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WAS IST CNI?


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Akute Niereninsuffizienz


 

SCHLÜSSELTHEMEN


Erbrechen, Übelkeit, Appetitverlust und Magensäureüberschuss


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Die Wichtigkeit der Phosphatkontrolle


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Nierensteine


 

UNTERSTÜTZUNG


Der Umgang mit CNI


Tanya's Support Group


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SYMPTOME


Alphabetische Auflistung von Symptomen und Behandlungsmaßnahmen


Ungleichgewicht im Flüssigkeitshaushalt und den Harnwegen (Austrocknung, Wasseransammlung und Harnwegsprobleme)


Störungen im Stoffwechselhaushalt (Erbrechen, Appetitverlust, Magensäureüberschuss, gastrointestinale Probleme, Mundgeschwüre usw.)


Phosphat und Kalziumungleichgewicht


Verschiedene Symptome (Schmerzen, Verstecken usw.)


 

DIAGNOSE: WAS BEDEUTEN ALL DIE TESTERGEBNISSE?


Klinische Chemie: Nierenfunktion, Kalium, andere Tests (ALT, Amylase, (Cholesterin usw.)


Kalzium, Phosphat, Parathormon (PTH) und Sekundärer Hyperparathyreoidismus


Komplettes Blutbild: Rote und weiße Blutzellen: Anämie und Infektion


Urinanalysen (Urintests)


Andere Tests: Ultraschall, Biopsie, Röntgen usw.


Renomegalie (vergrößerte Nieren)


Welche Untersuchungen, und

wie oft


Faktoren, die die Testergebnisse beeinflussen


Normale Referenzwerte


Internationale und amerikanische Messsysteme


 

BEHANDLUNGS

MAßNAHMEN


Welche Behandlungsmaßnahmen sind unverzichtbar


Flüssigkeitshaushalt und Harnprobleme (Wasseransammlung, Infektionen, Inkontinenz, Proteinurie)


Regulierung der Stoffwechselabfälle (Mundgeschwüre, gastrointestinale Blutungen, Antioxidantien, Adsorbentien, Azodyl, Astro's CRF Oil)


Phosphat, Kalzium und Sekundärer Hyperparathyreoidismus (Calcitriol)


Verschiedene Behandlungsmethoden: Stammzellentransplantation, ACE-Hemmer (Fortekor), Steroide, Nierentransplantation


Antibiotika und Schmerzmittel


Ganzheitliche Behandlungsmaßnahmen, einschließlich Slippery elm bark (Ulmenrinde)


ESS (Aranesp, Epogen, Eprex, NeoRecormon) bei schwerer Anämie


Allgemeine Gesundheitsprobleme bei CNI-Katzen: Flöhe, Arthritis, Kognitive Dysfunktion (Demenz), Impfungen


Tipps, wie Sie Ihre Katze medikamentieren können


Wo Sie die notwendige Ausstattung günstig kaufen können


Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt und das Führen von Aufzeichnungen


 

DIÄT UND ERNÄHRUNG


Ernährungsanforderungen von CNI-Katzen


Die B Vitamine (einschließlich Methylcobalamin)


Was können Sie füttern (und was Sie vermeiden sollten)


So motivieren Sie Ihre Katze zum Fressen


Futterdatentabellen


Dosenfutterangaben


Trockenfutterangaben


Futtermittelhersteller


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DIE FLÜSSIGKEITS

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Dialyse


 

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Überblick


  •  Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine CNI-Katze zusätzlich an Diabetes erkrankt oder bereits an einer Diabetes leidet.

  • Die Nahrungsanforderungen einer diabetischen Katzen scheinen unvereinbar mit denen einer CNI-Katze zu sein. In so einem Fall hat jedoch die Diabetes Vorrang.


Was ist Diabetes?                                                                                             Zurück nach oben


 

Diabetes mellitus ist eine Krankheit, bei der die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) nicht mehr ausreichend Insulin produziert, oder der Katzenkörper das vom Pankreas produzierte Insulin nicht mehr ausreichend verarbeiten kann. Der Körper braucht Insulin, um aus der Nahrung die benötigte Energie zu gewinnen. Durch eine Störung dieser Funktion gerät die Katze in eine Hyperglykämie (zu hoher Blutzuckerspiegel), die mit der Zeit auch zu hohen Zuckeranteilen im Urin führt (Glukosurie).

