TANYAS INFORMATIONSCENTRUM

 

ÜBER CHRONISCHES NIERENVERSAGEN (CNI)

BEI KATZEN

 

INTRAVENÖSE UND SUBKUTANE FLÜSSIGKEITSTHERAPIE

 

"Alle Wahrheit durchläuft drei Stadien. Zuerst wird sie lächerlich gemacht. Dann wird sie heftig abgelehnt. Letztendlich wird sie als selbstverständlich akzeptiert".

Arthur Schopenhauer

 

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Sinn und Zweck der Flüssigkeitstherapie

 

Intravenöse Verabreichung von Flüssigkeiten

 

Subkutane Verabreichung von Flüssigkeit

Was sind sie?

Wozu sind Sub-Qs gut?

Wann sollen sie benutzt werden?

Arten von Flüssigkeiten

Flüssigkeiten kaufen

Die Menge

Die Häufigkeit

Die Verabreichung

Wie komme ich mit dem Verabreichen klar?

Verwendung einer Giftube oder Endo-sof Katheter

Gewinnen der Unterstützung Ihres Tierarztes

Wann ist die Gabe von Sub-Qs nicht ratsam?

Klärung: Keine falsche Empfehlung

 

Einführung

In gewisser Weise ist die Flüssigkeitstherapie in Form subkutan verabreichter Flüssigkeiten (im Folgenden Sub-Qs genannt, in Großbritannien als Sub-cuts geläufig), die Existenzberechtigung dieser Seite. Ich bin absolut sicher, dass Thomas ohne Sub-Qs bereits im Januar 2000 gestorben wäre. Traurigerweise ist diese Art von Behandlung in den meisten Teilen der Welt mit Ausnahme der USA und Kanada sehr selten. Das Zitat am Anfang der Seite drückt deutlich meine Hoffnung aus, dass der Gebrauch von Sub-Qs Schritt für Schritt als Standardmethode in der Behandlung von CNI Katzen weltweit akzeptiert werden wird.

Sinn und Zweck der Infusionstherapie

Laut Colorado State University College of Veterinary Medicine, wird eine Infusionstherapie aus drei Gründen verabreicht:

  • In einer Notfallphase – während dieser Phase ist es das Ziel, ein kritisch krankes Tier wieder zu stabilisieren, das einen lebensbedrohlich hohen Anteil an Körperflüssigkeit verloren hat, z.B. durch einen Straßenunfall. Gewöhnlich werden in diesem Fall intravenöse Infusionen verabreicht;

  • Die Ersatzphase – während dieser Phase ist es das Ziel, eine Austrocknung zu korrigieren, die in manchen Fällen sehr schwer sein kann (wie es der Fall ist bei einem Zusammenbruch von CNI-Katzen). Gewöhnlich werden in diesem Fall intravenöse Infusionen verabreicht;

  • Die Erhaltungsphase – während dieser Phase ist es das Ziel, die Katze hydriert zu halten, damit sie nicht wieder in die Ersatzphase zurückfällt. In diesem Fall setzt man für gewöhnlich subkutane Infusionen ein.

Intravenös verabreichte Flüssigkeiten (IV)

Intravenöse Flüssigkeiten (IV Tropf) werden normalerweise bei sehr ernsthaft ausgetrockneten Katzen eingesetzt. IV ist eine Form der Flüssigkeitstherapie bei der eine spezielle Flüssigkeit die korrekte Balance der Elektrolyte (Salze, die der Körper benötigt) enthält. Diese Flüssigkeit wird durch einen Venenzugang verabreicht (intravenös). Dies ist eine professionelle Variante der Behandlung und erfordert große Sorgfalt, um sicherzustellen, dass die Fließgeschwindigkeit für die Katze stimmt. Ein zu rascher Fluss kann gefährlich sein (er kann das Herz überstrapazieren), ein zu langsamer Fluss reicht möglicherweise nicht aus, um die fehlende Flüssigkeit schnell genug zu ergänzen. Daher wird die intravenöse Flüssigkeitstherapie am besten vom Tierarzt in der Praxis durchgeführt, wo die Katze sorgfältig überwacht werden kann.

