TANYAS UMFASSENDES HANDBUCH

 

ÜBER CHRONISCHE NIERENINSUFFIZIENZ (CNI)

 

BEI KATZEN

 

 

 

KALIUMUNGLEICHGEWICHT

 

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Häufigkeit von Kaliumungleichgewicht


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Messen des Kaliumspiegels


Ziel des Kaliumspiegels im Blut


Niedriger Kaliumspiegel:


Symptome eines niedrigen Kaliumspiegels


Andere Gründe für einen niedgrigen Kaliumspiegel (einschließlich Hyperaldosteronismus)


Behandlung eines niedrigen Kaliumspiegels


Hoher Kaliumspiegel:


Symptome eines zu hohen Kaliumspiegels


Behandlung eines zu hohen Kaliumspiegels


 


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Startseite > Hauptpunkte > Kaliumungleichgewicht

 


Überblick


  • Ungleichgewicht des Kaliumhaushalts tritt bei CNI-Katzen häufig auf.

  • Kalium unterstützt u.a. die Muskelarbeit und damit auch den Herzmuskel. Daher ist es wichtig, dass der Wert sich innerhalb eines gesunden Rahmens bewegt.

  • Bei rund 30 Prozent aller CNI-Katzen ist der Kaliumspiegel erniedrigt (Hypokalämie, Synonym Hypokaliämie). Üblicherweise wird das durch ein orales Kaliumsupplement ausgeglichen.

  • Bei rund 13 Prozent aller CNI-Katzen - meistens im fortgeschrittenen Stadium - tritt ein erhöhter Kaliumspiegel (Hyperkalämie) auf. Die Therapie dafür ist schwieriger, aber es gibt einige wenige Behandlungsmöglichkeiten.


Häufigkeit von Kaliumungleichgewicht                                                       Zurück nach oben


Ein Ungleichgewicht tritt bei CNI-Katzen ziemlich häufig auf. In den Frühstadien einer CNI ist der Kaliumspiegel häufig zu niedrig, denn CNI-Katzen scheiden vermehrt Urin aus und erbrechen häufig, dadurch wird Kalium ausgeschwemmt. Niedrige Kaliumspiegel sind auch bekannt unter dem Fachwort „Hypokal(i)ämie“. In der Studie „Feline renal failure: questions, answers, questions (1992) Lulich J. P., Osborne C. A., O’Brien T. D. and Polzin D. J., Compendium on Continuing Education for the Practising Veterinarian 14 pp127-153, wurde geschätzt, dass der Kaliumspiegel bei ungefähr 30 Prozent aller CNI-Katzen zu niedrig ist.

 

Bei Katzen, deren CNI bereits weit fortgeschritten ist, (in IRIS Stadium 4 mit einem Kreatininwert über 5mg/dl kann der Kaliumspiegel aber zu hoch steigen, das bezeichnet man dann als „Hyperkalämie“. Hin und wieder tritt eine Hyperkalämie aber auch bei Katzen mit noch leichter CNI auf. Die oben erwähnte Studie (Lulich et al., 1992) fand heraus, dass ungefähr 13 Prozent aller CNI-Katzen eine Hyperkalämie haben. Am Ende hatte Thomas dieses Problem über einen Monat lang als sein Kreatininwert über 7mg/dl lag, in seinen letzten Tagen stieg sein Kaliumspiegel sogar extrem an.

 


Warum das Kaliumgleichgewicht so wichtig ist                                         Zurück nach oben


Kalium ist ein Elektrolyt (Mineralsalz), das auf der zellulären Ebene eng mit Natrium zusammenarbeitet. Zwei seiner wichtigsten Aufgaben sind: Den korrekten Ablauf der Muskelfunktionen zu garantieren, und da auch das Herz ein Muskel ist, reguliert es ebenfalls den Herzrhythmus.

 

Ein niedriger Kaliumspiegel schädigt die Nieren und kann die CNI schneller voranschreiten lassen. Außerdem trägt er sowohl zur Entwicklung einer Metabolischen Azidose als auch zu Bluthochdruck bei. Liegt der Kaliumspiegel Ihrer Katze zu niedrig, und leidet sie außerdem an einer Metabolischen Azidose, dann ist es äußerst wichtig, dass sie beides behandeln, wie Dr. Polzin in seinem Artikel Chronic Renal Failure (2001) schreibt: "Kaliummangel und eine Metabolische Azidose können einen potentiell tödlichen Mangel an Taurinkonzentration im Blut von Katzen verursachen."

 

Ein zu hoher Kaliumspiegel wiederum kann Herzprobleme auslösen, im schlimmsten Fall bis hin zum Herzversagen.

 

Also ist es unumgänglich, dass Sie den Kaliumspiegel Ihrer Katze regelmäßig überprüfen und auftretende Ungleichgewichte sofort behandeln.

 


Messen des Kaliumspiegels                                                                          Zurück nach oben


 

Ein Bluttest zeigt Ihrem TA an, ob der Kaliumspiegel Ihrer Katze zu niedrig oder zu hoch ist. Manchmal sind die Werte aber auch künstlich erniedrigt oder erhöht:

  • Wenn die Blutprobe hämolytisch ist (die Blutzellen in der Probe sind geplatzt), scheint es, als wäre der Kaliumspiegel höher als er in Wirklichkeit ist. Manchmal ist aber auch das Gegenteil der Fall, er wirkt niedriger als das in Wirklichkeit der Fall ist.

  • Steht die Blutprobe vor dem Test zu lange herum, steigt der Kaliumspiegel ebenfalls künstlich an.

