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Überblick


  • Es ist wichtig, eine Proteinurie (Proteinausscheidung im Urin) zu diagnostizieren, denn sie kann die CNE beschleunigen.

  • Außerdem ist sie eines der Bestimmungskriterien, in welchem Stadium sich die CNE befindet

  • Auf dieser Seite finden Sie ausführliche Informationen über eine Proteinurie, und wie Sie sie behandeln können.


Was ist Proteinurie?


 

Bei gesunden Katzen befinden sich nur winzige Proteinmengen im Urin, da ihre Nieren  verhindern, dass Protein durchsickert. Wenn dieser Mechanismis aus irgendeinem Grund nicht mehr richtig funktioniert, dadurch gelangen größere Mengen an Protein in den Urin, das nennt man „Proteinurie“.

 

Die Hauptproteine, die durchsickern, sind Albumin und Globulin, daher wird sie auch manchmal als Mikroalbuminurie bezeichnet.

 

The International Renal Interest Society (2013) schreibt, dass eine Proteinurie sowohl renal als auch post-renal stattfinden kann:

  • Renal: Die Proteinurie wird durch nicht mehr richtig arbeitende Nieren verursacht.

  • Post-renal (or non-renal): Die Proteinurie wird statt in den Nieren in einem anderen Teil des Harntrakts ausgelöst, das Protein im Urin ablagert. Häufige Ursachen bzw. Auslöser dafür sind Harnwegsinfektionen, Entzündungen oder Blutverlust.


Warum die Diagnose einer Proteinurie so wichtig ist


 

Eine Proteinurie kann den CNE-Prozess beschleunigen, daher ist ihre Diagnose so wichtig. In Chronic kidney disease (CKD) in dogs and cats - staging and management strategies (2015) In einem Vortrag auf der Virginia Veterinary Medical Association 2015 Virginia Veterinary Conference, erklärte Dr. D. Chew : "Protein im Urin ist sowohl ein Hinweis auf eine CNE als auch die Ursache für weiteres Voranschreiten.“ Er zeigt auf Seite 10 ein hilfreiches Diagramm, was bei einer Proteinurie geschieht.

 

Es ist nicht genau bekannt, warum eine Proteinurie eine Nierenerkrankung bei Katzen verschlechtert. Feline chronic kidney disease and the proteinuric conundrum (2014) Sparkes A., Präsentation auf dem Australian and New Zealand College of Veterinary Scientists Science Week 2014 schreibt: „Man glaubt – zumindest bei Menschen – dass Proteine in der tubulären Flüssigkeit (die durch ein beschädigtes Glomerulus fließt), eine Entzündungsreaktion hervorrufen und dadurch zu einer weiteren Nierenschädigung führen. Es ist möglich, dass das auch bei Katzen der Fall ist.

 

In Proteinuria - what is this and why do we worry about it? (2014) schreibt Dr. S. Caney auf Seite 34, dass die Nierenfunktionen bei Katzen auf drei verschiedene Art und Weisen geschädigt werden können:

  •  „die Fähigkeit der proximalen Tubuluszellen wird überfordert, Protein aus der glomerulären Filtrationsrate zu absorbieren“

  •  „Protein tritt in den interstitiellen Raum und löst dadurch Entzündungskaskaden aus“

  •  „Tubuli werden blockiert und dadurch zerstört“

Wie auch immer der genaue Mechanismus abläuft, auf jeden Fall ist es wichtig zu wissen, ob eine Proteinurie vorliegt und sie auch zu behandeln.

 

Die Proteinurie spielt eine wichtige Rolle in der frühzeitigen Entdeckung einer CNE und wird auch eingesetzt, um eine CNE zu diagnostizieren und das Stadium der Krankheit zu bestimmen.

 


Andere Ursachen


 

Andere Ursachen einer Proteinurie sind Diabetes und Bluthochdruck. In Management of chronic renal failure: beyond the can, einem Vortrag auf der Atlantic Coast Veterinary Conference 2001 (scrollen Sie bis Nr. 3), erwähnt Dr. M. S. Wallace, dass Bluthochdruck eine Proteinurie begünstigen kann.

 

Blut im Urin, Infektionen oder Entzündungen können jedoch falsch positive Ergebnisse verursachen, causing post-renal proteinuria.

 


Symptome


 

Ein häufig auftretendes Symptom einer Proteinurie ist schaumiger Urin. Sie kann auch zu Gewichtsverlust führen oder durch Wassereinlagerungen zum Anschwellen von Beinen, Abdomen oder Gesicht.

 

The National Kidney and Urologic Diseases Information Clearing House ist eine Seite aus der Humanmedizin mit Informationen zu den Symptomen einer Proteinurie.

 

Onmeda bietet Informationen dazu auf Deutsch an.

 


Diagnose


 

Proteinurie wird durch eine Urinprobe festgestellt. Im Kapitel Diagnose finden Sie weitere Informationen, wie Sie an eine Urinprobe kommen können.

 

The International Renal Interest Society (2013) sagt, dass die häufigste Testmethode zur Feststellung einer Proteinurie mittels eines Urin-Teststreifens ist. Aber diese Methode ist nicht immer sehr genau und kann zu falsch positiven oder falsch negativen Ergebnissen führen. Urine protein-to-creatinine concentration ratio in samples collected by means of cystocentesis versus manual compression in cats (2015) Vilhena H. C., Santos R. R., Sargo T. J., Lima T. B., Dias S. S., Pastorinho M. R., Queiroga FL & Silvestre-Ferreira AC Journal of the American Veterinary Medicine Association 246(8) pp862-867 erläutern, inwiefern die Urinsammelmethode die Genauigkeit der Ergebnisse beeinflusst. Außerdem bestätigen sie, dass die Urin-Teststreifenmethode nicht besonders genau ist. Aber sie weisen ebenfalls darauf hin, dass bei einer Zystozentese (Blasenpunktion) Blut im Urin sein kann, das in einigen Fällen das Ergebnis negativ beeinflusst.

 

Auch Infektionen oder Entzündungen können zu einem falsch positiven Ergebnis führen. 

 

Es wird empfohlen, drei verschiedene Urinproben über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen zu sammeln, bevor man zu einem Ergebnis kommt.

 

Der Grad der Proteinurie wird in der Regel durch die Anzahl der Plus-Zeichen (+) auf dem Testergebnis angegeben. Je mehr Pluszeichen, umso größer ist das Problem. Ein Proteinwert mit drei Pluszeichen +++ ist also höher als Protein +.