IV Flüssigkeit ist eine Art von Diurese, ein Durchspülen der Nieren. Sie ist in einer akuten Krise erforderlich, bei der das Tier schwerst dehydriert (ausgetrocknet) ist, um Elektolytmängel auszugleichen und Gifte aus dem Blut zu spülen. Sie ist keine passende Methode für regelmäßigen Flüssigkeitsausgleich: Sie strapaziert die Nieren sehr und, da es die GFR (glomeruläre Filtrationsrate – siehe Was ist CNI?) erhöht, kann sie den Verlust der Nierenfunktion beschleunigen. Zusätzlich muss die Katze in der Tierarztpraxis bleiben, was für die meisten Katzen sehr viel Stress bedeutet.

Die IV Behandlung wird im allgemeinen bei Katzen angewandt, wenn sie einen Zusammenbruch erleiden (plötzlich sehr dehydriert und sehr krank sind), oder wenn die Erstdiagnose bei sehr hohen Blutwerten gestellt wird. Oft ist die Katze dann auch schon sehr stark ausgetrocknet. In solchen Fällen kann es erforderlich sein, dass die Katze mehrere Tage am Tropf hängen muss, um sie wieder zu hydrieren und den Elektrolythaushalt wieder auszugleichen. Thomas bekam zweimal IV Therapie. Einmal für vier Tage, beim zweiten Mal für drei Tage.

Ein Tag am intravenösen Tropf ist bei den meisten Katzen nicht ausreichend, um den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen und auszugleichen. Deshalb beunruhigt es mich zunehmend, dass in letzter Zeit eine Reihe von Tierärzten nur einen einzigen Tag am intravenösen Tropf anbieten und dem Besitzer die Euthanasie empfehlen, wenn sich die Blutwerte nicht innerhalb dieses kurzen Zeitraums verbessert haben. In den meisten Fällen ist das meiner Meinung nach nicht richtig. Ja, nicht jede CNI-Katze kann gerettet werden. Aber die Euthanasie ist eine unwiderrufliche Entscheidung. Wenn Sie sie treffen, dann sollten Sie sich sehr sicher sein, und das bedeutet für die meisten Menschen, dass sie ihrer Katze jede Chance ermöglicht haben.

 

Für eine schwer kranke Katze sind ein oder zwei Tage an einem intravenösen Tropf einfach nicht lange genug. Ich würde daher vorschlagen, dass Sie sicherstellen, dass Ihre Katze über einen längeren Zeitraum am Tropf bleibt. Außerdem ist es sehr wichtig, dass die Infusionen nicht abrupt beendet werden, insbesondere nicht bei Katzen mit hohen Werten. Der Körper der Katze braucht Zeit, sich an das Ende der Infusionen anzupassen. Der Tierarzt sollte daher nach und nach langsam die intravenöse Flüssigkeitsmenge reduzieren. Dann können Sie Ihre Katze mit nach Hause nehmen und dort mit subkutanen Infusionen weitermachen. In den meisten Fällen ist es sehr wichtig, dass die Katze noch eine angemessene Erfolgschance zu Hause bekommt nach den intravenösen Infusionen in der Praxis. Der Aufenthalt beim Tierarzt ist für die meisten Katzen sehr stressig, daher benötigen sie oft einige Tage der Rekonvaleszenz zu Hause, bevor sie sich besser fühlen.

 

Thomas ist ein gutes Beispiel für eine Katze, bei der sich keine dramatische Verbesserung durch die intravenöse Flüsssigkeitstherapie zeigte. Aber sie half ihm dabei, sich zu stabilisieren. Als er dann nach Hause kam, erholte er sich dort langsam wieder. Ursprünglich war Thomas volle vier Tage und Nächte am Dauertropf. Erst am dritten Tag begann er ein wenig zu fressen. Sein Harnstoff lag zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bei 89 (BUN: 241). Und er hatte sich auch nach vier Tagen und Nächten am Tropf nicht wirklich verbessert. Aber sein Verhalten verbesserte sich am Ende der vier Tage, und nach ein paar Wochen der Weiterbehandlung zu Hause sanken seine Werte schließlich ab auf Harnstoff 27 (BUN: 76) und Kreatinin 316 (US: 3,57. Dort blieben sie dann über mehrere Monate stabil.

