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TANYAS INFORMATIONSCENTRUM ÜBER CHRONISCHES NIERENVERSAGEN (CNI) BEI KATZEN
WIE SCHLIMM STEHT ES UM MEINE KATZE?
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Einführung Das ist vermutlich die allererste Frage, die man sich nach der Diagnose stellt. Dieses Kapitel versucht Ihnen dabei zu helfen, ein wenig zu verstehen, was die Blutwerte bedeuten und zu erklären, warum es nicht so schlimm ist wie es klingt, wenn Ihr Tierarzt Ihnen sagt, dass Ihre Katze eine gewisse Prozentzahl ihrer Nierenfunktion verloren hat. Ich würde Ihnen jedoch nicht empfehlen, nur dieses Kapitel zu lesen, da die Blutwerte alleine nicht die ganze Geschichte erzählen. Ich möchte Sie ausdrücklich dazu ermuntern, dass Sie ebenfalls die Kapitel Was ist CNI? und Was bedeuten all diese Testergebnisse? lesen. Und fragen Sie Ihren Tierarzt, ob nicht einige der Behandlungen aus dem Kapitel Behandlungsmöglichkeiten versucht werden können, bevor Sie die unwiderrufliche Entscheidung treffen, Ihre Katze einzuschläfern. Scott Brown schlägt in seinem Artikel „Evaluation of Chronic Renal Disease: A Staged Approach The Compendium for Continuing Education for Practising Veterinarians" vom August 1999 vor, dass man CNI in drei Stufen oder Phasen unterteilen kann, basierend auf den Blutwerten. In einer neueren Studie, Progression of chronic kidney disease: can it be altered by treatment? (2003) Proceedings of the 27th Waltham OSU Symposium, baut Dr. Scott im Grunde auf den gleichen Stufen auf, abgesehen davon, dass er ab jetzt bereits von einer Niereninsuffizienz bei einem Kreatininwert von 180 (US: 2.0) ausgeht statt wie vorher von 210 (US: 2.4). Ich habe die drei Phasen von 1999 unten mit eingeschlossen und meine eigenen Einschätzungen über den vermutlichen Verlust an Nierenfunktion in jeder einzelnen Phase hinzugefügt.
In New news for feline chronic renal failure (2004) Elliott J. Waltham Feline Medical Symposium presented to the 2004 North American Veterinary Conference, erklärt Dr. Jonathan Elliott ein System der Einteilung, vorgeschlagen von der International Renal Insufficiency Society. Es teilt die CNI in folgende vier Stadien auf:
* Zu diesem Zeitpunkt würden Nierenprobleme nur dann vermutet, wenn eine anatomische oder funktionale Abnormalität entdeckt wurde.
Staging and management of feline chronic kidney disease (2007) Grauer GF NAVC Clinician's Brief August 2007 pp19-22, Grauer G.F. NAVC Clinician's Brief August 2007 pp19-22, berichtet ebenfalls über die verschiedenen Stadien einer CNI.
Das Vorhandensein einer Proteinurie kann ebenso ein Faktor sein. Manche Tierärzte untersuchen jetzt die Urin Protein/Kreatininratio. Relation of survival time and urinary protein excretion on cats with renal failure and/or hypertension (2004) Syme H.M., fand heraus, dass Katzen mit einer Urinprotein:Kreatininratio unter 0.5 fast dreimal länger überlebten als Katzen mit einer Urinprotein:Kreatininratio von über 0.5. Survival of cats with naturally occurring chronic renal failure is related to severity of proteinuria (2006) Syme H.M., Markwell P.J., Pfeiffer D. & Elliott J. Journal of Veterinary Internal Medicine 20 pp528–535 bestätigt die Ergebnisse der oben erwähnten Studie. Proteinuria and renal disease: a round table discussion (2005) ist eine interessante Diskussion einiger veterinärmedizinischer Spezialisten über die Themen Proteinurie und CNI im allgemeinen. Bei Assessment and management of proteinuria in dogs and cats: 2004 ACVIM Forum Consensus Statement (Small Animal) (2004) Lees G.E., Brown S.A., Elliott J., Grauer G.F. & Vaden S.L. Journal of Veterinary Internal Medicine 19 pp377-385 finden Sie auch Informationen über die Gefährlichkeit einer Proteinurie und ihre Auswirkungen auf die Überlebenszeit.
Mehr Informationen finden Sie bei Methoden der Früherkennung und Was bedeuten all diese Testergebnisse?.
Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) Dr. Elliott erwähnt ebenfalls, dass die International Renal Insufficiency Society glaubt, dass irgendwann einmal die GFR die Maßeinheit sein wird, mit der eine CNI eingeteilt werden kann. Es dauert jedoch noch einige Zeit, bis man sich auf die richtigen Referenzwerte geeinigt haben wird.
Der Prozentsatz des Nierenverlustes
Es kann gut passieren, dass Sie in Panik geraten, wenn Ihnen Ihr Tierarzt mitteilt, dass Ihre Katze bereits zwei Drittel oder mehr ihrer Nierenfunktion verloren hat. Regelmäßig höre ich von Menschen, die mir sagen „mein Tierarzt hat mir gesagt, dass meine Katze 75 Prozent ihrer Nierenfunktion verloren hat, und dass es wirklich schlecht aussieht". Vielleicht hilft es Ihnen jedoch zu wissen, dass es in Wirklichkeit normal ist, dass CNI vor diesem Stadium nicht diagnostiziert wird. Im Kapitel Was ist CNI? finden Sie mehr Informationen darüber, warum das so ist.
Worauf Sie sich jetzt jedoch konzentrieren sollten ist die Tatsache, dass Katzen mit CNI sehr häufig ganz gut mit einer reduzierten Nierenfunktion leben können. Bei manchen Katzen wird es erst kritisch, wenn sie über 90 Prozent der Nierenfunktion verloren haben. Und es gibt einige Katzen, die selbst mit erheblich weniger Funktion noch erstaunlich gut umgehen können. Das Ziel ist also, sich nicht über die bereits verlorengegangene Funktion zu sorgen, sondern Ihre Katze dabei zu unterstützen, mit der Restfunktion, wie hoch sie auch sein mag, so lange und bequem wie möglich noch zu leben.
Gibt es noch irgendeine Hoffnung? Viel hängt von Ihrer Katze selbst ab: Wie krank sie zur Zeit der Diagnosestellung ist, wie sehr sie selbst kämpfen will, wie gut sie sich die Behandlung gefallen lässt und wie gut die tierärztliche Versorgung ist, die sie erhält. Einige TÄ scheinen die Euthanasie beinahe immer sofort zu empfehlen. Aber CNI gilt im allgemeinen nicht als eine schmerzhafte Erkrankung (eine Austrocknung fühlt sich wie ein Alkoholkater an, unangenehm, aber nicht qualvoll). Es besteht daher kein Grund, überstürzt eine unwiderrufliche Entscheidung zu treffen. Ich kann TÄ nicht verstehen, die an eine Behandlung nach der Devise herangehen: „wenn es ihr/ihm bis Dienstag nicht besser geht, dann müssen wir Ihre Katze einschläfern". Bei der überwiegenden Mehrheit der Fälle müssen Sie Ihre Katze mindestens zwei Wochen richtig behandeln. Erst dann können Sie tatsächlich eine fundierte Entscheidung treffen. Hinzu kommt, dass die Entscheidung über eine Einschläferung einzig und allein Ihnen zusteht, nicht dem TA. Lassen Sie sich daher bitte nicht zu einer Euthanasie am Tag der Diagnosestellung überreden oder wenn sich die Werte Ihrer Katze nicht innerhalb eines oder zweier Tage am intravenösen Tropf erholen. In den meisten Fällen besteht noch Grund zur Hoffnung. Die Katze braucht einige Zeit, um sich durch die richtigen Behandlungsmaßnahmen, die genau auf ihre ganz persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind, zu erholen.
Dieser Abschnitt beinhaltet die folgenden Möglichkeiten: Wenn Ihre Katze früh diagnostiziert wurde und/oder stabil ist, haben Sie in vielerlei Hinsicht Glück, weil sich Ihre Katze mit sorgfältiger Überwachung und der richtigen Behandlung noch Monate oder gar Jahre wohlfühlen kann. Auch für Katzen, die zwar stabil sind, aber relativ hohe Blutwerte haben – vielleicht am oberen Ende von Phase 2 stehen (siehe oben) – gibt es noch Hoffnung: Die Werte können durch eine Behandlung wieder fallen. Aber selbst wenn sie es nicht tun, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Ihre Katze für einige Zeit auf dieser Stufe bleibt (siehe unten). Wenn Ihre Katze stabil ist, obwohl ihre Werte im Bereich von Phase 3 sind (siehe oben), wird Ihre Katze offensichtlich gut mit der CNI fertig. Das ist normalerweise ein gutes Zeichen, obwohl mit der Behandlung so schnell wie möglich begonnen werden sollte, falls nötig am intravenösen Tropf (IV).