 

Cornell University College of Veterinary Medicine erklärt mehr über die Diagnostik einer Proteinurie.

 

Proteinurie Stadien und Prognose: Urinprotein/Kreatinin-Quotient (UPC-Quotient)


The International Renal Interest Society (2015) weist auf die Bedeutung einer Proteinurie als Risikofaktor hin und als Parameter, wie weit die CNE einer Katze bereits fortgeschritten ist. Dazu misst man das UPC-Quotient oder -Verhältnis. Die Menge an Protein (im Urin) wird ins Verhältnis zum Kreatininspiegel (im Blut) der Katze gesetzt. IDEXX Laboratories bieten dazu in einer ganzen Reihe verschiedener Länder einen Test an, der den Protein: Kreatinin/Quotienten errechnet. Es ist ein Teil ihres Katalyst 1 Tests.

 

IDEXX bietet dazu ausführliche Informationen auf Deutsch an.

 

IRIS stuft den UPC -Quotienten wie folgt ein:

 

Urinprotein:Kreatinin-Quotient

Proteinuriestatus

Unter 0.2

Keine Proteinurie (NP)

Zwischen 0.2 und 0.4

Grenzwertige Proteinurie (BP)*

Über 0.4

Proteinurie (P)

*Überprüfung innerhalb zweier Monate

 

Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Stärke der Proteinurie und der Prognose. In der Studie Survival of cats with naturally occurring chronic renal failure is related to severity of proteinuria Syme H. M., Markwell P. J., Pfeiffer D. & Elliott J. Journal of Veterinary Internal Medicine 20 pp528–535 wurde herausgefunden, dass Katzen mit einem Protein:Kreatinin-Quotienten unter 0,5 fast dreimal so lange lebten wie Katzen mit einem Protein:Kreatinin-Quotienten von über 0,5.

 

Geraten Sie aber nicht gleich in Panik, wenn der Wert Ihrer Katze über 0,4 liegt, da der U-P/C -Quotient nicht immer genau ist - zum Beispiel können Blut im Urin, Infektionen oder Entzündungen falsch positive Ergebnisse verursachen. Auch Bluthochdruck kann eine Proteinurie verschlimmern. Wenn Sie den Blutdruck unter Kontrolle bekommen, kann auch das zu einer Verbesserung der U-P/C-Ratio führen. Bei Katzen mit einer Glomerulonephritis ist der U-P/C-Quotient ebenfalls häufig erhöht.

 

Aber selbst wenn die U-P/C-Ratio Ihrer Katze wirklich hoch ist, könnte sie sich vielleicht durch die Behandlung wieder verbessern.

 

Cornell University College of Veterinary Medicine bietet Informationen über den U-P/C-Quotienten an.

 


Behandlungsmaßnahmen


 

Laboratory evaluation in dogs and cats with chronic kidney disease (2015) Grauer GF Clinician's Brief May 2015 pp65-69 sagt, dass es „immer mehr Beweise dafür gibt, dass Behandlungen zur Reduzierung einer Proteinurie das natürliche Voranschreiten einer CNE verlangsamen können“.  Er erklärt weiter: „Engere Kontrollen von Hyperphosphatämie, renaler Proteinurie und systolischer Hypertension können das Ergebnis einer Behandlung verbessern.“

 

Ernährung


Eine Ernährung mit wenig, aber dafür qualitativ hochwertigem Protein kann hilfreich sein. Nutritional management of feline chronic kidney disease (2008) Elliott J. & Elliott D., Veterinary Focus 18(2) pp39-44 schreiben, dass „eine Proteinreduzierung kann möglicherweise eine Proteinurie, die durch eine maladaptive Reaktion auf die CNE aufgrund einer glomerulären Hyperfiltration entstanden ist und zu einer fortschreitenden Nierenverletzung führt, reduzieren. Das ist der Grund für die Reduzierung der Proteinaufnahme in den CNE-Stadien 2 und 3.“ Die Autoren räumen jedoch ein, dass „die Wirksamkeit der reduzierten Proteinaufnahme als Behandlungsmethode einer Proteinurie bei Katzen und Hunden höchst umstritten ist“ und fügen noch hinzu, dass das auch zu einer Mangelernährung führen kann.

 

Omega 3 essentiellen Fettsäuren sind für Menschen mit einer Proteinurie hilfreich. Es ist aber nicht bekannt, ob diese Wirkung auch bei Katzen eintritt. Proteinuria in dogs and cats (2012) Harley L. & Langston C., Canadian Veterinary Journal 53(6) pp631–638 schreiben: „Es stellte sich heraus, dass Hochdosistherpaie mit ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (sogenannte „n3 PUFAs“) in Form von Eicosapentaensäure (EPS) und Docosahexaensäure (DHS) bei Menschen mit glomerulären Erkrankungen die Proteinurie verringern. Möglicherweise ist auch die Nieren-Eicosanoid-Produktion betroffen und damit eine Reduzierung von Entzündungen und der Vasokonstriktion. Bei Hunden sind die n3 PUFAs renoprotektiv. Hunde, die n3 PUFAs bekommen, haben eine niedrigere Sterberate, erhöhte Nierenfunktionen, reduzierte Proteinurie und niedrigere Cholesterinwerte. Die genaue Dosierung bei Hunden und Katzen von n3 PUFAs ist nicht bekannt und wird aus menschlichen Daten hochgerechnet. Verschreibungspflichtige Nierendiäten werden jedoch oft mit n3 PUFAs ergänzt. "

 

Es gibt jedoch bis heute noch keinen endgültigen Beweis, dass diese Ernährungsmethoden die Proteinurie senken. Da sie aber bei einer CNE-Katze auch aus anderen Gründen wichtig sind, würde ich mit dem TA darüber sprechen, sie einzusetzen.

Stammzellentransplantation


Studien weisen darauf hin, dass eine Stammzellentransplantation eine Proteinurie bei Ratten mit herbeigeführten Nierenverletzungen verbessert. Es gibt jedoch noch keine Beweise dafür, dass das auch bei Katzen so ist.

 

Medikamente


Die Hauptmedikamente sind:

  • ACE-Hemmer, wie z.B. Benazepril (Fortekor oder Lotensin), Ramipril (Vasotop) oder Enalapril (Enacard).

  • Angiotensin-II-Rezeptorenblocker (ARBs) , wie z.B. Telmisartan (Semintra).

  • Aspirin wird hin und wieder empfohlen, aber es ist normalerweise nicht die beste Wahl für Katzen da es für sie toxisch sein kann.