 

Es gibt zwei Arten von Diabetes Mellitus, die unkomplizierte Form und die Diabetes mit Ketoazidose. Katzen mit der Unkomplizierten zeigen - zumindest im Frühstadium - nur leichte Symptome. Aber Katzen mit einer Ketoazidose sind normalerweise sehr krank und können sterben, wenn sie nicht sofort behandelt werden.

 

Übergewicht ist bei Katzen, genau wie bei Menschen auch, ein großer Risikofaktor für Diabetes. Katzen, die mit Kortikosteroiden behandelt werden, können ebenfalls eine Diabetes entwickeln, die sich jedoch wieder zurückbilden kann, sobald die Kortisongabe gestoppt wird (es sollte jedoch immer ausgeschlichen werden). Bei Katzen mit einer gut eingestellten Diabetes kommt eine Remission ziemlich häufig vor, sogar dann, wenn sie nicht durch Steroide verursacht wurde. Predictors of clinical remission in cats with diabetes mellitus (2010) Zini E, Hafner M, Franchini M, Ackermann M, Lutz TA & Reusch CE Journal of Veterinary Internal Medicine 24(6) pp 1313-21 fand heraus, dass 50 Prozent der Katzen dieser Studie in Remission gingen, und dass es häufiger bei älteren Katzen vorkam.

 

Vet Med News stellt Information über Diabetes mellitus auf Deutsch zur Verfügung.

Katzendiabetes ist eine sehr umfangreiche Informationsseite über Diabetes.

Feline diabetes mellitus: from diagnosis to therapy (2009)  ist ein informativer Artikel von Dr. D. L. Zoran.

Feline diabetes - five principles breed success (2009) ist ein Artikel von Dr. Gary Norsworthy im Oktober-Heft 2009 aus der Veterinary Practice News.

 


Symptome                                                                                                         Zurück nach oben


 

Die Zunahme des Zuckergehalts im Urin verursacht Polyurie (vermehrtes Urinieren) und Polydipsie (vermehrtes Trinken). Diabetische Katzen neigen auch zu Gewichtsverlust. Bis zu einem gewissen Grad ähneln sich die Symptome von Diabetes und CNI. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied: Diabetische Katzen verlieren in der Regel nicht ihren Appetit – sie verlieren jedoch Gewicht, obwohl sie futtern, häufig fressen sie sogar mehr als früher (das kann aber ebenfalls das Symptom einer Schilddrüsenüberfunktion sein).

 

Bei einer weiter fortgeschrittenen Diabetes können aber Appetitverlust, schlechte Fellqualität, Erbrechen und Austrocknung auftreten. Auch Blaseninfektionen kommen relativ häufig vor wegen des Zuckergehalts im Urin, ebenso Unsauberkeit.

 

Durch eine diabetische Neuropathie werden Nerven in den Beinen zerstört, dadurch tritt dann eine Hinterbeinschwäche auf.

 

Diabetes-Katzen erklärt die diabetische Neuropathie auf Deutsch.

Katzendiabetes bietet gut verständliche Erklärungen an.

The Mayo Clinic bietet Informationen an über periphere Neuropathien, auch über die durch eine Diabetes verursachte.

 


Diagnose                                                                                                            Zurück nach oben


 

Die Diagnose des TA basiert auf den Blutwerten, klinischen Anzeichen und dauerhaft hohen Blut- und Urinzuckerwerten. Katzen, die sich bei einem TA-Besuch sehr aufregen, haben ebenfalls manchmal hohe Blutglukosewerte, daher ist das kein verlässliches Anzeichen für Diabetes. Wichtig ist hier der ständig erhöhte Glukosespiegel. Aus diesem Grund ist es besser, den Fruktosaminspiegel zu überprüfen, der die Konzentration der Glukosemoleküle über einen Zeitraum von ungefähr zwei bis drei Wochen zusammenfasst. 

 

Lab Tests Online bietet einen Überblick über Fruktosamin an.