Ich habe kürzlich gehört, dass einige TÄ bereits Katzen mit niedrigen oder mittleren Blutwerten (Kreatinin um 260 bis 300 oder US 3 bis 3,5) intravenös infundieren. In den meisten Fällen ist es unwahrscheinlich, dass das bereits nötig ist. Es kann aber angebracht sein, wenn die Katze aus irgendeinem Grund ausgetrocknet ist und/oder an einer Niereninfektion leidet.

In vielen amerikanischen TA-Praxen ist nachts niemand in der Praxis anwesend. Ich persönlich würde mich nicht dabei wohl fühlen, eine Katze am Tropf alleine und unbeaufsichtigt zu lassen. Wenn Ihr Tierarzt intravenöse Infusionen für Ihre Katze empfiehlt, sie aber nachts alleine gelassen würde, dann wäre es vielleicht ein guter Kompromiss, wenn Ihre Katze tagsüber in der Praxis am Tropf hängt, aber die Nacht (mit einem Katheter in der Pfote) zu Hause verbringt. Idealerweise sollte Ihre Katze am intravenösen Tropf ständig unter Beobachtung stehen.

Wenn Ihre Katze stationär beim TA am Tropf hängt, dann stellen Sie sicher, dass sie auch wirklich gefüttert wird. Viele TÄ stellen einfach das Futter vor eine Katze am intravenösen Tropf, aber rückversichern sich nicht, ob die Katze tatsächlich frisst. Es wird Ihrer Katze besser gehen, wenn sie ihre Kraft durch Fressen aufrecht erhält. Falls nötig, bieten Sie an, Ihre Katze persönlich jeden Tag zu füttern. So motivieren Sie Ihre Katze zum Fressen gibt Tipps, wie Sie Futter in Ihre Katze bekommen.  

 

Wenn Ihr Tierarzt der Meinung ist, dass die Katze diese Therapie in ihrem Zustand braucht, sollten Sie es sich gut überlegen – es kann unter Umständen wirklich ihr Leben retten.

 

Cornell University College of Veterinary Medicine Das „ Cornell University College of Veterinary Medicine" zeigt ein Video mit einer Katze am intravenösen Tropf und was das alles beinhaltet.

In Management of chronic renal failure: beyond the can (2001), einem Vortrag auf der Atlantic Coast Veterinary Conference 2001, beschreibt Dr. Melissa Wallace, wann und wie intravenöse Flüssigkeiten eingesetzt werden sollen.

Das ist unser George am IV Tropf. George war extrem krank zu diesem Zeitpunkt (er hatte eine Lebererkrankung, keine CNI), hoffentlich wird Ihre Katze nie so krank aussehen.

 

4.   Subkutan verabreichte Flüssigkeiten

Was sind subkutan verabreichte Flüssigkeiten (Sub-Qs = Infusionen unter die Haut)?

Subkutan bedeutet „unter die Haut"; und so sind Sub-Qs, in Großbritannien bekannt als sub-cuts, eine Möglichkeit, die Katze zu hydrieren, indem man vorsichtig Flüssigkeit unter die Haut infundiert anstatt in eine Vene. Im Gegensatz zur intravenösen Infusion kann dies auch ein Laie machen, wenn er entsprechend geschult wurde. Anstatt einen langsamen Tropf in die Vene der Katze zu legen, wie es bei intravenösen Infusionen gemacht wird, wird hier die Flüssigkeit mit einer Nadel unter die Haut geleitet. Das dauert ungefähr fünf Minuten. Die Flüssigkeit verteilt sich dann langsam im Körper der Katze und hilft ihr dabei, den benötigten Flüssigkeitsspiegel aufrechtzuerhalten.

Die hier verwendeten Flüssigkeiten sind Spezialflüssigkeiten mit dem passenden Gehalt an Elektrolyten. Es gibt mehrere verschiedene Flüssigkeitsarten im Handel (siehe unten). Ihr Tierarzt kann die aussuchen, die für Ihre Katze am besten geeignet ist.  

Wozu sind Sub-Qs gut?

Die Katze ist ein ungewöhnliches Tier. Sie besitzt die Fähigkeit, ihren Urin stark zu konzentrieren (ähnlich wie ein Kamel); dies verdankt die Katze ihrem afrikanischen Erbe. Bei CNI-Katzen jedoch nimmt diese Fähigkeit Schritt für Schritt ab, die Katze produziert dann nur noch einen sehr schwach konzentrierten Urin. Er sieht blasser aus, riecht weniger, und die Katze wird häufig große Mengen davon ausscheiden.