  • Bei einer Katze mit einer hohen Anzahl weißer Blutkörperchen aufgrund einer Infektion kann der Kaliumspiegel ebenfalls künstlich erhöht sein.

  • Bei einer metabolischen Azidose kann der Kaliumspiegel sowohl normal als auch zu hoch im Blutbild liegen. Sobald die metabolische Azidose jedoch behandelt wurde, wird er wieder absinken.

Im Gegensatz dazu kann der Kaliumspiegel auch normal scheinen, obwohl tatsächlich schon ein Mangel vorliegt. Dr. D. Polzin schreibt in Chronic kidney disease (2006) „bei Katzen mit einer spontanen CNI ist der Kaliumgehalt in den Muskeln bereits erniedrigt. Das weist darauf hin, dass ein Kaliummangel bereits im ganzen Körper vorliegen kann, lange bevor er sich im Blutspiegel als Hypokalämie zeigt.“ Der Grund dafür ist, obwohl Kalium von den Körperzellen benötigt wird, ist der Regulationsmechanismus des Körpers darauf eingerichtet, einen bestimmten Kaliumspiegel im Blut aufrechtzuerhalten und nicht in den Körperzellen. Also versucht der Körper - wenn der Kaliumspiegel abfällt, wie es bei CNI häufig vorkommt – diesen Spiegel im Blut aufrechtzuerhalten, indem er das Kalium den Zellen entnimmt. Das bedeutet, dort, wo das Kalium wirklich gebraucht wird - auf der intrazellulären Ebene - gibt es tatsächlich schon einen Mangel, obwohl der im Blut gemessene Wert noch normal erscheint.

 

In der Humanmedizin stehen  eine ganze Reihe an Tests zur Verfügung, die Kalium auf der intrazellulären Ebene überprüfen. Einer davon ist der Exa Test, bei der eine bukkale (von der Wangeninnenseite) Probe genommen wird. Ein Leser berichtete mir, dass bei seiner Katze der Kaliumspiegel auf dem intrazellulären Level überprüft worden sei. Leider kann er sich nicht mehr daran erinnern, welche Firma sein TA dafür einsetzte. Dieser Tests scheinen leider im deutschsprachigen Raum weder in der Human- noch in der Veterinärmedizin erhältlich zu sein.

 


Zielmarge des Kaliumspiegels im Blut                                                                     Zurück nach oben


 

In 11 guidelines for conservatively treating chronic kidney disease (2007) Polzin D., Veterinary Medicine December 2007, schreibt Dr. Polzin: „Eine Behandlung des Serumkaliumspiegels bei Hunden und Katzen ist notwendig, wenn der Kaliumspiegel außerhalb der Zielmarge von 3,5 bis 5,5 mEq/L liegt, unabhängig vom Stadium der CNI.“

 

Daher empfiehlt Dr. Polzin bereits mit einer Kaliumbehandlung dann zu beginnen, wenn Kalium außerhalb der Laborreferenzwerte liegt. Nachdem es jedoch nicht möglich ist, den Kaliumspiegel innerhalb der Zellen zu messen, und da eine Hypokalämie die Nieren schädigen und das Voranschreiten der CNI beschleunigen kann, wie auch die Entwicklung einer metabolischen Azidose und von Bluthochdruck, kann eine Kaliumsupplementation bei einer CNI-Katze bereits notwendig sein, wenn es unter den mittleren Referenzwert rutscht. Bei den meisten Laboren würde das bedeuten, dass bereits Katzen mit einem Kaliumspiegel unter 4,0 mmol/L (US: 4,0 mEq/l) supplementiert werden sollten. Der Grund dafür: Wenn es nicht möglich ist, den Kaliumblutspiegel im mittleren Bereich zu halten, dann müssen die Zellen bereits in einem solchen Ausmaß entleert sein, dass sie keine Kapazität mehr frei haben, um noch mehr Kalium ins Blut entlassen.

 

Bei meinem Ollie lag Kalium zum Zeitpunkt der Diagnosestellung mit 3,5 mmol/L technisch innerhalb der Referenz. Er konnte jedoch kaum noch gehen (siehe Foto unten). Meine TÄ begann mit einer Kaliumsupplementation, und innerhalb von zwei Tagen konnte er wieder laufen.

 

In Chronic renal failure in the cat (2006) Sparkes A., Präsentation auf dem World Small Animal Veterinary Association World Congress, stellt Dr. Sparkes fest "der Kaliumspiegel von CNI-Katzen sollte regelmäßig überwacht werden. Fallen die Werte unter 4 mmol/L, wird eine Supplementation mit Kaliumsalzen empfohlen.“

 

In 11 guidelines for conservatively treating chronic kidney disease (2007) Polzin D., Veterinary Medicine December 2007, schreibt Dr. Polzin selbst auf Seite 3: „Das Ziel einer Hypokaliämie-Therapie ist es, den Kaliumspiegel des Blutes über 4mEq/L anzuheben.“

 


Niedriger Kaliumspiegel                                                                                  Zurück nach oben


 

Symptome eines niedrigen Kaliumspiegels                                                                          


Bei den meisten CNI-Katzen mit einem Kaliumungleichgewicht liegt ein zu niedriger Kaliumspiegel vor, denn beim häufigen Urinieren und Erbrechen – wie es bei CNI vorkommt - wird Kalium aus dem Körper mit ausgeschwemmt. Verwirrend dabei ist, dass zwei Symptome (Zuckungen und Lethargie) auch zu den Symptomen von zu hohem Kaliunspiegel gehören.

