TANYAS UMFASSENDES HANDBUCH

 

ÜBER CHRONISCHES NIERENVERSAGEN

 

BEI KATZEN

 

                  

FLÜSSIGKEITSTHERAPIE

 

 
Gründe für Flüssigkeitstherapien
Die verschiedenen Arten der Infusionstherapie

Orale Verabreichung

Subkutane Infusionen

Intravenöse Infusionen

Dialyse

 

Einführung

Da die kranken Nieren von CNI-Katzen nicht mehr in der Lage sind, den Urin ausreichend zu konzentrieren, besteht das Risiko einer Austrocknung. Im Frühstadium einer CNI können die Katzen normalerweise den Flüssigkeitshaushalt noch durch Trinken ausgleichen. Aber irgendwann benötigen die meisten CNI-Katzen eine Art von Flüssigkeitstherapie.

 

Dieses Kapitel erklärt mehr über die Ziele der Flüssigkeitstherapie und welche verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Andere Kapitel aus diesem Bereich gehen mehr ins Detail darüber, welches die Hauptmöglichkeiten einer Flüssigkeitstherapie sind, die bei CNI-Katzen eingesetzt werden (siehe die zweite und dritte Reihe der Links oben).

 

Sinn und Zweck der Infusionstherapie

Laut Colorado State University College of Veterinary Medicine, wird eine Infusionstherapie aus drei Gründen verabreicht. Wenn Sie eine CNI-Katze haben, werden wohl nur die ersten beiden Gründe für Sie von Belang sein.

  1. Die Ersatzphase – das Ziel dieser Phase ist es, einen Austrocknungszustand wieder zu korrigieren, der in einigen Fällen sehr schwer sein kann. Üblicherweise werden in dieser Phase intravenöse Flüssigkeiten verabreicht. Eine CNI-Katze mit einem Zusammenbruch erhält üblicherweise intravenöse Flüssigkeit.

  2. Die Erhaltungsphase – das Ziel dieser Phase ist, die Katze hydriert zu halten, damit sie nicht zurück in die Ersatzphase fällt. Gewöhnlich werden in diesem Fall subkutane Infusionen eingesetzt, die Sie selbst zu Hause verabreichen können;

  3. Die Notfallphase – während dieser Phase ist es das Ziel, ein kritisch krankes Tier wieder zu stabilisieren, das einen lebensbedrohlich hohen Anteil an Körperflüssigkeit verloren hat, z.B. durch einen Verkehrsunfall. Für gewöhnlich werden in diesem Fall intravenöse Infusionen verabreicht.

Die verschiedenen Flüssigkeitetherapien

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Flüssigkeitstherapien. Ihr TA wird entscheiden, welches die beste Methode für Ihre Katze ist.

 

Orale Flüssigkeitstherapie

Der natürlichste Weg der Flüssigkeitsaufnahme für Katzen ist oral, sowohl über die Futteraufnahme als auch über das Trinkwasser. Und obwohl CNI-Katzen für gewöhnlich sehr viel trinken, können sie ihren Flüssigkeitshaushalt irgendwann nicht mehr ausgleichen. Ab diesem Zeitpunkt benötigen sie dann subkutane Infusionen. Aber bei einer  CNI-Katze im Frühstadium kann es ausreichen, wenn Sie die Katze ermutigen, mehr zu trinken (z.B. durch Wasserbrunnen oder indem Sie mehrere Wasserschüsseln in Ihrem Heim verteilen), und die orale Flüssigkeitsaufnahme erhöhen, z.B wenn Sie Wasser unters Futter mischen.

 

Wenn sich Ihre Katze im mittleren CNI-Stadium befindet, aber Ihr TA erlaubt keine subkutanen Infusionen, dann können Sie Ihrer Katze statt dessen Wasser ins Mäulchen einflößen. Besprechen Sie diese Möglichkeiten mit Ihrem TA. Seien Sie jedoch besonders vorsichtig, denn Katzen können nur winzige Mengen gleichzeitig schlucken. Geben Sie das Wasser auch immer seitlich ins Mäulchen, niemals von vorne – unter Spritzenfütterung finden Sie mehr Informationen dazu. Geben Sie nicht zuviel auf einmal, denn wenn Sie das machen, dann kann es sein, dass Ihre Katze sich satt fühlt und nicht mehr genug frisst. Verabreichen Sie niemals die Infusionsflüssigkeit oral, die Sie für die subkutanen Infusionen benutzen. Diese Flüssigkeiten sind nur für Injektionen und nicht für die orale Aufnahme bestimmt.

 

Elektrolyte zur oralen Rehydrierung

Wenn eine Katze klinisch ausgetrocknet ist, vielleicht durch Erbrechen oder Durchfall, dann benötigen Sie Elektrolyte (Mineralsalze) zusätzlich zum Wasser. In solchen Fällen empfiehlt vielleicht Ihnen Ihr TA „orale Rehydratisierungsbeutel". Mein TA gab mir einige davon, als meine Katze sich nach einer Zahnoperation erholte. Eine in den USA beliebte Marke ist Pedialyte. Sie wurde entwickelt, um bei Kindern den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen, den sie durch Erbrechen oder Durchfall erleiden. In GB heißt es Dioralyte. In Deutschland/Österreich/Schweiz heißt es Normolyt für Kinder.

 

Benutzen Sie bitte nur die geschmacklosen Varianten dieser Produkte. Verabreichen Sie sie auch nicht ohne Rücksprache mit Ihrem TA, der Ihnen die korrekte Dosierung nennen wird.