Die zunehmende Häufigkeit der Ausscheidung veranlasst sie, mehr und mehr zu trinken, um nicht auszutrocknen. Eine Zeitlang kann die Katze auch eine gewisse Balance aufrechterhalten. Irgendwann jedoch kann sie nicht mehr genug trinken, um den Wasserverlust durch das Urinieren auszugleichen, und es kommt zur Dehydrierung (das bedeutet, dass die Katze Körperflüssigkeit verliert und ein Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt entsteht). Manchmal kann dies so schwerwiegend sein, dass die Katze einen Zusammenbruch erlebt (d.h. so dehydriert ist, dass sie intravenöse Infusionen beim Tierarzt braucht), wie es Thomas passiert ist.

Auch wenn Ihre Katze keine solche Krise durchmachen muss, die ständige leichte Dehydrierung, die die CNI mit sich bringt, kann schwächen und unangenehm sein; und sie lässt die Anzahl der Giftstoffe im Blut ansteigen. Ohne Sub-Qs verringert sich die Durchblutung der Nieren, und der Zustand der Nieren verschlechtert sich noch schneller. Menschliche CNI Patienten haben den Zustand der Dehydrierung und die damit verbundenen hohen Blutgiftwerte als vergleichbar mit einem ordentlichen Alkoholkater ähnlich beschrieben. Es ist also der Sinn und Zweck von Sub-Qs, Ihre Katze gut hydriert zu halten (was bis zu einem gewissen Ausmaß auch die Blutgifte reduzieren sollte) und damit zu versuchen, die Nierenfunktion zu erhalten. Außerdem soll es das Wohlbefinden der Katze verbessern, indem es ihr dieses Gefühl des Katzenjammers nimmt.

Wann sollen sub-Qs benutzt werden?

Obwohl subkutane Infusionen für Katzen, die sie benötigen, von einem großen Nutzen sind, brauchen nicht alle CNI-Katzen sie sofort. Wie im vorherigen Kapitel erwähnt, ist der Sinn und Zweck von Infusionen, die Katze so ausreichend hydriert zu halten, dass keine Austrocknung auftritt. Katzen im Frühstadium einer CNI können jedoch noch ausreichend essen und trinken und dadurch den vermehrten Urinabsatz ausgleichen. Sie trocknen daher auch ohne Infusionen nicht aus.

 

Die Verarbeitung der Infusionen lädt den Nieren zusätzliche Arbeit auf, und außerdem können bestimmte Nährstoffe ausgespült werden. Das Verabreichen von subkutanen Infusionen ohne dringende Notwendigkeit kann auch den Blutdruck erhöhen und das Risiko einer Überhydrierung ansteigen lassen. Daher ist es das Beste, erst mit den subkutanen Infusionen zu beginnen, wenn die Vorteile die Nachteile  überwiegen, d.h. dann, wenn eine Katze ohne sie austrocknen würde. Dr. Katherine James, eine tierärztliche Nephrologin, glaubt, dass dies ungefähr dann eintritt, und dass die meisten CNI-Katzen davon profitieren, wenn die Kreatininwerte ständig über 300 - 350 (US: 3.5 - 4) liegen. Wenn Ihr Tierarzt glaubt, dass die CNI Ihrer Katze noch nicht so weit fortgeschritten ist und Ihre Katze auch nicht ausgetrocknet erscheint, dann ist es wahrscheinlich sicherer, zu diesem Augenblick noch keine Infusionen zu verabreichen (das bedeutet auch, dass Sie und Ihre Katze die täglichen subkutanen Infusionen noch nicht sofort in Ihren Tagesablauf einplanen müssen). Es gibt jedoch Ausnahmen; einige Katzen mit Kreatininspiegeln unter 300 (US: 3.5) können bereits Infusionen benötigen, besonders dann, wenn die Werte zum Zeitpunkt der Diagnose hoch waren. Und jede CNI-Katze, die sich nicht wohl fühlt, weil sie erbrochen oder Durchfall hat und dadurch Flüssigkeit verliert, kann von einer einmaligen subkutanen (Flüssigkeit) Infusion profitieren, die den Flüssigkeitsspiegel wieder ausgleicht. Meine TÄ gab mir aus diesem Grund für meine nicht an CNI erkrankte Katze Infusionsflüssigkeit mit, wenn sie an schwerem Erbrechen oder Durchfall gelitten hatte.