Med 4 You bietet Informationen über zu hohe und/oder zu niedrige Kaliumspiegel auf Deutsch.

Pet Place erklärt mehr über Hypokalämie bei Katzen.

Das Cornell University College of Veterinary Medicine bietet einige Informationen an über niedrige Kaliumspiegel.

Penn State Hershey Medical Center bietet einige Informationen an über niedrige Kaliumspiegel bei Menschen an.

 

Zuckungen, Zittern oder Schüttelanfälle


Ein zu niedriger Kaliumspiegel kann zu Zuckungen, Zittern oder Schüttelanfällen führen. Andere mögliche Ursachen sind ein zu hoher Kaliumspiegel, Bluthochdruck, hoher Phosphatspiegel, Kalziumungleichgewicht (insbesondere Kopfzuckungen), Hyperthyreoidismus oder Vitamin-B-Mangel. Auch ein zu hoher Toxinspiegel kann Zuckungen auslösen. Wenn Ihre Katze bei den Infusionen zuckt, dann ist das möglicherweise entweder durch die Flüssigkeitsart ausgelöst oder wenn Sie ihr die Lösung zu kalt (Zimmertemperatur) verabreichen.

 

Pharaoh's Shakes zeigt das Video einer Katze mit Zuckungen.

Pet MD mentions that twitching may be caused by kidney disease.

 

Schwäche, insbesondere in den Hinterbeine


Eine Hinterbeinschwäche ist ein häufig auftretendes Symptom bei niedrigem Kaliumspiegel, ebenso ein plantigrades Auftreten. Dabei läuft die Katze auf den Sprunggelenken der Hinterbeine statt auf den Pfoten, so wie es bei Ollie auf dem Foto links zu sehen ist. Beim Laufen schwankte auch sein Hinterteil. Dieses Foto wurde einen Tag nach seiner Ankunft bei uns aufgenommen, eine Woche vor seinem 16. Geburtstag. Da Ollie so flauschig ist, können Sie es auf diesem Foto von 123catworld deutlicher erkennen.

 

Wir fuhren am gleichen Tag zur TÄ, und da sein Kaliumspiegel am untersten Referenzwert lag (3,5 mmol/L), gab sie ihm Kalium. Er bekam seine erste Dosis gleich nachdem dieses Foto aufgenommen worden war. Eine Verbesserung trat bereits innerhalb von 24 Stunden auf, und nach 48 Stunden lief er wieder völlig normal.

 

Ein plantigrader Gang kann auch andere Ursachen haben. Am häufigsten tritt er bei diabetischen Katzen auf, verursacht durch eine diabetische Neuropathie. Long Beach Animal Hospital zeigt das Foto einer Katze mit einer diabetischen Neuropathie mit diesem Symptom (klicken Sie auf Symptome). Newman Veterinary zeigt gute Fotos einer diabetischen Katzen mit diesem Problem. Scrollen Sie etwas runter bis zu „Other Common Consequences“, dann klicken Sie auf „Plantigrade Stance“ (in roter Schrift).

 

University of Chicago Jack Miller Center for Peripheral Neuropathy ist eine Humanseite, auf der eine urämische Neuropathie (eine durch CNI verursachte Neuropathie) erklärt wird. Die Fachklinik Herzogenaurach erklärt Neuropathien auf Deutsch.

 

Eine Hinterbeinschwäche und/oder ein plantigrader Gang können auch durch einen zu hohen Phosphatspiegel ausgelöst werden, denn das führt zur Störungen der Nerven, die die Gliedmaßen kontrollieren. Diesen Zustand nennt man „periphere Neuropathie“. Hin und wieder liegt der Grund auch bei einem Magnesium- oder Kalziummangel.

 

Eine generelle Schwäche kann durch eine Anämie verursacht werden oder aus dem ganz einfachen Grund, weil die Katze nicht genug frisst. Es ist lebensnotwendig, dass Katzen regelmäßig fressen, denn wenn sie es nicht tun, besteht das Risiko, dass sie eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung bekommen, genannt „hepatische Lipidose“. Mar Vista Vet bietet dazu mehr Informationen an. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Ursache herauszufinden und so schnell wie möglich zu behandeln.

 

Wenn eine Katze nicht mehr springt, denkt man manchmal an Schwäche, aber die Ursache dafür kann auch in einer Erblindung liegen, die wiederum durch Bluthochdruck ausgelöst wurde. Die Ursache für die Unfähigkeit zu springen oder zu klettern kann auch bei einer Arthritis liegen.

 

Gestelzter Gang der Vorderbeine


Die Ursache dafür liegt gewöhnlich bei einem zu niedrigen Kaliumspiegel.

 

Steifer Nacken oder Unfähigkeit, den Kopf aufrechtzuhalten (Ventroflexion)


Die Katze kann ihren Kopf nicht mehr richtig anheben. Bei den meisten CNI-Katzen ist das ein Symptom eines Kaliummangels. Sehr selten ist das ein Zeichen für einen Thiaminmangel (Vitamin B1). Das tritt manchmal bei Katzen auf, die zuviel Fisch gefüttert bekommen.

Long Beach Animal Hospital zeigt ebenfalls das Foto einer Katze mit diesem Problem – scrollen Sie nach unten, um das Foto anzusehen.

 

Heiserkeit


Ein niedriger Kaliumspiegel kann die Stimmbänder beeinträchtigen. Andere Möglichkeiten dafür sind ein Magensäureüberschuss. Tritt zusätzlich noch Husten auf, dann ziehen Sie auch die Möglichkeit einer Flüssigkeitsansammlung in Betracht und/oder eine Herzerkrankung.