ACE-Hemmer (ACEI) und Angiotensin-II-Rezeptorenblocker (ARBs)



ACE-Hemmer


Was sind ACE-Hemmer?


ACE (Angiotensin-Converter-Enzym)-Hemmer sind Herzmedikamente. Ihre Aufgabe ist es zu verhindern, dass sich das Hormon Angiotensin in ein anderes Hormon, genannt Angiotensin II, verwandelt. Letzteres bewirkt, dass sich die Adern verengen. Der ACE-Hemmer sorgt also dafür, dass sich die Adern wieder weit stellen, dadurch fällt der Blutdruck und auch die Arbeitslast des Herzens, denn die Aufgabe, das Blut durch den Körper zu pumpen, wird erleichtert.

 

Aus diesem Grund werden ACE-Hemmer manchmal auch zur Hypertensionkontrolle (Bluthochdruckkontrolle) eingesetzt. Über die Aufgabe dazu finden Sie mehr auf der Seite Bluthochdruck. Der Hauptgrund für ihren Einsatz bei CNE-Katzen ist jedoch, dass sie die Proteinurie senken.

 

Benazepril (Fortekor, Benazecare, Lotensin)


Ein ACE-Hemmer, Benazepril, ist zugelassen zur Behandlung von CNE-Katzen in Europa, Australien, Neuseeland, Asien und Kanada. Wenn Sie in einem dieser Kontinente/Länder leben, besteht daher eine große Wahrscheinlichkeit, dass Ihr TA Ihnen dieses Medikament in irgendeinem Stadium der Krankheit anbieten wird. In GB sind Nierendiät und Benazepril häufig sogar die einzigen angebotenen Behandlungsmethoden (wären sie jedoch tatsächlich alles, was man tun kann oder ausreichend für die Behandlung von CNE-Katzen, wäre diese Website erheblich kürzer als sie ist!).

 

Benazepril ist unter den Handelsnamen Fortekor oder Benazecare in Europa und Kanada erhältlich, der Handelsname in den USA lautet Lotensin

 

In der Praxis bekommen die meisten Menschen einen ACE-Hemmer namens Benazepril (in Deutschland manchmal auch Ramipril, Handelsname Vasotop) angeboten. Viele Informationen, die Sie weiter unten lesen können, beruhen auf Studien zu Benazepril, da sich fast alle Studien auf diesen ACE-Hemmer beziehen.

 

Das Tierarzneimittelkompendium der Universität Zürich stellt Informationen zu Benazepril und Ramipril auf Deutsch zur Verfügung.

Pet Place bietet Informationen zu Benazepril an.

 

Enalapril (Enacard)


Ein weiteres Mitglied der ACE-Hemmer-Familie ist Enalapril (Enacard). Nachdem Enalapril größtenteils über die Nieren abgebaut wird, ist es normalerweise nicht die beste Wahl für die Behandlung von CNE-Katzen. Katzen scheiden Benazepril überwiegend über die Leber (85 Prozent) aus, das belastet die Nieren weniger.

 

Das Tierarzneimittelkompendium der Universität Zürich stellt Informationen dazu auf Deutsch zur Verfügung.

Mar Vista Vet hat mehr Informationen über Enalapril.

 

Einsatz von ACE-Hemmern zur Kontrolle einer Proteinurie


ACE-Hemmer verbessern eine Proteinurie, indem sie die negativen Auswirkungen von Angiotensin II (siehe oben) unterbinden. Dadurch vermindert sich die Blutmenge, die die Nieren verarbeiten müssen, wodurch wiederum die glomeruläre Filtrationsrate sinkt, das ist eine Maßeinheit zur Überprüfung der Nierenfunktion. Chronic kidney disease (CKD) in dogs and cats - staging and management strategies (2015) Chew D., ist ein Vortrag auf der Virginia Veterinary Medical Association 2015 Virginia Veterinary Conference. Dort finden Sie auf den Seiten 10 und 11 weitere Einzelheiten (allerdings sehr fachsprachlich).

 

Proteinuria in cats with chronic kidney disease (2008)  ist ein Videovortrag von Dr. C. L. Langston vom Animal Medical Center in NYC. Dr. Langston beginnt mit der Benazeprilbehandlung, sobald der U/P-C über 0,4 ansteigt.

 

Evaluation of the clinical efficacy of benazepril in the treatment of chronic renal insufficiency in cats (2006) Mizutani H., Koyama H., Watanabe T., Kitagawa H., Nakano M., Kajiwara K .& King J. N., Journal of Veterinary Internal Medicine 20(5) pp1074-9 testete Benazepril bei 61 Katzen mit natürlich aufgetretener CNE in einer randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblindstudie. Die Studie fand heraus, dass die UP/C -Quotienten am 120. und 180. Tag bei den mit Benazepril behandelten Katzen signifikant (P < ,05) niedriger lagen im Vergleich zu den Plazebobehandelten. „Die Anzahl der Katzen, die in der IRIS Klassifizierung Stufe 2 oder Stufe 3 blieben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt und sie in Stufe 4 eingeordnet werden mussten, war bei den mit Benazepril behandelten Katzen höher (93 + / - 5%) als im Vergleich zu den mit einem Plazebo behandelten Katzen (73 + / - 13%)."

 

Auch wenn ACE-Hemmer die Proteinurie bei Katzen reduzieren, so ist es doch nicht eindeutig, ob wir hier tatsächlich auch über eine längere Lebenserwartung sprechen. Tolerability and efficacy of benazepril in cats with chronic renal disease (2006) King J.N., Gunn-Moore D.A., Tasker S., Gleadhill A. & Strehlau G., Journal of Veterinary Internal Medicine 20(5) pp1054-1064 berichten, dass in dieser Studie Benazepril die Proteinurie von Katzen verbesserte. Katzen mit einer schwereren Proteinurie (ab einem U-P/C -Quotienten größer als 1,0), die Benazepril bekamen, zeigten größeren Appetit und nahmen an Gewicht zu. Ihre durchschnittliche Überlebenszeit betrug 402 Tage gegenüber 126 Tagen der Katzen, die lediglich eine Nierendiät bekamen. Die Studie betont jedoch, dass „es keinen Unterschied bei der renalen Überlebenszeit zwischen den beiden Gruppen gab, wenn man alle 192 Katzen miteinander vergleicht“.