Klärung: Keine falsche Empfehlung

Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass eine deutsche Webseite behauptet, ich hätte Dr. Katherine James Empfehlungen hier auf ihrer Webseite - in Bezug auf subkutane Infusionen und wann sie begonnen werden sollten - missverstanden. Auf dieser deutschen Webseite wird weiterhin behauptet, dass die Ursache darin läge, dass ich als Laie nicht in der Lage bin, Dr. James Webseite inhaltlich richtig zu verstehen.

 

Dr. James Webseite ist auf Englisch geschrieben, also in meiner Muttersprache. Sie zielt auf Tiermedizinstudenten ab (sie beinhaltet ihre Unterrichtsmaterialien). Das stellt für mich jedoch kein Problem da, da ich über ein abgeschlossenes Studium mit Diplom in einem naturwissenschaftlichen, auf Tiere bezogenen, Fach verfüge. (Ich wurde eingeladen, mit dem MSc oder "Master of Science" abzuschließen. Das habe ich abgelehnt, weil der Unterhalt dieser Webseite sehr viel Zeit konsumiert). Ich bin also daran gewöhnt, wissenschaftliche Zeitschriften und Artikel zu lesen; und ich beschäftige mich jetzt seit über sieben Jahren so intensiv mit dem Thema Chronischer Nierenerkrankungen bei Katzen, dass ich mit der wissenschaftlichen Terminologie bestens vertraut bin. Übrigens "kenne" ich Dr James (online) seit nun fast sieben Jahren, und ich bin sehr vertraut mit ihren Behandlungsmethoden einer CNI.

 

Dr. Katherine James Unterrichtsmaterialien spezifizieren nicht im Detail, ab welchem Stadium genau sie glaubt, dass mit subkutanen Infusionen begonnen werden sollte. Wie jedoch bereits oben erwähnt, sagte sie mehrfach in der Vergangenheit (ich bin im Besitz ihrer sich darauf beziehenden E-Mail-Korrespondenz), dass sie der Meinung ist, subkutane Infusionen sind in den meisten Fällen erst dann erforderlich und sollten auch erst dann verabreicht werden, wenn der Kreatininwert in den hohen 3er oder niedrigen 4er-Kreatininwerten angekommen ist und damit eine Austrocknung der Katze droht.

 

Nachdem ich von dem Angriff auf meine Seite erfuhr, habe ich Dr. James per E-Mail angeschrieben. Daraufhin las sie sich dieses Kapitel nochmals durch und bestätigte, dass das, was ich hier schreibe, eine exakte und akkurate Wiedergabe ihrer Meinung ist. Darüber hinaus schrieb sie aus eigenem Antrieb eine Empfehlung meiner Webseite, die man auf der Startseite finden kann.

 

Übrigens hatte Dr. James selbst eine an CNI erkrankte Katze. Deren Kreatininwert schwankte häufig zwischen 1.8 und 2.2 über einen Zeitraum von fünf Jahren. Dr. Kathy gab ihrer Katze nicht einmal während dieses Zeitraums eine Infusion, da ihre Katze mit einem Kreatininwert auf diesem Niveau nicht ausgetrocknet war.

 

Dr. Katherine James studierte Tiermedizin an der University of California-Davis und absolvierte eine Fachausbildung zur Nephrologin an der University of Minnesota. Außerdem lehrte sie als Dozentin für Kleintiermedizin. Ich aber bin keine Expertin, auch keine  “selbsternannte Expertin”. Ich weise auf meiner Seite offen und ehrlich darauf hin, dass ich keine Tierärztin bin (noch habe ich das geringste Interesse daran, eine zu werden). Außerdem kenne ich Ihre Katze nicht persönlich. Aus diesem Grund erkläre ich immer, dass die Informationen auf meiner Webseite nur zur Weiterbildung gedacht sind und betone, dass Sie sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen müssen, um ein Behandlungsprogramm für Ihre Katze zu entwerfen.