Med 4 You erklärt den Fruktosamintest auf Deutsch.

 

Katzen mit Ketoazidose können erhöhte Harnstoff- und Kreatininspiegel im Blut haben, die hier jedoch nicht gleichbedeutend mit einer CNI sind, insbesondere dann nicht, wenn Phosphat- und Kaliumspiegel normal sind. Bei diabetischen Katzen ist auch häufig der Urin verdünnt, ohne dass eine CNI zugrunde liegt. Die dadurch verursachte Austrocknung erhöht wiederum die Nierenwerte. Sobald die Diabetes unter Kontrolle gebracht ist, können sich auch Harnstoff- und Kreatininspiegel wieder verbessern. Manchmal sind anfangs auch die Leberwerte im Blutbild erhöht, das verbessert sich ebenfalls, wenn die Diabetes unter Kontrolle gebracht wird. 

 


Behandlungsmaßnahmen                                                                              Zurück nach oben


Katzen mit einer diabetischen Ketoazidose müssen normalerweise stationär behandelt werden, an einen intravenösen Tropf und mit Insulin behandelt werden, bis sie sich stabilisiert haben. Die Weiterbehandlung ist dann wie bei Katzen mit einer unkomplizierten Diabetes.

 

Katzen mit diabetischer Neuropathie profitieren oft von Vitamin B12 in der Form von Methylcobalamin. Jasper's Page bietet Information zu dieser Behandlung an.

 

Es ist wichtig, alle vorhandenen Infektionen, wie z.B. Harnwegsinfektionen, unter Kontrolle zu bringen, denn dadurch wird es einfacher, die Diabetes zu kontrollieren.

 

Insulin


Die unkomplizierte Diabetes wird normalerweise mit Insulininjektionen behandelt. Bovines (Rinder-)Insulin ist genetisch dem felinen Insulin am ähnlichsten und überall in GB erhältlich. In den USA jedoch wird von Tieren gewonnenes Insulin oft aus Großbritannien importiert und kann daher relativ teuer sein. Das Insulin wird ein- bis zweimal täglich gespritzt. Da die Katzen unterschiedlich darauf reagieren, müssen die Menge und Häufigkeit durch mehrmalige Messungen der Blutzuckerwerte überwacht werden. Anfangs muss das alle paar Stunden durchgeführt werden, manchmal auch stationär. Nach und nach kann die Häufigkeit der Tests auf ein- bis zweimal täglich reduziert werden (siehe Überwachung). Ist die Diabetes richtig eingestellt, sollten auch die vorherigen Symptome wieder verschwinden. 

 

Cornell University College of Veterinary Medicine zeigt eine Reihe von Videos, die alle Aspekte umfasst, wie man für eine diabetische Katze sorgt, einschließlich wie man Insulin spritzt, die Katze überwacht, und wie man eine Hypoglykämie erkennt und behandelt.

 

Orale Medikamente


Manchmal können diabetische Katzen auch mit einem oralen Medikament namens Glipizide behandelt werden statt mit Insulinspritzen. Jedoch sprechen nur ca. 30 Prozent der diabetischen Katzen auf diese Behandlung an, und diese Katzen müssen auch sorgfältig überwacht werden, da dieses Medikament die Leber angreifen kann. In jedem Fall ist es bei weitem einfacher, die meisten Katzen zu spritzen, als ihnen diese Tabletten zu geben.

 

Diät


Bei diabetischen Katzen muss unbedingt auf deren Ernährung geachtet werden. Ihr Tierarzt kann Ihnen Auskunft geben über die Fütterungshäufigkeit. Aber normalerweise bekommen Katzen zweimal täglich Insulin und dabei jeweils eine Hälfte ihrer täglichen Futterportion. Ständig Futter anzubieten ist bei diabetischen Katzen nicht empfehlenswert. Katzen, die mit Glipizide behandelt werden, bekommen normalerweise mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu fressen.