 

Therapeutic implications of recent findings in feline renal insufficiency (2009) Scherk M., Vortrag auf dem International Congress der Italian Association of Companion Animal Veterinarians sagt „Benazepril wurde in einer großen, institutionsübergreifenden Studie bezüglich seiner Auswirkungen auf eine CNE bei Katzen getestet. Die Ergebnisse dieser und anderer kleinerer Studien zeigen, dass der Einsatz von Benazepril oder der eines Plazebos keinen signifikanten Unterschied auf die Überlebensrate bei allen CNE-Katzen ausmachte. Katzen mit Proteinverlust über den Urin (Urin-Protein/Kreatinin, U-P/C), die mit Benazepril behandelt wurden, überlebten jedoch länger und hatten größeren Appetit als die mit einem Plazebo behandelten Katzen mit Proteinurie."

 

Benazepril (Fortekor) Dosierung


Benazepril gibt es in Tablettenform, entweder in den Stärken 2,5 mg oder 5 mg.

 

Wenn sie zur Behandlung einer Proteinurie verabreicht werden, ist die übliche Dosierung 0,5 bis 1,0 mg pro kg/Körpergewicht täglich. Eine 4,5 kg schwere Katze würde danach 2,25 mg täglich bekommen.

 

Gewicht der Katze

Anzahl der 2.5mg Tabletten

2.5 - 5.0 kg

1

  5.0 - 10.0 kg

 2

 

In Anbetracht der unten aufgeführten Warnungen könnte es sicherer sein, zuerst mit der halben Dosis anzufangen und sie dann langsam zu steigern.

 

ACE-Hemmer Warnungen, Wechsel- und Nebenwirkungen


Fortekor wurde nicht an Katzen mit einem Gewicht unter 2,5 kg getestet. Seien Sie also besonders vorsichtig, wenn Sie eine kleine Katze haben.

 

Anstieg des Kreatininspiegels


Bei einigen Katzen steigt der Kreatininwert kurz nach dem Behandlungsbeginn mit Benazepril an. Aus diesem Grund empfiehlt der Hersteller von Fortekor, dass die Nierenwerte fünf bis zehn Tage nach Therapiebeginn mit Fortekor überprüft werden sollten, auch wenn das offenbar nur wenige TÄ routinemäßig so durchführen.  Bei den meisten Katzen ist der Anstieg auch nur vorübergehend, aber überprüfen Sie das bei Ihrer Katze, um sicherzugehen. Falls Ihr TA nicht glaubt, dass das nötig ist, dann zeigen Sie ihr oder ihm die folgenden Links:

 

Blood pressure in small animals Part 2: hypertension target organ damage heart and kidney (2009) Carr A. P. & Egner B. E., European Journal of Companion Animal Practice 19(1) pp1-5 stellen fest: „Werden ACE-Hemmer eingesetzt, ist es wichtig, darauf zu achten, ob als Folge der eintretenden Gefäßerweiterung eine Azotämie als Nebenwirkung auftritt.“

In Chronic kidney disease (CKD) in dogs and cats - staging and management strategies (2015) einem Vortrag auf Virginia Veterinary Medical Association 2015 Virginia Veterinary Conference, sagt Dr. D. Chew: "Die allgemeinen Richtlinien für den Einsatz von ACE-Hemmern bei CNE empfehlen eine Woche nach Beginn mit den ACE-Hemmern die erneute Überprüfung der Nierenfunktion, um sicherzustellen, dass die GFR nicht zu stark abgesenkt wurde. Häufig ist zu diesem Zeitpunkt ein kleiner Anstieg des Serumkreatinins feststellbar (20 bis 30 Prozent im Vergleich zur vorherigen Messung). Sollte Kreatinin jedoch zu stark angestiegen sein, dann reduzieren Sie die Dosierung des ACE-Hemmers. Einige Hunde und Katzen vertragen ACE-Hemmer generell schlecht, ihre Nierenfunktion verschlechtert sich zu Behandlungsbeginn so stark, dass mit dieser Behandlung sofort aufgehört werden muss. Außerdem empfehlen wir, den U-P/C-Quotienten nach einem und nach drei Monaten ab Behandlungsbeginn erneut zu überprüfen. Das Ziel ist eine Verminderung des U-P/C-Quotienten um 50 Prozent gegenüber der vorherigen Erhöhung.“

 

Therapeutic implications of recent findings in feline renal insufficiency (2009) Scherk M., Vortrag auf dem International Congress of the Italian Association of Companion Animal Veterinarians. Dort steht: „Katzen mit einem erhöhten U-P/C-Quotienten (> 0,4), bei denen mit dieser Behandlung begonnen wird, sollten innerhalb von drei bis sieben Tagen erneut überprüft werden. Nierenwerte, Hydratation, Körpergewicht, Appetit und generelles Befinden sollten überprüft werden. Danach sollte – wenn der Patient stabil ist - eine erneute Untersuchung alle zwei bis vier Monate stattfinden. Hat sich der U-P/C-Quotient nicht verringert, dann sollte das Medikament abgesetzt werden.“

 

ACE-Hemmer und ausgetrocknete Katzen


Es ist sehr wichtig, ACE-Hemmer nicht bei ausgetrockneten Katzen zu verabreichen, denn das kann dazu führen, dass sie in den Abgrund stürzen. ACVIM Consensus Statement: guidelines for the identification, evaluation, and management of systemic hypertension in dogs and cats (2007) Brown S., Atkins C., Bagley R., Carr A., Cowgill L., Davidson M., Egner B., Elliott J., Henik R., Labato M., Littman M., Polzin D., Ross L., Snyder P., and Stepien R., Journal of Veterinary Internal Medicine 21 pp542–558 schreiben: „ACE-Hemmer sollten nicht bei dehydrierten Patienten eingesetzt werden, bei denen dadurch die GFR plötzlich abfallen könnte. Diese Patienten müssen sorgfältig rehydriert und dann erneut untersucht werden, bevor mit einer blutdrucksenkenden Therapie begonnen wird.“

 

The International Renal Interest Society (2015) warnt „Achten Sie ganz besonders darauf, eine CCB/ACE-Behandlung nicht bei instabilen ausgetrockneten Katzen zu beginnen, denn die glomeruläre Filtrationsrate (eine Maßeinheit der Nierenfunktion) kann sprunghaft abstürzen, wenn diese Medikamente gegeben werden, bevor der Patient wieder ausreichend rehydriert ist.“

 

Proteinuria (2013) Vortrag auf dem 38. World Small Animal Veterinary Association World Congress. Dr. H. Syme sagt: „Die Behandlung von Katzen mit ACE-Hemmern, die an einer schweren oder prärenalen Azotämie leiden, könnte deren Tod sogar beschleunigen.“

 

Trotzdem höre ich immer wieder von britischen Katzen mit sehr hohen Nierenwerten, die nach nur einer einzigen intravenösen Infusionssitzung nach Hause geschickt werden, ohne die Möglichkeit, dort weiterhin subkutane Infusionen zu bekommen. Trifft das auf Sie zu, dann seien Sie bitte sehr vorsichtig, denn Ihre Katze wird ohne subkutane Infusionen vermutlich austrocknen.