 

Die Medizin, sowohl die menschliche als auch die Veterinärmedizin, ist häufiger eine Grauzone statt nur schwarz und weiß. Ich finde es ziemlich traurig, dass die Eignerin der o.g. Webseite mich auf einer persönlichen Ebene angreift anstatt einfach nur mir nicht zuzustimmen. Meine Webseite stellt sehr umfassend das gesamte Spektrum dieser Krankheit dar und besteht nicht nur aus einem einzigen Kapitel, welches den Schwerpunkt auf eine einzelne aggressive Behandlungsmethode bei allen CNI-Katzen legt, und sich im übrigen dann darauf beschränkt, nicht fundierte Angriffe gegen andere zu machen. Ironischerweise lautet einer ihrer Vorwürfe, dass ich Dr. James Webseite nicht verstanden habe. Aber genau darin besteht ihr Fehler.

 

Es widerstrebt mir und liegt normalerweise auch nicht in meiner Natur, mich selbst zu loben. Ich ziehe es üblicherweise vor, meine Arbeit für mich sprechen zu lassen. Aber in Anbetracht der ernsten Vorwürfe, die gegen mich vorgebracht werden, sehe ich es als meine Aufgabe an, wie oben Stellung zu nehmen.

 

Arten von Flüssigkeit

Bitte untersuchen Sie den Flüssigkeitsbeutel, bevor Sie beginnen – Fehler können passieren! Die üblicherweise benutzten Flüssigkeitsarten sind

Washington State University bespricht die verschiedenen Flüssigkeiten detailliert.

International WIN beschreibt den Inhalt der üblichen Flüssigkeiten.

 

Ringer Lactat Lösung (LRS)

Viele Leute der CRF Liste verwenden Ringer Lactat. Das entsprechende europäische (es ist praktisch identisch) ist Aqupharm No. 11 Hartmanns Lösung. Lactat ist wichtig für CNI-Katzen, da es über die Leber verstoffwechselt wird, wo es zu Bicarbonat umgewandelt wird, was wiederum beim Ausgleich einer leichten Übersäuerung hilft. Menschliche CNI Patienten bekommen Lösungen, die Puffer wie Lactat enthalten. Die Beutel von Hartmann gibt es mit 500ml oder 1l Inhalt – letztere sind günstiger. 

 

Normosol-R/Isolyte-S/PlasmaLyte A

Dies ist eine Art von Flüssigkeit, die manchmal statt Ringer Lactat verwendet wird, wenn die Katze einen hohen Kalziumspiegel aufweist, Leberprobleme oder ein Lymphsarcom (eine Art von Krebs) hat.

Im Grunde genommen handelt es sich hier immer um die gleiche Infusionsflüssigkeit, aber verschiedene Hersteller benutzen verschiedene Markennamen.

 

Sie brauchen Normosol-R, nicht Normosol-M: letzteres enthält Dextrose (siehe unten). 

 

Es enthält jedoch Magnesium. Wenn Ihre Katze auch einen hohen Magnesiumspiegel hat, ist es daher nicht das richtige Mittel. Normosol-R scheint auch bei manchen Katzen zu brennen. Es kann also vorkommen, dass Katzen sich dieser Art von Flüssigkeit widersetzen. Es gibt auch Berichte darüber, dass sich einige Katzen erbrochen haben, nachdem sie Normosol-R oder Plasmalyte erhielten. Alle diese Produkte sind außerdem teurer als Ringerlactat. Ich empfehle Ihnen daher, wenn es irgendwie möglich ist, dass Sie stattdessen eine Ringerlösung benutzen. Wenn Sie jedoch im deutschsprachigen Raum leben, dürfte das ohnehin kein Thema für Sie sein, denn diese Produkte sind da nicht erhältlich.

 

Kochsalzlösung (NaCl)

Kochsalzlösung ist manchmal passend für Katzen mit hohem Kalziumspiegel. Normalerweise ist sie aber zu säurehaltig für CNI-Katzen, außerdem kann sie brennen, wenn sie subkutan injiziert wird. Es fehlt auch der oben erwähnte Puffer, und sie enthält kein Kalium, welches viele CNI-Katzen brauchen. Es ist auch normalerweise nicht für Katzen mit erhöhtem Blutdruck und Leberproblemen geeignet. Es kann jedoch für Katzen geeignet sein, die eine Hyperkalämie (hoher Kalium Level) aufweisen.