 

Manchmal wird empfohlen, diabetischen Katzen eine Diät mit hohem Ballaststoffanteil und vielen komplexen Kohlehydraten zu füttern (wie z. B. Hill’s w/d Diät). Es wurde nämlich angenommen, dass diese Stoffe dabei helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Katzen haben jedoch von Natur aus nur einen sehr geringen Bedarf an Kohlehydraten, und neuere Untersuchungen haben ergeben, dass es tatsächlich sehr viel besser für diabetische Katzen ist, wenn sie eine Diät bekommen, die höher im Proteingehalt liegt, viel Fett enthält und weniger Kohlehydrate. Empfehlenswerte Futtersorten für diesen Anspruch sind Purina DM Dietetic Management Veterinärformula (zur Zeit in GB nicht erhältlich) und Futter für Katzenkinder, das normalerweise viel Eiweiß und Fett enthält. Hill's hat kürzlich ein ähnliches Futter eingeführt, genannt Hill's m/d (klicken Sie auf „Prescription Diet“, dann auf „Cat“, dann auf „m/d“). Es enthält ebenfalls relativ wenig Phosphat, 0,7 Prozent gerechnet auf Trockensubstanzanalysebasis. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass Katzen sowohl bei CNI als auch bei Diabetes nur eine begrenzte Phosphatmenge aufnehmen. Falls notwendig, sollte ein Phosphatbinder eingesetzt werden. 

 

Es gibt eine Diskussion darüber, ob Trockenfutter für diabetische Katzen geeignet ist. Lt. der Studie Indoor confinement and physical inactivity rather than the proportion of dry food are risk factors in the development of feline type 2 diabetes mellitus (2009) Singerland LI, Fazilova VV, Plantinga EA, Kooistra HS & Beynen AC Veterinary Journal 179(2) pp247-253, konnte kein Beweis erbracht werden, dass Trockenfutter der Auslöser für eine Diabetes bei Katzen sein könnte. Einige diabetischen Katzen reagieren jedoch so empfindlich auf Kohlehydrate, dass sie weniger Insulin – in manchen Fällen sogar überhaupt keines mehr – benötigen, wenn sie auf eine Ernährung mit wenig Kohlehydraten umgestellt werden. Generell gesprochen enthalten Dosenfuttersorten sehr viel weniger Kohlehydrate als Trockenfuttersorten. Daher kann Dosenfutter mit wenig Getreide und ohne zusätzlichen Zucker in solchen Fällen hilfreich sein. Trockenfutter ist hingegen weniger empfehlenswert, da es häufig sehr hohe Kohlehydratanteile enthält.

 

Bekommt eine Katze bereits Insulin, sollte der Futterwechsel langsam vorgenommen und der Blutzuckerspiegel dabei sorgfältig überwacht werden. Manchmal kommt es nämlich zu einem dramatischen Abfall des Blutzuckerspiegels als Reaktion auf die verminderten Kohlehydrate im Futter, und damit steigt dann das Risiko einer Insulinüberdosis (siehe Hypoglykämie).

 

Comparison of a low carbohydrate-low fiber diet and a moderate carbohydrate-high fiber diet in the management of feline diabetes mellitus (2005) Bennett N, Greco DS, Peterson ME, Kirk C, Mathes M, Fettman MJ. Journal of Feline Medicine and Surgery Nov 3, fanden heraus, dass die diabetischen Katzen in dieser Studie, die mit einer wenig-Kohlehydrate-wenig Ballaststoffe-Diät ernährt wurden, signifikant höhere Chancen hatten, kein Insulin mehr zu benötigen als Katzen, die mit einer moderat-Kohlehydrate-viel-Ballaststoffe-Diät ernährt wurden.

 

Diet in the prevention of diabetes and obesity in companion animals (2003) Rand JS, Farrow HA, Fleeman LM & Appleton DJ Proceedings of the Nutrition Society of Australia erklärt, wie Änderungen bei der Ernährung helfen können, die Diabetes unter Kontrolle zu halten.

 

Katzendiabetes hat umfangreiche Informationen über die Ernährung von Diabeteskatzen. Außerdem werden dort die in Deutschland erhältlichen und empfehlenswerten Futtersorten aufgeführt und weiterführende Links angegeben. Diese Webseite ist erste Wahl für jeden, der eine diabeteskranke Katze hat. Mehr Informationen zum Thema Ernährung finden Sie hier.

