katzen generell von mehr Wasser in ihrem Futter profitieren, ganz besonders CNI-Katzen, aber auch Katzen mit FLUTD. Auf der Seite Ernährungsanforderungen finden Sie mehr Informationen über Trockenfutter versus Nassfutter.

 

Ansäuernde Diäten


Viele kommerzielle Futtersorten wurden im Laufe der letzten zehn Jahre neu zusammengestellt, um die „Gesundheit des Urintrakts" zu unterstützen oder sie zielen jedenfalls in diese Richtung. Hauptsächlich wurden diese Diäten angesäuert, um dadurch das Risiko zu reduzieren, dass die Katzen FLUTD bekommen. Katzen mit FLUTD neigen zu einem zu alkalischen Urin und sind daher dem Risiko einer Struvitkristall- Entwicklung ausgesetzt, die in einem alkalischen Umfeld entsteht.

 

Bei Katzen, die jedoch nicht in der Gefahr sind, FLUTD zu bekommen, kann der Urin zu stark angesäuert werden. Und das kann dann im Gegenproblem enden, bei Kalziumoxalatsteinen, die sich in einer übersauerten Umgebung entwickeln. Diese Steine können, anders als Struvit, nicht aufgelöst werden durch eine Diät; man kann sie nur chirurgisch entfernen.

 

Ansäuernde Diäten können auch beitragen zu niedrigen Kaliumspiegeln.

 

Freies Füttern (ad libitum)


Eine 2002 durchgeführte Studie, Diet and lifestyle variables as risk factors for chronic renal failure in pet cats (2002) Hughes K.L., Slater M.R., Geller S., Burkholder W.J., Fitzgerald C. Preventive Veterinary Medicine 55(1) pp1-15, verglich Katzen aus drei Gruppen:

  • Frei gefütterte mit Ballaststoffen;

  • frei gefütterte mit Faktor-2 (einer variablen Mischung aus Ballaststoffen, Magnesium, Protein, Natrium und Asche);

  • nur Ballaststoffen.

Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass das freie Füttern in Verbindung gebracht werden kann mit einer Zunahme des Risikos, an CNI zu erkranken. Sie ließen jedoch die Katzen nicht einfach nur dann futtern, wann sie wollten, sie gaben ihnen außerdem noch Zusätze. Es ist daher nicht bekannt, ob allein das freie Füttern zu den gleichen Ergebnissen führen würde.

 

Ich persönlich habe immer Futter frei zur Verfügung gestellt und werde das auch weiterhin tun. In der freien Natur fressen Katzen natürlich viele Male am Tag. Siehe Ernährungsanforderungen für mehr Informationen zu diesem Thema.

 

Jagd


Eine Studie, Case control study of risk factors associated with feline and canine chronic kidney disease (2010) Bartlett P. C., Van Buren J. W., Bartlett A. D. & Zhou C., Veterinary Medicine International Vol 2010, Article ID 95757,0 sagt: „Es gab eine nicht aussagekräftige Entdeckung, dass der aus der Jagd stammende Anteil der Ernährung möglicherweise zu einer CNI führen kann. Aber dazu sind noch weitere Untersuchungen erforderlich. Die Frage wurde aufgeworfen, denn infektiöse oder toxische Substanzen, wie z.B. Hantaviren bei Nagetieren, könnten zu einer Nierenschädigung beitragen als versteckte Ursache einer CNI.

 

Neue Fußbodenbeläge


Einige Menschen in Tanyas CNI Support Liste glauben, dass neue Teppiche und Fußböden potenzielle Gifte für Katzen enthalten. Mehrere Menschen stellten fest, dass ihre Katzen CNI entwickelten kurz nachdem der neue Boden verlegt worden war.

 

Teppiche und andere Bodenbedeckungen können verschiedene ausgasende organische Stoffe enthalten, besonders auf der Rückseite. The Carpet and Rug Institute in den USA empfiehlt, den Raum 48 bis 72 Stunden gut zu lüften, in dem der neue Teppich verlegt wurde.

 

Katzen scheinen ganz besonders empfindlich auf Gerüche zu reagieren: Aromaöle z.B. sind giftig für Katzen, denn ihnen fehlt die dafür im Stoffwechsel vorgesehene Voraussetzung, um sie zu verarbeiten. Ich würde daher empfehlen, wenn es möglich ist, dass Sie die Katzen mehrere Tage nach der Verlegung fern von neuen Teppichen und Fußböden halten.

 

 

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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 26. Juni 2014

Links auf dieser Seite zuletzt überprüft: 12. April 2013

 

   

DIE BEHANDLUNG IHRER KATZE OHNE TIERÄRZTLICHE UNTERSTÜTZUNG KANN

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Ich habe mich sehr bemüht sicherzustellen, dass alle Informationen auf dieser Website richtig sind. Aber ich bin KEIN Tierarzt, nur eine ganz normale Person, die mit drei ihrer Katzen chronische Nierenerkrankungen durchlebt hat.

Diese Website dient nur Informationszwecken und nicht dazu, Diagnosen zu erstellen oder eine Katze zu behandeln. Bevor Sie irgendeine der hier beschriebenen Behandlungsmaßnahmen ausprobieren, MÜSSEN Sie einen Tierarzt aufsuchen und sich professionellen Rat für die richtige Behandlung Ihrer Katze holen und ihre individuellen Anforderungen. Sie sollten auch keine der hier beschriebenen Behandlungsarten ohne Kenntnis und Zustimmung Ihres TA einsetzen.

 

Wenn Ihre Katze Schmerzen zu haben scheint, oder es ihr nicht gut geht, dann verschwenden Sie bitte keine Zeit im Internet, sondern suchen Sie sofort Ihren TA auf.

 

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