 

Dextrose

Diese Flüssigkeiten enthalten Dextrose – eine Zuckerart. Das heißt, dass Bakterien in der Flüssigkeit wachsen können und eine Infektion an der Injektionsstelle verursachen können. Flüssigkeiten, die Dextrose enthalten, können bei subkutaner Injektion auch Schmerzen verursachen. Flüssigkeiten, die Dextrose enthalten, haben eine kürzere Haltbarkeitsdauer als Flüssigkeiten ohne Dextrose. Wenn Ihnen Ihr Tierarzt diese gibt (es kann ein Beutel mit Ringer Lactat sein, dem 2,5 oder 5 Prozent Dextrose zugesetzt sind, daher untersuchen Sie die Beutel sorgfältig, bevor Sie sie verwenden), fragen Sie, ob sie gegen eine passendere Lösung getauscht werden können. Pet Place erklärt warum es wichtig ist, Flüssigkeiten, die Dextrose enthalten, zu meiden.

 

Flüssigkeiten kaufen

Es kann schwierig sein, günstige Quellen in Europa zu finden, jedoch im Kapitel Wo Sie das Zubehör günstig bekommen können finden Sie Informationen über Firmen, die diese Dinge relativ günstig anbieten.

 

Wenn Sie sich mit Ihrem Tierarzt einigen können, kann es günstiger sein, das Zubehör direkt bei ihm zu beziehen anstatt Versandkosten zu bezahlen. Welche Methode Sie auch immer wählen, es kann einen großen Preisunterschied ausmachen, wenn Sie größere Mengen einkaufen. Unsere Tierärztin bestellte für uns fünf Beutel Flüssigkeit auf einmal, mit denen wir 25 Tage auskamen. Bei Ihrer Katze könnte es länger reichen (vergessen Sie nicht, Thomas bekam 200ml täglich). Unser Tierarzt gab uns einen Rabatt (für den wir sehr dankbar waren), so kostete die Behandlung etwa £8-9 (ca 11,50 - 13 €) pro Woche. Es wäre noch günstiger geworden, hätten wir ein Infusionsset verwandt, denn der Hauptteil der Kosten ging für die Schmetterlingsnadeln drauf. Ohne diese speziellen Nadeln wären die Kosten bei £5 (ca 7 €) pro Woche geblieben, zusätzlich zu den Anschaffungskosten für das Infusionsset. Viele Katzen brauchen weniger Flüssigkeit als Thomas, das kann die Kosten auch reduzieren.

 

Die Menge

Dieses Thema müssen Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen. Dr. Katherine James glaubt, dass Katzen im Allgemeinen nicht mehr als 100ml pro Tag brauchen, obwohl es immer Ausnahmen gibt, z. B. wenn Ihre Katze sehr groß ist.

 

Das ist jetzt eine reine Vermutung von mir, aber ich habe den Verdacht, dass manche Katzen, die einen schweren Zusammenbruch erlitten haben, möglicherweise mehr Flüssigkeiten benötigen als Katzen, die bereits zu einem frühen Zeitpunkt diagnostiziert wurden und deren CNI langsam voranschreitet. Thomas war kein riesiger Kater, aber er benötigte trotzdem täglich 300ml nach seinem Zusammenbruch. Selbst als sich sein Kreatininspiegel bei 316 stabilisiert hatte (US: 3,5), benötigte er immer noch 200ml täglich, aufgeteilt in zwei Sitzungen, um ihn hydriert zu halten.
 

Die Schlüsselworte in dem vorangegangenen Satz lauten "um ihn hydriert zu halten". Wenn man mehr an Flüssigkeiten verabreicht als man braucht, um den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten, dann ist das eine Belastung der Nieren (siehe Wann sollen sie benutzt werden?). Das kann zu einem Unwohlsein der Katze führen und kostet auch mehr.