 

Atemprobleme


Atemprobleme können durch einen zu niedrigen Kaliumspiegel verursacht werden. Andere mögliche Gründe sind eine metabolische Azidose, Flüssigkeitsansammlung, Herzerkrankung oder Anämie.

 

Vermehrtes Urinieren in der Nacht


Eine Besonderheit, die Ihnen auffallen könnte ist die „Nykturie“ oder exzessives Urinieren während der Nacht, das durch einen zu niedrigen Kaliumspiegel ausgelöst werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist Calcitriol. Wenn Sie Ihre Katze nur spät in der Nacht infundieren, dann kann auch dort die Ursache dafür liegen.

 

Verstopfung


Das kann ein Hinweis auf zu wenig Kalium sein. Sie kann aber auch durch eine Austrocknung oder einen zu hohen Kalziumspiegel verursacht werden.

 

Lethargie


Das kann ein Hinweise auf einen zu niedrigen oder zu hohen Kaliumspiegel, eine Anämie oder Bluthochdruck sein. Eine Lethargie ist manchmal auch ein Hinweis auf eine Herzerkrankung, insbesondere wenn sie nach den Infusionen auftritt.

 

Appetitverlust


Ein niedriger Kaliumspiegel kann ebenfalls ein auslösender Faktor sein, wenn eine Katze nur schlecht fressen will.

 


Andere Gründe für einen niedrigen Kaliumspiegel                                   Zurück nach oben


 

Hyperthyreoidismus


Katzen mit Hyperthyreoidismus (Schilddrüsenüberfunktion) können auch niedrige Kaliumspiegel haben.

 

Diabetes


Auch bei Katzen mit Diabetes können niedrige Kaliumspiegel auftreten.

 

Hyperaldosteronism


Ziemlich selten werden niedrige Kaliumspiegel auch durch eine Krankheit, die bekannt ist unter dem Namen „Hyperaldosteronismus“, verursacht. Hyperaldosteronismus kann das Fortschreiten einer CNI beschleunigen, daher ist es wichtig, dass Sie es behandeln, wenn es auftritt. Es tritt bei Katzen mit Hyperthyreoidismus häufiger auf.

 

Aldosteron ist ein Hormon, das den Natrium- und Kaliumspiegel im Blut regelt. Beim Hyperaldosteronismus wird zu viel Aldosteron produziert (normalerweise ist die Ursache ein gutartiger Tumor an den Nebennieren). Dadurch fällt der Kaliumspiegel ab, und der Natriumspiegel steigt an. Das wiederum führt zur Bluthochdruck. Liegen sowohl Kalium- als auch der Magnesiumspiegel Ihrer Katze niedrig, und Kalium steigt trotz einer Behandlung des Magnesiummangels nicht an, dann bitten Sie Ihren TA, einen Hyperaldosteronismus auszuschließen. Ganz besonders dann, wenn Ihre Katze auch noch einen erhöhten Blutdruck hat.

 

Die Behandlung ist die gleiche wie bei CNI-Katzen mit diesem Problem, sie bekommen eine Kaliumergänzung und Medikamente zur Kontrolle des Bluthochdrucks. Aber auch die operative Entfernung der betroffenen Nebenniere ist in einigen Fällen eine Option und kann bei manchen Katzen das Problem vollständig lösen.

 

In Endokrinologische Diagnostik in der Kleintierpraxis finden Sie Informationen über Hyperaldosteronismus auf Deutsch.

Vet Contact weist auf Deutsch darauf hin, dass es eine unterdiagnostizierte Krankheit bei Katzen ist.

Less common feline endocrinopathies (2004) ist ein Vortrag von B. R. Jones auf dem World Small Animal Association World Congress 2004. Scrollen Sie runter bis zum letzten Abschnitt, dort finden Sie die Informationen über den Hyperaldosteronismus.

Primary hyperaldosteronism in the cat: a series of 13 cases (2005) Ash R. A., Harvey A. M. & Tasker S., Journal of Feline Medicine & Surgery 7(3) pp173-82 stellt fest, dass ein primärer Hyperaldosteronismus als Differentialdiagnose bei mittelalten und alten Katzen mit eine hypokalämischen Polymyopathie und/oder einem systemischen Bluthochdruck nicht mehr länger als eine seltene Erkrankung angesehen werden sollte“.

Primary hyperaldosteronism in cats - an underdiagnosed disorder (2010) Kooistra H. S., Vortrag auf dem World Small Animal Veterinary Association World Congress, hier werden Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten weiter ausgeführt.

Best treatment for hyperaldosteronism in cats? (2011) M. E. Peterson, Insights Into Veterinary Endocrinology beschreibt die Vor- und Nachteile eines chirurgischen Eingriffs bei dieser Erkrankung.

 

Ererbte Hypokalämie


Pet Place erwähnt, dass bei Burma Katzen manchmal eine ererbte Form von Kaliummangel auftritt. This appears to occur in Burmese cats outside the USA. First WNK4-hypokalemia animal model identified by genome-wid association in Burmese cats (2012) Gandolfi B, Gruffydd-Jones TJ, Malik R, Cortes A, Jones BR, Helps CR, Prinzenberg EM, Erhardt G &  Lyons LA Public Library of Science One 7(12) e53173 found the gene which seems to cause this problem.

 

Langford Veterinary Services in the UK (owned by the University of Bristol which took part on the above research into this problem) can now perform a genetic test from a mouth swab to test for this problem.

 

Synlab Labordienstleistungen informiert darüber unter „Ursachen für eine Hypokaliämie“ auf Deutsch.