Die Katze in der Krise (vielleicht am IV Tropf) Da es so schwierig ist, CNI früh zu diagnostizieren (siehe Was ist CNI?, um zu verstehen, warum), kann es sein, dass Ihre Katze bei der Diagnosestellung in einer Krise ist, vielleicht am Tropf. Bitte seien Sie nicht ganz mutlos, wenn das der Fall sein sollte. Besonders dann nicht, wenn Ihre Katze einen Zusammenbruch hatte (siehe unter Symptome) und nun am Tropf hängt, wie es auch bei Thomas passiert ist. Viele Katzen haben bei der Diagnose fürchterliche Blutwerte, oder erleiden eine plötzliche Krise nachdem sie schon eine Weile CNI haben. Das ist oft die Folge einer ernsthaften Dehydratation (Austrocknung). Die echten Blutwerte werden erst dann deutlich, wenn Ihre Katze wieder rehydriert ist und stabilisiert wurde. Entweder durch subkutane Infusionen (unter die Haut) bei weniger kritischen Fällen, oder durch intravenösen Tropf (IV) in ernsteren Fällen. Wenn Ihre Katze eine Infektion hat, dann müssen Sie die zuerst unter Kontrolle bringen, bevor man sagen kann, wie ernst die Dinge wirklich stehen; auch durch Bluthochdruck kann die Krankheit schlimmer scheinen als sie ist. Sie kann sich verbessern nachdem der Bluthochdruck unter Kontrolle gebracht wurde.
Einige Katzen mit hohen Nierenwerten können in Wirklichkeit an einer akuten Niereninsuffizienz (ANI) erkrankt sein statt an CNI. ANI ist schwer zu behandeln, aber wenn die Behandlung erfolgreich ist, können die Katzen wieder völlig gesund werden. Wenn eine Katze aufgrund eines Zusammenbruchs mit extrem hohen Blutwerten an einem IV Tropf hängt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie es weitergehen kann:
Natürlich kann ich nicht vorhersagen, in welche Kategorie Ihre Katze gehört. Aber eine Behandlung ist normalerweise durchaus lohnend, insbesondere dann, wenn Ihre Katze eine Nierenentzündung hat, weil sich die Blutwerte öfters verbessern können, sobald die Infektion im Griff ist. Ich werde in der letzten Zeit zunehmend beunruhigter über die Anzahl der Tierärzte, die lediglich einen Tag intravenöser Flüssigkeitstherapie anbieten und dann den Betroffenen sagen, dass sich die Werte der Katze nach dieser kurzen Behandlungszeit nicht verbessert haben und eine Euthanasie vorschlagen. In den meisten Fällen ist dies meiner Meinung nach unangebracht. Ja, es kann nicht jede CNI-Katze gerettet werden. Aber die Euthanasie ist eine unwiderrufliche Entscheidung, über die Sie sich sehr sicher sein sollten. Für die meisten Menschen bedeutet das jedoch, dass sie ihrer Katze alle Chancen ermöglichen möchten. Für eine schwerkranke Katze sind ein oder zwei Tage am
Infusionstropf einfach nicht lange genug. Thomas war vier ganze Tage und
Nächte am Tropf. Erst am dritten Tag fing er wieder an etwas zu essen.
Sogar nachdem Thomas wieder angefangen hatte zu essen, glaubte meine
Tierärztin, dass er in Kategorie Nr. 5 fallen würde. Aber in Wirklichkeit
war er in Kategorie Nr. 2. Er hatte einen Harnstoffwert von 89 (BUN: 241)
bei Diagnosestellung und dieser Wert verbesserte sich auch tatsächlich nicht
nach vier Tagen und Nächten am Tropf. Aber es ging ihm doch sichtlich
besser nach den vier Tagen. Nach weiterer Behandlung zu Hause erholte er
sich den nächsten paar Wochen bis seine Werte auf Harnstoff 27 (BUN: 76)
und Kreatinin 316 (US: 3.57) gefallen waren, wo sie einige Monate lang
stabil blieben. Selbst wenn Ihre Katze sich in Stadium 4 befinden sollte, würde ich Ihnen empfehlen sicherzustellen, dass Ihre Katze eine angemessene Zeit am Tropf erhält und auch eine vernünftige Chance auf Stabilisierung zu Hause. Der Aufenthalt beim Tierarzt ist für die meisten Katzen sehr stressig, und häufig benötigen sie einige Tage der Konvaleszenz zu Hause, bevor sie anfangen, sich besser zu fühlen. Wenn sich die Blutwerte nach einer Zeit der Stabilität wieder verschlimmern Wenn wir einen Vergleich gebrauchen und sagen, dass eine CNI-Katze gleichsam droht, in einen Abgrund zu fallen, fällt auf, dass sich bei ziemlich vielen CNI-Katzen die Blutwerte in Phasen verschlechtern. Ganz so, als ob man dem Abgrund immer einen Schritt näher kommt. Aber die Katze kann auch nach jedem Schritt für einige Zeit stabil bleiben. Thomas, zum Beispiel, blieb in Phase 2 (siehe oben) mit einem Kreatininwert von 318 (US: 3,57) - fast doppelt so hoch, wie der Normalwert - für sechs Monate. Dann erst rückte er einen Schritt weiter, kam aber wieder einige Monate mit einem Kreatininwert von 627 (US: über 7) gut zurecht und hatte während dieser Zeit eine sehr hohe Lebensqualität. Bei anderen Katzen müssen sich nicht unbedingt solche extremen Änderungen zeigen, es können auch allmähliche Verschlechterungen auftreten, vielleicht liegt ein Jahr oder gar länger dazwischen.