 


Überwachung                                                                                                   Zurück nach oben


Die Überprüfung der Uringlukose ist nur für die Anfangsdiagnose nützlich – gesunde Katzen haben keine Glukose in ihrem Urin – der Wert ist jedoch zu ungenau, um darauf eine korrekte Entscheidung über die Insulindosierung aufzubauen. Mit Teststreifen (Ketostix) aus der Apotheke werden Sie aber wahrscheinlich regelmäßig den Urin auf Ketone kontrollieren müssen. Schon die kleinste Spur an Ketonen im Urin ist besorgniserregend und erfordert einen sofortigen TA-Besuch. Bei Katzendiabetes finden Sie ausführliche Informationen dazu und auch ein Foto der empfohlenen Teststreifen mit Skala.

 

Blutzuckertests zu Hause


Sie werden auch zu Hause den Blutzuckerwert Ihrer Katze überprüfen müssen und können dafür ein Glukometer verwenden (erhältlich in Apotheken, es ist ein Produkt für menschliche Diabetiker). Eine Heimüberwachung ist erheblich billiger für Sie und weniger stressig für Ihre Katze. Das Blut bekommen Sie, indem Sie das Ohr (vergewissern Sie sich, dass es warm ist) mit einer sterilen Lanze kurz ritzen. Es wird nur eine winzige Menge an Blut benötigt. Jedoch ist vielen Tierärzten in Europa diese Methode noch nicht geläufig. Im Großen und Ganzen wird eine Katze als kontrolliert betrachtet, wenn ihr Blutzuckerwert ständig im Bereich zwischen 5 bis 15 mmol/l (US: 100 bis 300 mg/dl) bleibt.

 

Manchmal werden Katzen anfangs mit zu hohen Insulindosen behandelt. Das führt zu einem plötzlichen Abfall des Blutzuckerspiegels, und der Körper reagiert darauf, indem er Glukagone freilässt, die den Blutzuckerspiegel wieder anheben. Dadurch scheint es, basierend auf Stichproben beim Tierarzt, als ob die Katze noch mehr Insulin benötigt. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Dieses Phänomen ist bekannt unter dem Namen „Somogyi Effekt". Die Blutzuckerüberwachung zu Hause ergibt da genauere Ergebnisse und hilft, solche Probleme zu vermeiden.

 

Katzendiabetes bietet eine ausführliche Erklärung zum Hometesting mit Fotos und Erklärungen der verschiedenen Testgeräte an, Fotos beim Testen mit Fotomodell Clyde und hilfreiche Tipps zur Blutentnahme.

Außerdem finden Sie bei Katzendiabetes eine Zusammenstellung der am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zum Hometesting.

Katzendiabetes hat Informationen mit weiterführenden Links zum Somogyi-Effekt.

 

Veterinary Partner bietet eine Diashow mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Haustest an.

Sugar Cat Harry's Website hat ebenfalls ausführliche Information über den Blutzuckertest zu Hause.

Feline Diabetes bietet Information über den Somogyi Effect an.

 

Hypoglykämie (Unterzuckerung)


Die generelle Regel lautet: Zuviel Insulin ist weit gefährlicher für eine diabetische Katze als zu wenig, denn dadurch kann es zu einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel kommen (Hypoglykämie). Die Symptome sind Schwächezustände, Mangel an Bewegungskoordination, Zuckungen und Koma. Die Katze muss - wenn sie noch fressen kann - sofort Futter erhalten, oder Sie müssen ihr Maissirup oder Traubenzuckerpulver auf den Gaumen streichen (in UK können Sie auch ein Produkt für menschliche Diabetiker kaufen. Es heißt Hypo-Stop und ist frei verkäuflich. In Deutschland heißt es Jubin, und Sie bekommen es in jeder Apotheke). Auf jeden Fall sollten Sie sofort Ihren Tierarzt benachrichtigen. Sie müssen auch den Behandlungsplan mit Ihrem Tierarzt überarbeiten, wenn ein Fall von Hypoglykämie aufgetreten ist.