 


Behandlung eines niedrigen Kaliumspiegels (Hypokalämie)                  Zurück nach oben


Ernährung und Infusionen


Verschreibungspflichtige Nierendiäten enthalten zusätzliches Kalium. Das ist auch der Fall bei manchen  Infusionsflüssigkeitarten. Bei einer leichten Hypokalämie kann bereits eine oder auch beide Behandlungsmöglichkeiten zusammen schon ausreichend sein, um das Problem zu lösen. 

 


Kaliumsupplemente                                                                                          Zurück nach oben


 

Sind weitere Behandlungsmaßnahmen erforderlich, dann wird normalerweise bei einem niedrigen Kaliumspiegel ein orales Kaliumsupplement verabreicht. Manchmal wird Kalium auch zusammen durch die Infusionsflüssigkeit verabreicht, das kann jedoch brennen.

Die verschiedenen Arten von Supplementen


Es gibt drei verschiedene Hauptmöglichkeiten einer Kaliumsupplementierung:

  • Kaliumglukonat - das nehmen die meisten Menschen.

  • Kaliumzitrat - das ist hilfreich bei Katzen, die außerdem noch  an einer metabolischen Azidose leiden.

  • Kaliumchlorid - die orale Form ist nicht empfehlenswert, aber die injizierbare Variante wird eingesetzt, wenn das Kalium über die Infusionsflüssigkeit verabreicht wird.

Bei einigen Katzen können orale Kaliumsupplemente leider auch Erbrechen hervorrufen, denn schließlich handelt es sich dabei um eine Salzart. Und Salz pur verabreicht würde bei jedem eine Magenverstimmung hervorrufen. Die Supplemente verursachen bei einigen Katzen auch Durchfall. Die Lösung ist, die Dosis aufzuteilen und mit Futter zu vermischen. Die meisten Menschen finden daher Pulver oder zerdrückbare Tabletten die am einfachsten anwendbare Variante, denn so kann die Dosis auf mehrere Mahlzeiten aufgeteilt werden. Hält das Problem an, dann bitten Sie Ihren TA, die Marke und/oder Sorte zu wechseln, vielleicht hilft das.

 

ACE-Hemmer wie z.B. Benazepril (Fortekor) oder Ramipril (Vasotop) können zu einem Anstieg des Kaliumspiegels führen. Wenn Ihr TA daher Fortekor verschrieben hat, wie es viele britische TÄ tun oder Vasotop, das in Deutschland sehr verbreitet ist, dann sollte Ihr TA den Kaliumspiegel sorgfältig überwachen und die Dosis entsprechend anpassen.

 

Cyproheptadine is a medication often used as an appetite stimulant in CKD cats. Cyproheptadine - from barking dogs to wheezing cats, a handy helper! (2010) Seavers A. The Veterinarian 260 erwähnt eine Studie aus dem Jahr 1998 von Norris et al. Dort fand man heraus, dass “Medikamente wie Cyproheptadin, wenn sie zusammen mit einem oralen Kaliumsalz verabreicht werden, die Magen-Darm-Passage verlangsamen können. Dadurch entstehen dort hohe Kaliumkonzentrationen, die wiederum zu Geschwüren oder Stenosen im Magen-Darm-Trakt führen können”. Daher empfehle ich Ihnen, mit Ihrem TA zu sprechen, wenn Sie Cyproheptadin zur Appetitanregung geben, ob Sie nicht die Dosis des Kaliumergänzungsmittels herabsetzen sollten.

 

Bezüglich der Überwachung empfiehlt Dr. D. Polzin in Renal disease (2006), dass bei Katzen mit schweren Symptomen (wie z.B. einer verbreiterte Muskelschwäche) zu Beginn einer Kaliumsupplementierung der Blutspiegel alle 24 bis 48 Stunden überwacht werden sollte. Bei allen Katzen sollte der Blutwert alle sieben bis 14 Tage überprüft werden, bis die richtige Erhaltungsdosis etabliert ist.

 

Verabreichen Sie nie eine Kaliumsupplementierung ohne Zustimmung Ihres TA, denn eine Überdosis kann zu Herzversagen führen. Bei einer Katze mit einem hohen Kreatininspiegel (über 500 mg/dl USA über 6 µmol/L international) wird ohne Überwachung durch einen Herzspezialisten davon abgeraten, Kalium zu ergänzen. Denn Katzen, deren Spiegel so hoch liegt, haben häufig einen zu hohen Kaliumspiegel und benötigen daher ohnehin keine Supplementierung. Kalium darf auch niemals einer Katze gegeben werden, die keinen Urin mehr absetzen kann.

 

Kombinationspräparate


Wenn Sie in GB oder den deutschsprachigen Ländern leben, dann bietet man Ihnen vielleicht ein Produkt namens Kaminox an. Das ist eine Kombination aus B-Vitaminen, Eisen und Kaliumglukonat. Alfamedic veröffentlicht eine Inhaltsliste.

 

Im deutschsprachigen Raum können Sie auch Kalium-Glukonat Albrecht kaufen (Ersatz für Tumil K), es enthält jedoch etwas Vitamin A, D und E, außerdem Kupfer, also wurde ich dieses Produkt nicht empfehlen.

 

In den USA sind zwei Produkte erhältlich, die sowohl Kalium als auch die B-Vitamine enthalten. Renal K+, Hersteller Vetoquinol (½ tsp contains 2mEq of potassium in the form of potassium gluconate, other ingredients unknown) und Amino B & K von Emerson Ecologics.

 

Unten finden Sie die Einkaufsmöglichkeiten.