Wenn Ihre Katze
bereits hohe Blutwerte hat und diese sich noch verschlechtern, dann versuchen
Sie, sich nicht zu sehr entmutigen zu lassen. Kreatinin ist keine lineare
Maßeinheit. Die Verschlechterung eines ohnehin bereits ziemlich hohen
Kreatininwertes ist deswegen nicht so schlimm wie es zuerst aussieht. Im
Kapitel Was bedeuten
all diese Testergebnisse? finden Sie nähere Erklärungen dazu. Aber auch wenn sich die Blutwerte Ihrer Katze plötzlich verschlechtert haben, geben Sie die Hoffnung noch nicht auf. Überprüfen Sie den Behandlungsplan, fügen Sie gegebenenfalls weitere Behandlungen hinzu (auch für einige Zeit eine Infusionsbehandlung, falls die Blutwerte hoch sind und Ihr Tierarzt dem zustimmt) und arbeiten Sie eng mit Ihrem Tierarzt zusammen. Es kann durchaus möglich sein, dass Ihre Katze sich trotz hoher Blutwerte wieder stabilisiert. Wenn sich der Phosphatspiegel Ihrer Katze verschlechtert, ist es ganz besonders wichtig, dass Sie ihn unter Kontrolle bekommen, denn ein hoher Phosphatspiegel kann den Verlauf der Krankheit beschleunigen, und außerdem fühlt sich Ihre Katze damit schlecht.
Wenn sich die Blutwerte plötzlich verschlechtern Bitte geraten Sie nicht in Panik, wenn sich die Blutwerte Ihrer Katze plötzlich verschlechtern. Es kann bedeuten, dass sich die CNI verschlimmert, aber es gibt noch eine Reihe anderer möglicher Ursachen. Infektionen, ganz besonders Nierenbeckenentzündungen, können eine Verschlechterung der Blutwerte verursachen, genau wie Nierensteine. Viele Katzen mit unkontrolliertem erhöhten Blutdruck können auch dadurch eine Verschlechterung der Blutwerte erleiden, die sich wieder verbessern, sobald der Hochdruck unter Kontrolle gebracht wurde. Wenn der Phosphatspiegel Ihrer Katze hoch ist, ist es ganz besonders wichtig, dass Sie ihn unter Kontrolle bekommen, denn er kann die CNI beschleunigen und ebenfalls dafür verantwortlich sein, dass viele CNI-Katzen sich schlecht fühlen.
Behandeln Sie die Katze, nicht die Blutwerte In Prolonging the life of the renal failure patient (2000), Waltham Focus 10 (3), schreibt Dr. Jonathan Elliot, dass „in einer rückblickenden Studie der Zusammenhang zwischen Plasmakreatinin und dem Überleben von Katzen, die zum Zeitpunkt der Diagnose stabil waren, sehr gering war. Nur bei fünf Prozent traf die aufgrund der ursprünglich vorhandenen Plasmakreatininkonzentration vorhergesagte Überlebenszeit zu". Die Blutwerte sind also wichtig, aber sie sind nicht alleine entscheidend. Dies führt uns zum Mantra der CRF Information Liste: „Behandle die Katze, nicht die Blutwerte!". Selbstverständlich ist es immer noch wichtig, dass Sie alles tun was Sie können, um die Blutwerte zu verbessern und alles zu behandeln, was an Problemen auftritt. Dadurch wird sich Ihre Katze nicht nur besser fühlen, es wird auch ihre Chancen auf ein längeres Leben vergrößern. Dieses Mantra will einfach nur hervorheben, dass es vielen Katzen erstaunlich gut geht trotz schlechter Blutwerte. Es gibt keine Garantien, und es ist eine Gratwanderung, aber normalerweise lohnt es sich, eine Therapie zu versuchen. Sie müssen aber natürlich auch das Temperament Ihrer Katze in die Überlegung mit einbeziehen, wie sehr Sie gegen die CNI ankämpfen wollen.