 

Katzendiabetes hat die wichtigsten Fragen und Antworten und Tipps zur Hypoglykämie zusammengestellt.

Katzendiabetes: hier finden Sie Berichte von Katzendiabetes-Mitgliedern, deren Katzen in eine Hypoglykämie rutschten, und wie sie sie behandelten.

 

Gorbzilla hat ebenfalls Informationen über Hypoglykämie. 

 


Diabetes und CNI                                                                                             Zurück nach oben


Wenn Sie es sowohl mit Diabetes als auch mit CNI zu tun haben, dann ist es wichtiger, dass Sie die Diabetes richtig einstellen. Wenn Ihnen das gelungen ist, werden Sie häufig feststellen, dass sich auch die CNI verbessert. Bitte lesen Sie oben darüber nach in Diagnose.

 

Menschen, die sowohl mit Diabetes als auch mit CNI konfrontiert werden, sind oftmals besorgt, weil es scheint, als ob die Proteinanforderungen bei beiden Krankheiten unvereinbar miteinander sind. Aber in Wahrheit ist es so, dass eine reduzierte Proteindiät nicht unbedingt erforderlich ist bei der Behandlung von CNI, siehe Ernährungsanforderungen und Diät. Dort finden Sie mehr Informationen zu diesem Thema.

 

Eine ausgetrocknete Katze reagiert schlechter auf Insulin. Viele Leute haben festgestellt, dass nach Infusionen bei ihren Katzen das Insulin besser wirkt. Manchmal hält es auch länger vor, als es vorher der Fall war.

 

Es gibt einige Hinweise darauf, dass diabetische Katzen mit CNI Fortekor (Benazepril) vielleicht weniger gut vertragen als Katzen, die nur an CNI leiden.

 


Links                                                                                                                   Zurück nach oben


 

Generelle Übersichten


Katzendiabetes bietet viele Informationen auf Deutsch an. Das Forum ist jedoch seit Januar 2012 geschlossen.

 

Cornell University College of Veterinary Medicine zeigt eine Reihe von Videos, die alle Aspekte aufführt, die man bei der Versorgung einer an Diabetes erkrankten Katze beachten sollte, einschließlich wie man Insulin verabreicht, seine Katze überwacht und wie man eine Hypoglykämie erkennt und behandelt.

Keys to management of diabetes in cats (2011) ist eine Präsentation von Dr S Little to the 36th World Small Animal Veterinary Association World Congress. Darin vergleicht er die verschiedenen auf dem Markt erhältlichen Insulinsorten und erklärt, wie man die Insulindosis richtig anpasst.

Cornell University College of Veterinary Medicine gibt einen guten generellen Überblick.

Washington State University bietet ebenfalls einen guten generellen Überblick an.

Feline Diabetes Message Board FAQs stellt im Bereich „FAQ“ ausführliche Antworten ein zu den am häufigsten gestellten Fragen.

Gorbzilla stellt eine Menge praktischer Information zur Verfügung, auch auf Deutsch.

 

Support


Diabetes-Katzen ist ein deutschsprachiges Forum.

 

Feline Diabetes Message Board (FDMB) ist ein sehr aktives Informationsforum und außerdem auch eine hilfreiche Webseite.

Pet Diabetes Group – ebenfalls eine hilfreiche Seite, die neben Katzen auch noch zu anderen Tierarten berät.

it also has an associated website.

Feline Diabetes Group ist eine Gruppe für Menschen, die sich um ihre diabeteskranken Katzen kümmern.

 

 

 

 

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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 16. Oktober 2012

Links auf dieser Seite zuletzt überprüft: 03 April 2012

   

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Diese Website dient nur Informationszwecken und nicht dazu, Diagnosen zu erstellen oder eine Katze zu behandeln. Bevor Sie irgendeine der hier beschriebenen Behandlungsmaßnahmen ausprobieren, MÜSSEN Sie einen Tierarzt aufsuchen und sich professionellen Rat für die richtige Behandlung Ihrer Katze holen und ihre individuellen Anforderungen. Sie sollten auch keine der hier beschriebenen Behandlungsarten ohne Kenntnis und Zustimmung Ihres TA einsetzen.

 

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