 

Auswirkungen auf den Kaliumspiegel und eine Anämie


Eine Behandlung mit ACE-Hemmern kann auch zu einem Anstieg des Kaliumwertes führen. Insbesondere für Katzen mit bereits erhöhten Kaliumblutwerten kann das gefährlich werden. Drugs berichtet darüber. Tolerability and efficacy of benazepril in cats with chronic renal disease (2006) King J.N., Gunn-Moore D.A., Tasker S., Gleadhill A. & Strehlau G. Journal of Veterinary Internal Medicine 20(5) pp1054-1064  fanden heraus, dass „Benazepril keine maßgeblichen Auswirkungen auf den Kaliumblutspiegel hat und insbesondere nicht zu einer Hyperkaliämie führt“.

 

Es gibt einige Diskussionen darüber, ob ACE-Hemmer eine Anämie verschlimmern und/oder eine Resistenz gegen humanes Erythropoetin ESS (Aranesp, Epogen, Procrit oder Eprex) hervorrufen können. The role of ACE inhibitors and angiotensin II receptor blockers in the response to epoetin (1999) MacDougall I.C. Nephrology Dialysis Transplantion 14 (8) pp1836-1841 berichtet über Hinweise bei Menschen, die sowohl für als auch gegen diese Befürchtungen sprechen.

 

Wechsel- und Nebenwirkungen


Fortekor gleichzeitig mit Diuretika wie z. B. Furosemid anzuwenden, auch wenn es manchmal bei Katzen mit einer Herzerkrankung notwendig ist, kann gefährlich sein. Mar Vista Vet bietet mehr Informationen darüber. Auch die Züricher Datenbank weist auf diese Gefahren hin.

 

Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs), einschließlich Meloxicam (Metacam), können die Wirkung von Benazepril erhöhen und den Blutdruck zu stark absenken, deshalb verabreichen Sie ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Tierarzt nicht beide Medikamente zusammen.

 

ACE-Hemmer sollten mit einem zweistündigen Abstand zu Phosphatbindern verabreicht werden, denn die Binder können die Aufnahme der ACE-Hemmer beeinträchtigen. Drugs bietet mehr Information darüber an. Onmeda weist auf Deutsch auf diese Wechselwirkung hin.

 

ACE-Hemmer können Lethargie auslösen, insbesondere am Anfang. Das ist möglicherweise ein Hinweis auf einen zu starken Blutdruckabfall, was wiederum wie oben beschrieben zu einem Anstieg der Kreatininwerte führen kann. Möglicherweise tritt auch Husten auf. Einige Katzen müssen Erbrechen und/oder haben weniger Appetit. Auch Durchfall kann auftreten.

 

Die Züricher Datenbank gibt Informationen zu Benazepril einschließlich der möglichen Nebenwirkungen auf Deutsch.

Pet Place gibt Informationen zu Benazepril einschließlich der möglichen Nebenwirkungen auf Englisch.

 

Sollte man ACE-Hemmer einsetzen?


Die potentiellen Nachteile von ACE-Hemmern (eine verringerte GFR und erhöhte Kreatininwerte) werden bei Menschen normalerweise in Anbetracht der Vorteile (reduzierter intraglomerulärer Druck) als akzeptabel angesehen. Dieser Kompromiss wird auch bei Katzen in Europa, Australien und Kanada akzeptiert, wo insbesondere Benazepril CNE-Katzen routinemäßig verschrieben wird. In den USA hingegen werden sie nicht routinemäßig verschrieben, sondern nur dann, wenn bei einer Katze eine signifikante Proteinurie vorliegt oder Amlodipin alleine nicht zur Blutdruckkontrolle ausreicht.

 

Auch wenn Studien zeigen, dass ACE-Hemmer eine Proteinurie reduzieren können, so weisen sie nicht darauf hin, dass sie auch die Überlebenszeit erhöhen. Feline chronic kidney disease and the proteinuric conundrum (2014) Sparkes A., sagt auf einem Vortrag am Australian and New Zealand College of Veterinary Scientists Science Week 2014: "Die Behandlung mit ACE-Hemmern hat bisher noch keinen Nachweis einer längeren Überlebensrate erbracht.“

 

Prolonging life and kidney function (2009) Chew D.J. & DiBartola S.P., Proceedings of the Southern European Veterinary Conference & Congreso Nacional halten fest: „Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer (wie z. B. Enalapril, Benazepril) können bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen durch ihre Fähigkeit, die negativen Auswirkungen von Angiotensin II zu blockieren, eine Schutzwirkung entfalten. ACE-Hemmer reduzieren den hydraulischen Druck in den glomerulären Kapillaren, indem sie den postglomerulären Widerstand in den Arteriolen absenken. Als Folge der verringerten hydraulischen Kräfte verringert sich die Proteinurie, und durch die niedrigere Proteinmenge, die durch die Glomeruli geschleust wird, reduziert sich die Entstehung einer Glomerulosklerose. Bei Tieren mit CNE sind die verbleibenden Nephrone einem glomerulären Hochdruck ausgesetzt, daher profitieren sie von einer Reduzierung der transglomerulären Kräfte. Ein zusätzlicher Vorteil der ACE-Hemmer ist die verbesserte Kontrolle des systemischen Blutdrucks. Diese positive Wirkung muss jedoch gegen die Tatsache abgewogen werden, dass sich möglicherweise die Azotämie verschlechtern kann, denn der glomeruläre Druck ist die treibende Kraft einer GFR in den sogenannten „Super-Nephronen“. 