 

Kaliumglukonat


 

Dosierung


In Renal disease (2006) empfiehlt Dr. D. Polzin: „abhängig von der Größe der Katze und der Schwere der Hypokalämie beginnt man bei Kaliumglukonat mit einer Dosis von 2 bis 6 mEq pro Katze und Tag“. Er empfiehlt weiterhin, dass bei Katzen mit schweren Symptomen der Kaliumspiegel alle 24 bis 48 Stunden ab dem Zeitpunkt der Supplementierung überwacht werden sollte und danach alle sieben bis 14 Tage. Supplementieren Sie kein Kalium ohne das Wissen und die Zustimmung Ihres TA, denn nicht alle Katzen haben einen zu niedrigen Kaliumspiegel. Wenn Sie Kalium einer Katze geben, die es nicht benötigt, kann das sehr gefährlich sein. Kalium sollte niemals einer Katze gegeben werden, die keinen Urin mehr absetzen kann.

 

Es kann ziemlich knifflig sein, die Kaliumdosierung zu berechnen, denn es gibt einen Unterschied zwischen Kalium und dem elementaren Kalium, auf dem die Dosierungen basieren.

 

Plumb's Veterinary Drug Handbook (6th Edition) schreibt, dass 1 Gramm (1000 mg) Kaliumglukonat 4,3 mEq Kalium enthält. Das entspricht ungefähr 168 mg des elementaren Kaliums.

 

Viele Leute benutzen ein Veterinärprodukt namens Tumil-K (siehe unten). Tumil-K enthält 468 mg Kaliumglukonat, das bedeutet, der elementare Kaliumgehalt ist 78 mg. Das atomische Gewicht von Kalium ist 39, also sind das 2 mEq des elementaren Kaliums. Der Hersteller empfiehlt 2 mEq elementares Kalium pro 10 engl. Pfund (4,5 kg) Körpergewicht zweimal täglich. Das ist in einer Tablette, ein halber Teelöffel Gel oder ein Viertel gestrichener Teelöffel (0,65 g) des Pulvers enthalten. Meine TÄ empfahl mir diese Dosierung für Ollie und seine Symptome verbesserten sich innerhalb von zwei Tagen. Aber lassen Sie sich von Ihrem TA über die richtige Dosierung für Ihre Katze beraten.

 

Kaliumsupplemente aus dem Humanbereich gibt es in vielen Gesundheitsläden, Apotheken oder Drogerien. Häufig sind sie sehr günstig, so kosten z.B. 100 Tabletten ca. US$4. Viele Menschen setzen sie mit Zustimmung ihrer TÄ ein. Die meisten für Menschen zugelassenen Glukonattabletten enthalten mehr elementares Kalium als Tumil-K, denn Tumil-K enthält Geschmacksstoffe (die Platz benötigen). Der Anteil an elementarem Kalium in einem frei verkäuflichen Supplement in den USA darf 99 mg nicht übersteigen, daher enthalten die meisten Humanprodukte 99 mg elementares Kalium. Das entspricht 590 mg Kaliumglukonat und 2,5 mEq. Das bedeutet, dass 0,79 Prozent dieser Tablettenstärke dem Tumil-K entsprechen. Um also die 2 mEq zu erhalten, müssten Sie drei Viertel einer Tablette verabreichen. Das in der Marke NOW enthaltene pulverisierte Kaliumglukonat ist stärker. Ein viertel Teelöffel enthält 650 mg Kaliumglukonat , das entspricht 135 mg elementares Kalium oder 3,45 meq. Mit anderen Worten: Ein achtel Teelöffel Pulver der Marke NOW enthält etwas weniger als die übliche Dosierung eines viertel Teelöffels von Tumil-K.

 

Tumil-K ist ein Produkt aus der Veterinärmedizin und bei vielen TÄ erhältlich. Es ist ziemlich teuer, aber es ist eine gute Wahl, denn es enthält kein Phosphat. Es ist als Pulver, Tablette oder Gel erhältlich.  Drugs bietet einige Informationen dazu an.

Potassa-Chew ist Kaliumglukonat zum Kauen. Der Herstellers behauptet, über 60 Prozent der Katzen würden es freiwillig als Leckerli fressen.

Renakare ist eine generische Kaliumglukonatvariante, erhältlich als Tablette, Pulver oder Gel.

Drugs bietet Informationen über Kaliumglukonat an.

 

Kaliumzitrat


Das ist eine gute Wahl für Katzen, die außerdem an einer metabolischen Azidose leiden. In Renal disease (2006) sagt Dr. D. Polzin sogar, dass andere Behandlungsarten einer metabolischen Azidose bei Katzen, die zusätzlich einen niedrigen Kaliumspiegel haben, nur von eingeschränktem Nutzen sind. Er empfiehlt Polycitra-K als Sirup. Er empfiehlt als übliche Anfangsdosis 40 bis 60 mg pro kg Körpergewicht der Katze täglich (18 bis 27 mg pro Pfund Katze), aufgeteilt in zwei oder drei Dosen.

 

Bei Kaliumzitrat muss ein Zeitabstand von mindestens zwei Stunden zu aluminiumhaltigen Phosphatbindern eingehalten werden, denn Zitrat kann die Absorption von Aluminium steigern. Kaliumzitrat ist nicht empfehlenswert für Katzen, die zur Bildung von Struvitkristallen im Urin neigen. Für Katzen mit Kalziumoxalatsteinen ist es jedoch geeignet.

 

Urocit-K ist eine Marke.

Drugs bietet mehr Informationen über Kaliumzitrat an.