Einige Tierärzte meinen, dass Katzen, deren Werte in Kategorie 2 von Dr. Browns Einteilung fallen, hohe Blutwerte und daher eine sehr schlechte Prognose haben, aber in der CRF Information Liste werden sie tatsächlich nur als „mittlere Werte" betrachtet. Tatsächlich haben viele Katzen der Listenteilnehmer drei, vier Jahre oder sogar länger mit Werten der Kategorie 2 gelebt. Katzen mit solchen Blutwerten sollten eigentlich in die Kategorie „Niereninsuffizienz" und nicht als „Nierenversagen" eingeteilt werden.
Dr. Katherine James hat erwähnt, dass die meisten Menschen sich für die Euthanasie zu entscheiden scheinen, wenn die Kreatininwerte sich konstant zwischen 600 und 900 bewegen (US: 7.5 bis 10), und es den Katzen richtig schlecht geht. Das ist jedoch nur eine grobe Richtlinie. Katzen in Phase 3 mit sehr hohen Werten trotz intravenöser Therapie und Rehydrierung sprechen manchmal sehr gut an auf die Behandlung und genießen noch mehrere Monate eines guten Lebens, besonders dann, wenn ihre Werte sich nur langsam über eine längere Zeit entwickelt haben und ihre Körper dadurch Zeit hatten, sich an diese reduzierte Nierenfunktion zu gewöhnen. Selbst wenn eine Katze sich zum Zeitpunkt der Diagnose in einer Krise befindet, kann da immer noch Hoffnung sein: Vet Info erwähnt eine Katze mit CNI, die noch weitere acht Jahre lebte obwohl sie, als sie dorthin kam, sich in einer Krise befand (klicken Sie auf Kidney Failure: Daily Fluid Treatment).
Im Kapitel Erfolgsgeschichten werden die Geschichten einiger CNI-Katzen in verschiedenen Stadien der Krankheit erzählt, die noch ein glückliches, und in vielen Fällen auch langes Leben führen konnten. Der momentane Rekord wird von Paris gehalten, die im Alter von sechs Monaten die Diagnose CNI erhielt. Sie lebte noch weitere 16 Jahre ein glückliches Leben, bevor sie im Alter von 17 Jahren und zwei Monaten starb.
Das Endstadium der Nierenerkrankung Dieser Ausdruck bedeutet, dass die Nieren der Katze kurz vor dem Versagen sind, und es nichts mehr gibt, was noch getan werden könnte. Manche Tierärzte verstehen darunter Katzen, die nicht mehr mit der CNI zurechtkommen, auf Behandlungen nicht mehr ansprechen und vermutlich bald sterben werden. Andere Tierärzte dagegen meinen damit alle Katzen, auch solche mit Werten in den Kategorien 2 oder 3 (siehe oben). Das bedeutet jedoch nicht, dass der Tod nur noch wenige Tage entfernt ist. Versuchen Sie zu klären, was Ihr Tierarzt mit dem Ausdruck "Endstadium" meint. Falls er lediglich der Meinung ist, Ihre Katze hätte hohe Werte, ziehen Sie eine Behandlung in Erwägung – die Werte könnten sich dadurch verbessern. Wenn nicht, könnte es dennoch sein, dass Ihre Katze auch mit hohen Werten gut zurechtkommt, so wie Thomas. Sogar falls Ihr Tierarzt der Meinung ist, der Tod stünde kurz bevor, sollten Sie eine Behandlung in Betracht ziehen, um zu sehen, wie Ihre Katze darauf anspricht – Katzen sind nämlich wahre Kämpfer, und oft kommen sie doch noch durch.
Selbstverständlich werden Sie aber nicht wollen, dass Ihre Katze in einer hoffnungslosen Situation Schmerzen erleidet. Es ist nicht immer leicht zu erkennen, ob eine CNI-Katze am Ende des Weges angekommen ist. Der Abschnitt Die letzten Stunden enthält Einzelheiten über die Symptome, die Sie vermutlich zum Ende hin sehen werden. Über die schmerzvolle Entscheidung loszulassen, wird in der Abschied gesprochen.
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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 4. November 2008
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zuletzt überprüft: 15. Januar 2008
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