 

Chronic kidney disease in dogs and cats II: Principles of management (2010) Maddison J. & Syme H., Irish Veterinary Journal 63(2) pp106-9 schreiben: „Es deutet hin, dass der Einsatz von ACE-Hemmern (wie Benazepril) das Voranschreiten von Nierenversagen sowohl bei Menschen als auch bei Tieren mit einer signifikanten Proteinurie verlangsamt. Der Nachweis jedoch, dass sie auch Patienten mit einer leichten Proteinurie helfen (das betrifft die Mehrzahl der Katzen), wurde bisher noch nicht eindeutig erbracht. Es gibt jedoch Gründe für den Einsatz von ACE-Hemmern bei Katzen und Hunden mit Nierenversagen, denn sie können vielleicht davon etwas profitieren, vorausgesetzt, die Patienten nehmen die Tabletten problemlos, und die Besitzer können sich die Behandlung leisten. Ernährungsveränderungen (Reduzierung der Phosphatmenge) haben jedoch einen signifikant höheren potenziellen positiven Einfluss auf die Verlangsamung eines Nierenversagens ohne Proteinurie, sodass ACE-Hemmer als Ersatz dafür nicht in Frage kommen. Die Behandlung schwer azotämischer Katzen und Hunde, oder solchen mit einer prä-renalen Azotämie mit ACE-Hemmern, kann sogar deren Tod beschleunigen.“

 

The effects of Rheum officinale on the progression of feline chronic kidney disease (2011) Hanzlicek A. S., Thesis submitted to Kansas State University College of Veterinary Medicine sagt: „Basierend auf leicht zu messenden klinischen Parametern konnte in dieser Studie kein Unterschied bei Katzen festgestellt werden, die ein chinesisches Rhabarber-Nahrungsergänzungsmittel, Benazepril oder beides bekamen.“

 

Einige Mitglieder von Tanya's CRF Support Group fanden Benazepril hilfreich, andere wiederum stellten fest, dass es sich für ihre Katzen nicht eignete, und manchmal verursachte es auch Probleme. Wenn ich eine Katze mit einer Proteinurie hätte, würde ich ihr Benazepril geben. Auch wenn meine Katze an Bluthochdruck leiden würde, der von Amlodipin alleine nicht unter Kontrolle gebracht werden kann. Aber ich würde es keiner Katze ohne diese Probleme verabreichen, insbesondere keiner mit einem Kreatininwert über 3,5 mg/dl oder 310 µmol/L. Diese Zahl ist von mir willkürlich gewählt und spiegelt nur meine eigenen Gefühle wider, was ich als sinnvolle Grenze erachten würde.

 

Falls Ihr Tierarzt Ihnen Fortekor anbietet, besprechen Sie bitte alle diese Fragen mit ihm/ihr, und entscheiden Sie gemeinsam, ob Ihre Katze mit ihren individuellen Symptomen und Blutwerten davon profitiert und sich die Lebensqualität verbessert.  Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann informieren Sie sich bitte in Wirkungen und Wechselwirkungen, lesen Sie bitte insbesondere den Teil über die ausgetrockneten Katzen. Wie auch immer die Blutwerte Ihrer Katze sind: Sie sollten die Werte fünf bis zehn Tage nach Behandlungsbeginn mit Benazepril überprüfen und den Blutdruck messen lassen.

 

Wenn Sie Benazepril bereits geben, aber irgendwelche Gründe zur Besorgnis auftauchen, dann sprechen Sie darüber bitte mit Ihrem TA, setzen Sie die Medikamente jedoch nicht plötzlich ab. Herzmedikamente müssen langsam ausgeschlichen werden.


Angiotensin-II-Rezeptorenblocker (ARBs)


 

Was sind Angiotensin-II-Rezeptoren-Blocker (ARB)?


Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (ARB) sind Herzmedikamente, die etwas anders wirken als ACE-Hemmer. Angiotensin II ist ein Hormon, dessen Aufgabe die Verengung der Adern ist. Diese Art von Medikamenten blockiert die Rezeptoren (Andockstellen), an die sich Angiotensin II heftet. Dadurch entspannen sich die Adern und stellen sich weit. Als Folge sinkt der Blutdruck, und die Arbeitslast verringert sich, die das Herz aufwenden muss, um Blut durch den Körper zu pumpen. Diese Medikamente werden manchmal auch Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten genannt.

 

In der Humanmedizin werden sie häufig eingesetzt, wenn aus irgendeinem Grund keine ACE-Hemmer verabreicht werden können.

 

Telmisartan (Semintra)


Telmisartan ist ein ARB. Die Handelsnamen sind Micardis in den USA, Semintra in Europa. Zuerst hörte ich von dem Einsatz von Telmisartan bei Katzen, als eine amerikanische Veterinäruniversität Versuche mit Telmisartan zur Kontrolle des Blutdrucks durchführte.

 

Telmisartan wurde in Europa im September 2013 und in Kanada im Juni 2014 unter dem Namen Semintra als Behandlung zur Proteinurie bei Katzen zugelassen. In den USA wurde 2014 ein Patent angemeldet. Mittlerweile ist in den USA auch eine generische Variante von Telmisartan erhältlich.

 

Boehringer Ingelheim bietet eine Information über die Wirkungsweise von Semintra an.

DasTierarzneimittel-Kompendium der Schweiz stellt in seiner Datenbank ausführliche Informationen zur Verfügung.

Drugs bietet einige Informationen über den Einsatz dieses Medikaments bei Menschen, ebenfalls Patient UK.

 

Angiotensin-II-Rezeptorenblocker zur Kontrolle einer Proteinurie


Im Dezember 2012 erhielt Boehringer Ingelheim die Zulassung, Telmisartan unter dem Arzneimittelnamen „Semintra“ in Europa zur „Reduzierung der durch CNE verursachten Proteinurie bei Katzen“ einzusetzen. The European Medicines Agency bietet Informationen über die Zulassung von Semintra an und erwähnt, dass in einem Feldversuch an 224 Katzen über einen Zeitraumvon sechs Monaten, Comparison of efficacy of long-term treatment with telmisartan and benazepril in cats with chronic kidney disease (2015) Sent U., Gössl R., Elliott J., Syme H. M., Zimmering T., Journal of Veterinary Internal Medicine 29(6) pp1479-87, Semintra sich als ebenso effektiv wie Benazepril bei der Reduzierung einer Proteinurie erwies und in der Zukunft sich sogar als effektiver zur Kontrolle einer Proteinurie herausstellen könnte.

 

Telmisartan (Semintra) Dosierung


Laut Anweisung der European Medicines Agency EPAR Summary for the Public, ist die normale Dosis zur Behandlung einer Proteinurie 1 mg pro kg Körpergewicht täglich.

 

Semintra ist flüssig und in einer 30 ml Flasche in einer Stärke von 4 mg/ml im Handel erhältlich. Das heißt, jeder ml enthält 4 mg Telmisartan. Die Dosierung beträgt 0,25 ml pro kg Körpergewicht täglich, beispielsweise würde eine 4,5 kg schwere Katze also 1,125 ml täglich bekommen. Das bedeutet, eine Flasche reicht fast vier Wochen.