 

Kaliumchlorid


Einige TÄ empfehlen Kaliumchlorid da es billiger ist. Nur wenige Menschen geben Kaliumchlorid oral, da es zu einer metabolischen Azidose beitragen kann. Wenn Sie jedoch Kalium über die subkutanen Infusionen verabreichen möchten, dann ist dies das richtige Mittel.

 

Kaliumchlorid zum injizieren


Es ist in der Stärke 2 mEq/ml, sowohl in 10 ml als auch in 20 ml Ampullen erhältlich. Gibt Ihr TA die 10 ml Stärke in einen 1000 ml Beutel mit Infusionsflüssigkeit (it must be added to the bag, not injected into the line), dann enthält dieser Beutel 20 mEq Kalium. Wenn sie täglich 100 ml infundieren, verabreichen Sie daher täglich 2 mEq Kalium, das entspricht einer Tumil-K Kapsel täglich. Wenn Sie das Kalium so verabreichen, dann seien Sie darauf gefasst, dass es brennen kann.

 

Slow-K ist eine Markenvariante

Drugs bieten Informationen über Kaliumchlorid an.

 

Bezugsquellen


 

Deutschland: Kaminox 


  •  Petmeds verkauft 120 ml für 18,49 €

Es gibt noch weitere deutsche Onlineshops, deren Preise jedoch mehr als doppelt so hoch liegen.

 

Deutschland/Österreich/Schweiz: Kaliumglukonat


  • Medicanimal verkauft Tumil-K für 36,14€ (Stand: August 2012) versandkostenfrei nach Deutschland geliefert. Nach Österreich und in die Schweiz betragen die Versandkosten 5,90€.

  • Bei Amazon gibt es unter dem englisch-deutschen Namen „Potassium Glukonat“ verschiedene Produkte aus dem Humanbereich. Achten Sie bitte darauf, dass keine anderen Salze (wie z.B. Magnesium etc.) enthalten sind.

Deutschland/Österreich/Schweiz: Kaliumzitrat


  • Kalium-Verla Granulat bekommen Sie rezeptfrei in Apotheken oder auch über das Internet ab ca. 5 € für 50 Beutel. Ein Beutel enthält 2157,80 mg Kaliumcitrat.

  • Bei Amazon gibt es unter dem englischen Namen „Potassium Citrate“ verschiedene Produkte aus dem Humanbereich. Achten Sie bitte darauf, dass keine anderen Salze (wie z.B. Magnesium etc.) enthalten sind.


Hoher Kaliumspiegel                                                                                        Zurück nach oben


 

Symptome eines zu hohen Kaliumspiegels                                                          


Bei Katzen mit einer bereits weit fortgeschrittenen CNI (IRIS Stadium 4, mit einem Kreatininwert über 5 mg/dl) kann es zu einem zu hohen Kaliumspiegel kommen. Dies sind die üblichen Symptome. Es ist ziemlich verwirrend, dass zwei davon (Zuckungen und Lethargie) ebenfalls Symptome eines zu niedrigen Kaliumspiegels sind.

Lethargie


Dies kann ein Hinweis auf einen zu hohen oder zu niedrigen Kaliumspiegel sein, eine Anämie oder von Bluthochdruck. Eine Lethargie ist manchmal auch ein Anzeichen für eine Herzerkrankung, insbesondere dann, wenn sie nach dem Verabreichen von Infusionen auftritt.

 

Zuckungen, Zittern oder Schüttelanfälle


Zuckungen können auch durch den Kaliumspiegel des Körpers hervorgerufen werden. In einem frühen CNI-Stadium sind sie eher Anzeichen eines zu niedrigen Kaliumspiegels. Aber bei Katzen mit höheren Blutwerten kann auch der Kaliumspiegel ansteigen und Zuckungen verursachen, wie es bei unserem Thomas an seinem letzten Tag war.

 

Andere mögliche Ursachen sind ein niedriger Kaliumspiegel, Bluthochdruck, hoher Phosphatspiegel, Kalziumungleichgewicht (insbesondere Kopfzuckungen), Hyperthyreoidismus oder Vitamin-B-Mangel. Auch ein zu hoher Toxinspiegel kann Zuckungen auslösen. Zuckt Ihre Katze nur während der Infusionen, dann ist die Ursache vermutlich entweder die Flüssigkeitsart oder die Lösung ist zu kalt (Zimmertemperatur).

 

Pharaoh's Shakes ist ein Video, das eine Katze mit Zuckungen zeigt.

Pet MD mentions that twitching may be caused by kidney disease.

 

Anfälle


Bei einem zu hohen Kaliumspiegel können Herzprobleme auftreten, ebenfalls kurze Anfälle, insbesondere im Endstadium der CNI.

 

Anfälle können sich auf verschiedene Arten zeigen. Da ist das klassische Zucken und der Bewusstseinsverlust. Aber auch ein „weggetreten sein“, geistige Abwesenheit oder ins Leere starren sind Arten von Anfällen. Harpsie's website bietet weitere Informationen darüber an, wie Anfälle aussehen können.

 

Anfälle können auch Anzeichen für Bluthochdruck, zu hohen Toxinspiegel, metabolische Azidose oder Kalziumungleichgewicht sein. MCP-Tropfen (Metoclopramid), das gegen Magenprobleme verabreicht wird oder Advantage (gegen Flöhe) senken ebenfalls die Anfallsschwelle herab. Andere mögliche Ursachen für Anfälle sind Epilepsie oder ein Gehirntumor. Aber die oben erwähnten Ursachen sind bei einer CNI-Katze sehr viel wahrscheinlicher und sollten daher zuerst abgeklärt werden.