 

Marken

Lectade heißt das orale Rehydrationsprodukt aus der Veterinärmedizin in GB. Es enthält jedoch Glukose, daher ist es für Katzen mit Diabetes ungeeignet. Außerdem ist es ziemlich teuer. Es ist nicht für den Dauereinsatz geeignet. Der Hersteller empfiehlt, dass Sie Ihrer Katze täglich 100 ml der Mixtur verabreichen können bis zu einer Dauer von 36 Tagen. Falls Ihr TA Ihnen nicht erlaubt, subkutane Infusionen zu verabreichen, dann stimmt er vielleicht dem Einsatz von Lectade zu.

 

Die Beutel enthalten Zitrat, daher sollten Sie nicht mit Phosphatbindern die Aluminiumhydroxid enthalten, vermischt werden, da Zitrat die Aluminiumaufnahme erhöhen kann.

 

Im deutschsprachigen Raum gibt es Rehydration Support von Royal Canin, das speziell zur Rehydratation von Tieren entwickelt wurde. Rehydration Support können Sie sowohl bei TÄ als auch Online kaufen. Außerdem ist es in der Regel kein Problem, die Zustimmung des TA zu subkutanen Infusionen zu erhalten. Sie können das Zubehör auch in Apotheken oder online kaufen.

 

Subkutane Infusionen

Subkutane Infusionen werden mit einer kleinen Nadel unter die Haut gegeben. Sie werden normalerweise dann eingesetzt, wenn die Katze nicht mehr selbst genug trinken kann, um ausreichend hydriert zu sein. In der Praxis ist das meistens dann der Fall, wenn der Kreatininspiegel konstant über 300 bis 350 (US: 3,5 bis 4) liegt. Das entspricht dem höheren Ende der Stufe 3 des IRIS Stadium Systems.

 

Subkutane Infusionen sind sehr viel leichter zu verabreichen als intravenöse Infusionen. Die meisten Menschen lernen, wie sie sie selber zu Hause verabreichen können.

  • Subkutane Infusionen erklärt, wann mit den Infusionen begonnen werden sollte, wie viel man verabreichen soll und wie oft, und wie Sie Unsicherheiten bei der Anwendung überwinden können.

  • Tipps zum Verabreichen subkutaner Infusionen – hier finden Sie hilfreiche Ratschläge, wie Sie den Vorgang so einfach und leicht wie möglich gestalten können, sowohl für Sie selbst als auch für Ihre Katze. It also discusses the pros and cons of the different fluid types (Lactated Ringers, Normosol etc.).

  • Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Infusioneine fotografische Anleitung zur Verabreichung der Infusion per Infusionsset (üblich in den USA, aber auch häufig in Deutschland).

  • Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Spritze - eine fotografische Anleitung zur Verabreichung der Infusion per Spritze (üblich in GB).

  • Wie Sie die Unterstützung Ihres TA gewinnen können – dieses Kapitel ist für Menschen, deren TA zögert, die Verabreichung der subkutanen Infusionen zu Hause zu erlauben. Das bezieht sich auf viele Menschen außerhalb der USA, Kanada und der deutschsprachigen Länder.

Intravenöse Infusionen

Intravenöse Infusionen sind Flüssigkeiten, die direkt in eine Vene fließen („am Tropf"). Diese Behandlungsmethode wird üblicherweise bei Katzen eingesetzt, die stationär aufgenommen wurden. Sie wird daher überwiegend bei Katzen in einer Krise angewandt (die manchmal auch als Zusammenbruch bezeichnet wird).

 

Dialyse

In den USA ist Dialyse nur bei einer begrenzten Anzahl von Tierkliniken erhältlich und sehr teuer (sie kostet buchstäblich Tausende von Dollar). Auch in Deutschland/Österreich/Schweiz wird sie in einigen Kliniken angeboten. Die Kosten sind jedoch nicht so hoch wie in den USA.

 

Anders als bei Menschen, die ständig mehrmals wöchentlich an die Dialyse kommen, ist die Dialyse bei Tieren eine vorübergehende Kurzzeittherapie (z.B. um den Zeitpunkt bis zu einer Transplantation zu überbrücken (USA) oder bei akuter Niereninsuffizienz (Europa), bis die Nieren sich wieder erholt haben.)

 

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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 09 September 2011

 

Die Links auf dieser Seite wurden zuletzt überprüft:: 15 December 2010

 

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Ich habe mich sehr bemüht sicherzustellen, dass die Informationen dieser Website fehlerfrei sind, aber ich bin KEIN Tierarzt, nur ein einfacher Mensch, der CNI bei drei Katzen miterlebt hat. Diese Website wurde ausschließlich zur Information und Weiterbildung erstellt. Sie ist nicht dafür gedacht, um eine Katze zu diagnostizieren oder zu behandeln. Bevor Sie irgendeine Behandlung ausprobieren, die auf dieser Website beschrieben ist, MÜSSEN Sie einen qualifizierten Tierarzt konsultieren und professionellen Rat einholen über die korrekte Behandlung Ihrer Katze und ihre besonderen Erfordernisse; und Sie sollten die hier beschriebenen Behandlungsmöglichkeiten nur mit dem vollen Wissen und der Zustimmung Ihres Tierarztes anwenden.

 

Falls Ihre Katze Schmerzen hat oder schwerkrank erscheint, dann verschwenden Sie bitte keine Zeit im Internet, sondern gehen Sie sofort zu Ihrem Tierarzt.

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