 

In Anbetracht der unten aufgeführten Warnhinweise ist es jedoch sicherer, erst einmal mit der halben Dosierung zu beginnen und langsam zu steigern.

 

Telmisartan kann sowohl oral als auch unters Futter gemischt gegeben werden. Die Wirkung tritt innerhalb von sieben Tagen ein.

 

Die Europäische Union – Leitliniendokumente Gesundheit bietet Informationen über Semintra auf Deutsch an.

 

Das UK National Office for Animal Health bietet einige Informationen über Semintra an.

 

Angiotensin-II-Rezeptorenblocker: Warnungen, Wechsel- und Nebenwirkungen


Die Empfehlungen für ARB ähneln denen von ACE-Hemmern:

 

Erhöhter Kreatininspiegel


Bisher gibt es noch wenig Informationen über die Auswirkungen von Telmisartan bei Katzen. RX List schreibt: „Bei  0,4 Prozent der (menschlichen) Patienten, die Telmisartan erhielten,  konnte ein Anstieg von 0,5 mg/dL oder höher des Kreatininwertes beobachtet werden im Gegensatz zu 0,3 Prozent der mit einem Plazebo behandelten Patienten.“ Das kann durchaus auch bei Katzen passieren, daher sollten Sie genau wie bei Benazepril Vorsicht walten lassen.

 

Auswirkungen auf den Kaliumspiegel und eine Anämie


Drugs schreibt: "Unter den hämatologischen Nebenwirkungen ist auch eine Anämie.“

 

CVMP assessment report for Semintra (EMEA/V/C/002436) (2012). Hier wird über die Zulassung von Telmisartan bei Katzen mit einer Proteinurie berichtet und festgestellt: „Andere Nebenwirkungen waren: Reversibler Anstieg des Kaliumspiegels; reversibler Abfall der roten Blutkörperchen; leicht erhöhte Werte von AST, ALT und Bilirubin.“ Diese Erhöhungen wurden bei Hunden und Ratten festgestellt, aber in dem Bericht steht auch: „Aufgrund der möglichen Veränderungen der roten Blutwerte, empfiehlt die SPC eine Überwachung dieser Blutwerte während der Therapie.“

 

Wechsel- und Nebenwirkungen


The European Medicines Agency EPAR Summary for the Public schreibt, dass manchmal sowohl Erbrechen als auch Durchfall auftreten können.

 

RX List schreibt über die Wechselwirkung mit Meloxicam (Metacam), einem nicht-steroidalen Entzündungshemmer (NSAID) und Telmisartan: „Jeder der Wirkstoffe erhöht die Toxizität des anderen...Die Folge kann eine Verschlechterung der Nierenfunktionen sein, insbesondere bei älteren oder ausgetrockneten Individuen.“ Verabreichen Sie also nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem TA beide Medikamente zusammen.

 

Sollten Angiotensin-II-Rezeptoren-Blocker eingesetzt werden


Telmisartan ist jetzt seit über drei Jahren unter dem Namen Semintra in Europa erhältlich. Vergleichbar wie bei Benazepril (Fortekor) denken einige Mitglieder von Tanya's CKD Support Group, dass es nützlich ist, während andere das Gefühl haben, es bringt keinerlei Vorteile.

 

Ebenso wie bei Benazepril wäre ich bereit, Telmisartan einer meiner Katzen zu geben, wenn sie eine Proteinurie hätte. Aber solange nicht weitere Forschungen durchgeführt werden, würde ich sonst keinen Gedanken daran verschwenden.

 


ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker


 

Manchmal werde ich gefragt, was besser ist, Benazepril oder Telmisartan. Zum Einsatz von Benazepril bei Katzen gibt es erheblich umfangreichere Studien als zu Telmisartan. Laut CVMP assessment report for Semintra (EMEA/V/C/002436) (2012), lag sogar in der Studie, auf der die Zulassung von Semintra basiert, der Hauptaugenmerk nicht auf der Wirksamkeit des Medikaments generell, sondern der Schwerpunkt war darauf „angelegt zu zeigen, dass Telmisartan im Vergleich mit dem ACE-Hemmer Benazepril bei der Reduzierung einer Proteinurie bei CNE-Katzen genauso wirksam ist“.

 

In Chronic kidney disease (CKD) in dogs and cats - staging and management strategies (2015) einem Vortrag bei der Virginia Veterinary Medical Association 2015 Virginia Veterinary Conference, stellt Dr. D. Chew fest, dass „es nicht klar ist, wann oder ob ein ARB statt eines ACE-Hemmers gewählt werden sollte, um die RAAS-Aktivität bei der Behandlung von tierärztlichen CNE-Patienten zu reduzieren und damit die Proteinurie, den systemischen Bluthochdruck oder eine intrarenale Entzündung zu behandeln.“

 

In Feline CKD: New horizons - where do we go from here? (2013) Taylor S. & Sparkes A. H., Journal of Feline Medicine & Surgery 15 Suppl 1 pp45-52 steht: „Trotz einiger potentieller Vorteile eines Einsatzes von ARB bei menschlichen CNE-Patienten, erscheint deren Wirksamkeit doch der von ACE-Hemmern sehr ähnlich zu sein, indem sie den Druck in den glomerulären Kapillaren absenken und eine Verbesserung der Permselektivität der glomerulären Kapillarbarriere bewirken. Dadurch reduziert sich die Proteinurie und das Voranschreiten einer Proteinurie bei Nierenerkrankungen wird verhindert. Der Einsatz von ACE-Hemmern und ARB bei menschlichen CNE-Patienten ist somit weitgehend austauschbar. Die NICE-Richtlinien in GB geben keiner Behandlung den Vorzug.“ Weiter steht dort, dass mehr Forschungen notwendig sind, um vollständig beurteilen zu können, wie nützlich Telmisartan für Katzen tatsächlich ist.

 

Jedoch wird in Attenuation of the pressor response to exogenous angiotensin receptor blockers and benazepril hydrochloride in clinically normal cats (2015) Jenkins, T. L., Coleman A. E., Schmiedt C. W. & Brown S. A., American Journal of Veterinary Research 76(9) pp807-13 die Wirksamkeit dreier verschiedener ARB, einschließlich Telmisartan, und von Benazepril verglichen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass „die Ergebnisse darauf hinweisen, dass eine Verabreichung von Telmisartan Vorteile gegenüber einer Medikation mit Benazepril bei Katzen mit renalen oder kardiovaskulären Erkrankungen haben könnte.“ Es muss jedoch beachtet werden, dass die Medikamente nur bei sechs gesunden und jungen Katzen getestet wurden. 