 

Behandlung eines zu hohen Kaliumspiegels (Hyperkalämie)


Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle CNI-Katzen Kaliumergänzungen benötigen. Viele Katzen haben nie erniedrigte Kaliumwerte, insbesondere dann, wenn die CNI ziemlich weit fortgeschritten ist (in IRIS Stadium 4 mit einem Kreatininwert über 5 mg/dl). Thomas‘ Kreatininspiegel war nie so hoch, trotzdem brauchte er nie eine Kaliumsupplementation.

 

In der Studie: „Feline renal failure: questions, answers, questions“ (1992) Lulich J.P., Osborne C. A., O’Brien T. D. and Polzin D. J., Compendium on Continuing Education for the Practising Veterinarian 14 pp127-153) wurde herausgefunden, dass ungefähr 13 Prozent aller CNI-Katzen erhöhte Kaliumspiegel haben. Daher sollten Sie niemals Kalium verabreichen ohne einen vorherigen Bluttest und die Zustimmung Ihres TA.

 

Wenn der Kaliumspiegel Ihrer Katze erhöht ist (über 6), dann ist das potentiell sehr gefährlich und kann Anfälle bis hin zu einem Herzanfall auslösen. Aber geraten Sie nicht in Panik: Sehr oft scheinen die Werte im Bluttest zu hoch, obwohl in Wirklichkeit ein Fehler vorliegt, ausgelöst entweder durch eine hämolytische Blutprobe oder weil das Blut einige Zeit vor dem Test herumstand. Ihr TA wird wahrscheinlich daher den Test wiederholen wollen, um sicherzugehen, dass es sich hier wirklich um einen erhöhten Kaliumspiegel handelt.

 

Bei einer Katze mit Metabolischer Azidose kann der Kaliumwert im Blut normal oder erhöht scheinen. Nach der Behandlung der Metabolischen Azidose wird er wahrscheinlich wieder absinken.

 

Wenn Ihre Katze jedoch tatsächlich einen erhöhten Kaliumspiegel hat (das kommt relativ häufig vor bei Katzen mit einem Kreatininwert über 5 mg/dl), dann ist es wichtig, ihn zu senken. Leider ist es nicht immer einfach, die Hyperkalämie zu kontrollieren. Insbesondere dann nicht, wenn Ihre Katze nicht mehr viel oder gar keinen Urin mehr absetzt. Als erstes müssen Sie selbstverständlich alle Kaliumergänzungen absetzen. Eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr durch Infusionen wird vermutlich helfen, aber in diesem Fall sollten Sie lieber eine Salzlösung statt einer Ringerlaktatlösung bevorzugen, denn die enthält wiederum Kalium. Auch die Verabreichung von ACE-Hemmern wie z.B. Benazepril (Fortekor) oder Ramipril (Vasotop) können den Kaliumspiegel anheben. Daher sollten Sie diese Medikamente reduzieren oder ganz absetzen. Machen Sie das jedoch nicht ohne Zustimmung Ihres TA. Außerdem müssen Sie diese Art Medikamente ausschleichen und dürfen sie nicht plötzlich absetzen.

 

Bei sehr hohem Kaliumspiegel wird manchmal Insulin in Verbindung mit Dextrose oder Natriumbicarbonat verabreicht, die zusammenarbeiten und Kalium aus dem intrazellulären Raum vertreiben. Leidet Ihre Katze an einer Oligurie (verringerter Urinabsatz), wird Ihr TA vermutlich Diuretika wie z.B. Lasix (Furosemid) vorschlagen, um zu versuchen, den Urin wieder zum Fließen zu bringen. Pet Place berichtet, dass Albuterol, ein Bronchodilatator, der meistens eingesetzt wird, um die Atemwege während einer Asthmaattacke zu erweitern, ebenfalls bei der Behandlung einer durch CNI verursachten Hyperkalämie eingesetzt wird.

 

In extremen Fällen wird Ihr TA sich vielleicht für einen Kaliumionenaustauscher entscheiden. Ich habe von einer Person gehört, die erfolgreich ein Medikament namens Natrium-Polystyrol-Sulfonat (Kayexalat) aus der Humanmedizin eingesetzt hat. Es absorbiert Kalium im Darm, sodass es über den Kot ausgeschieden wird. Dieses Medikament wurde bisher in begrenztem Umfang bei Hunden eingesetzt, aber mir ist sonst niemand bekannt, der es bisher bei seiner Katze einsetzte. Der Kaliumspiegel muss täglich überprüft werden, wenn Sie diese Behandlung einsetzen.

 

Gesundheitswissen erklärt die Ursachen und Behandlungsmethoden einer Hyperkalämie.

Doyle Medical bietet Informationen an über den Einsatz dieser Medikamente in der humanen Notfallmedizin. Scrollen Sie runter bis zu „Treatment of Hyperkalaemia Using Insulin“.

Pet MD erklärt einen zu hohen Kaliumspiegel.

Cornell University College of Veterinary Medicine bietet einige Informationen an über Hyperkalämie.

Medline schreibt über zu hohe Kaliumspiegel bei Menschen, aber die Grundinformationen ähneln denen von Katzen.

E Medicine ist eine Humanseite mit Informationen über Hyperkalämie.

Endocrine Emergencies ist ein Vortrag von Dr. M. S. Wallace auf der Atlantic Coast Veterinary Conference 2001.

 

 

 

 

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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 15. September 2013

Links auf dieser Seite zuletzt überprüft: 20. April 2012

 

   

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