 


Kombination von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern


 

Bei Menschen werden ACE-Hemmer und ARB manchmal zusammen verabreicht. Meistens wird das gemacht, wenn der Patient bereits einen ACE-Hemmer bekommt, aber die Proteinurie immer noch nicht völlig unter Kontrolle ist. Health Canada schreibt jedoch (in Bezug auf Menschen): „Neuere Studien haben gezeigt, dass jede Kombination von Aliskiren, ACE-Hemmern oder ARB das Risiko einer Hypotension (zu niedriger Blutdruck) erhöhen, außerdem einer Hyperkaliämie (zu hoher Kaliumspiegel im Blut) und Nierenproblemen.“

 

In Feline CKD: New horizons - where do we go from here? (2013) Taylor S. & Sparkes A. H.,Journal of Feline Medicine & Surgery 15 Suppl 1 pp45-52 steht: „Es werden auch Studien benötigt, um zu sehen, ob eine Kombinationstherapie von ACE-Hemmern und ARB einen zusätzlichen Nutzen für CNE-Katzen zur Blutdruckkontrolle, Proteinuriekontrolle und verbesserte Überlebenschancen - so wie es bei einigen nierenkranken Menschen beobachtet werden konnte - bringen. Eine Zunahme nachteiliger renaler Ergebnisse in einigen anderen Studien weist jedoch darauf hin, dass eine duale RAAS-Blockade umstritten bleibt."

 

Dual blockade of the renin-angiotensin system with angiotensin converting enzyme (ACE) inhibitors and angiotensin receptor blockers (ARBs) (2011) Ritter J. M., British Journal of Clinical Pharmacology 71(3) pp313–315 besagt, dass sich während einer „Versuchsreihe mit der Kombination von Telmisartan (ARB) und Ramipril (ACE-Hemmer) im Vergleich zu einer Monotherapie zeigte, dass die mittlere Blutdrucksenkung in der Gruppe mit der Kombinationstherapie 2,4/1,4 mm Hg größer war als in der Vergleichsgruppe, die nur mit Ramipril behandelt wurde, auch die Auswirkung auf die Albuminausscheidung durch den Urin war besser. Die Kombinationstherapie zeigte aber keine Vorteile bezüglich des primären Endpunkts dieser klinischen Studie (einer Kombination aus kardiovaskulärem Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall und Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz). Es traten andere Symptome aufgrund einer Hypotension und einer Zunahme der Nierenfunktionsstörungen auf, die zu mehr Dialysefällen führten als bei der Monotherapie... Das klinische Ergebnis unterstützt daher keine Kombinationstherapie von ACE-Hemmern mit ARB... Messerli kommte zu dem Schluss: „Solange keine Ergebnisse auftauchen, die das Gegenteil beweisen, sollte die duale Blockade in der klinischen Praxis nicht mehr eingesetzt werden.“ 

 

Duale RAS-Blockade - Nutzen plus Nutzen ergibt keinen Nutzen (2013) Overbeck P ÄrtzeZeitung schreibt „Es war ein vielversprechendes Konzept, doch es ist gescheitert: Die duale Blockade des Renin-Angiotensin-Systems erhöht bei Hypertonie oder Herzschwäche eher das Risiko für ernste Komplikationen als dass sie dagegen hilft. (Die) Duale RAS-Blockade erhöhte im Vergleich zur RAS-hemmenden Monotherapie die Rate der Hyperkaliämien um 55 Prozent und die Rate der Hypotonien um 66 Prozent - in beiden Fällen signifikant. Von der durch Veränderungen des Surrogatmarkers Proteinurie geweckten Hoffnung auf substanzielle Renoprotektion bleibt nicht viel übrig. Im Gegenteil: Die Metaanalyse bescheinigt der dualen RAS-Blockade, das Risiko für Nierenversagen um 41 Prozent erhöht zu haben... Die Rate der Therapieabbrüche wegen unerwünschter Effekte war unter der dualen RAS-Blockade um 27 Prozent höher als unter einer Monotherapie.“

 


Links


 

Deutsch


Proteinurie bei Niereninsuffizienz (2008) ist ein Vortrag von Dr. B. Gerber auf dem 54. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin.

Physiologische und pathophysiologische Grundlagen der Proteinurie (2005) ist ein Artikel von Vetline.

Nierenerkrankungen – Diagnostik aus Blut und Harn ist ein Artikel vom Veterinär-Fachlabor Laboklin (siehe Seite 2).

Nierenerkrankungen bei Hund und Katze – Harnanalysen ist ein Artikel von IDEXX Laboratories.

Vetion bietet Therapieinformationen bei CNE an.

 

Englisch


Chronic kidney disease (2007) Polzin D Delaware Valley Academy of Veterinary Medicine bietet Information  über Proteinurie an (Seite 17).

Proteinuria in dogs and cats (2012) Harley L & Langston C Canadian Veterinary Journal 53(6) pp631–638 hat einen guten Überblick.

The International Renal Interest Society (2013 bietet einen Artikel von Dr. G. F. Grauer über Proteinurie an.

Proteinuria and renal disease: a round table discussion (2005) ist eine interessante Diskussion zwischen einigen Veterinärspezialisten über Proteinurie und CNI generell.

Assessment and management of proteinuria in dogs and cats: 2004 ACVIM Consensus Statement (Small Animal) (2005) Lees G. E., Brown S. A., Elliott J., Grauer G. F. & Vaden S. L., Journal of Veterinary Internal Medicine 19 pp377-385 macht Vorschläge zur Diagnostik und Behandlung einer Proteinurie.

Proteinuria in cats with chronic kidney disease (2008)

(2008) ist eine Videopräsentation von Dr. C. L. Langston vom Animal Medical Center in NYC.

When does protein in a urine sample necessitate further patient evaluation and treatment (2007) Polzin D., Veterinary Medicine informiert über die Bedeutung einer Proteinurie.

Pet Place bietet eine laienverständliche Erklärung über Proteinurie an (Sie müssen sich nicht registrieren. Klicken Sie einfach auf „Close“ unten am Ende des ärgerlichen Pop-ups).

Antech Diagnostics erklärt, wie man einen Test über Proteinurie durchführt und interpretiert.

The importance of proteinuria and microalbuminuria (2006) Scott S. A., Präsentation auf dem World Small Animal Veterinary Association World Congress, informiert über die Diagnostik einer Proteinurie.

 

 

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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 07 November 2016

 

Links auf dieser Seite zuletzt überprüft: 05. September 2016

 

   

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