 

Da die Katzen in ihren individuellen Bedürfnissen unterschiedlich sind, sollten Sie Ihren Tierarzt um Rat fragen, wieviel Sie Ihrer Katze geben sollen und Schritt für Schritt beginnen. Ihr Ziel sollte es sein, die niedrigste Menge herauszufinden, die nötig ist, und die den Flüssigkeitshaushalt Ihrer Katze trotzdem stabil hält.Mehr ist NICHT immer besser. Wenn Sie einer zehn Pfund schweren Katze täglich 300ml Flüssigkeit infundieren, dann ist das vergleichbar damit, als würden Sie einer 150 Pfund schweren Person täglich 4,5 Liter verabreichen. Das geht weit über die Menge hinaus, die für die meisten Menschen täglich empfohlen wird. Würden Sie soviel trinken wollen? Die Warnzeichen einer Überhydrierung werden im Kapitel Behandlungsmöglichkeiten erklärt.

Wenn sich die Blutwerte Ihrer Katze verbessern, oder wenn es so aussieht, als würde Ihre Katze die Flüssigkeitsmenge nicht mehr absorbieren, dann kann es sein, dass sie weniger oder gar keine Flüssigkeit mehr benötigt. Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob Sie die Infusionen reduzieren oder gar ganz damit aufhören sollen. Sie sollten jedoch langsam ausgeschlichen werden, damit die Nieren der Katze Zeit haben, sich anzupassen. Das gleiche trifft zu, wenn Ihr Tierarzt Infusionen einer Katze mit niedrigen Nierenblutwerten verschrieben hat. Fragen Sie, ob Sie damit aufhören können, um zu sehen, wie es Ihrer Katze ohne geht. Aber tun Sie es langsam.

Wenn Sie überwachen wollen, wieviel Flüssigkeit Ihre Katze braucht, dann ist der wahrscheinlich einfachste Weg, sie regelmäßig zu wiegen. Wenn das Gewicht abnimmt, kann das auf Dehydrierung hinweisen. Cocos Page (siehe gleich unten) hat mehr Infos darüber, wie das zu tun ist, und im Kapitel Behandlungsmöglichkeiten finden Sie Angaben, wo man genaue Waagen bekommt.

 

Diagnostisches Vorgehen bei Durchfall und Erbrechen von Dr. Birgit Drescher aus der VetMedLabor-Fortbildungsreihe "Gastrointestinalerkrankungen bei Hund und Katze" bietet Informationen über die verschiedenen Stufen einer Austrocknung und wie man eine Katze rehydriert.

Colorado State University erklärt kurz die Flüssigkeitstherapie und wie man eine Dehydrierung einschätzt.

Coco's Page informiert über die Berechnung der nötigen Flüssigkeitsmenge. Verändern Sie jedoch die Menge nicht ohne das Wissen und die Zustimmung Ihres Tierarztes.

 

Die Häufigkeit

Dies hängt wiederum sehr stark von den individuellen Bedürfnissen Ihrer Katze ab. Einige Katzen der CRF Liste brauchen nur zweimal wöchentlich Infusionen, während andere – so wie Thomas – ohne tägliche Infusionen sehr schnell austrocknen. Diskutieren Sie die speziellen Bedürfnisse Ihrer Katze mit Ihrem Tierarzt, und arbeiten Sie auf einen konsequenten, häufigen und regelmäßigen Ausgleich hin.

 

Es ist normalerweise besser, häufiger kleinere Mengen zu geben, z. B. 100ml täglich statt 200ml alle zwei Tage. Für gewöhnlich ist es besser, wenn sie kleinere Mengen öfter verabreichen. Z.B. indem Sie lieber täglich 100 ml infundieren statt 200 ml jeden zweiten Tag. Wenn Sie darüber nachdenken werden Sie feststellen, dass das einen Sinn ergibt. Wenn Sie z.B. täglich 3 l Wasser trinken, dann ist es besser, wenn sie täglich 3 l trinken statt 6 l an einem Tag, und dafür am nächsten Tag gar nichts. Das gleiche Prinzip trifft auf subkutane Infusionen zu.

 

Um zu entscheiden, wieviel Flüssigkeit Sie geben müssen, müssen Sie die Hydrierung Ihrer Katze sorgfältig überwachen und beobachten, ob die Flüssigkeit richtig absorbiert wird. Das ist nicht so schwierig, wie es sich anhört. Tipps für die Beobachtung finden Sie im Kapitel Symptome. Wenn Sie das richtige Maß erreicht haben, wird Ihre Katze aufhören, riesige Mengen an Wasser zu trinken.

 

Wird meine Katze immer Infusionen benötigen?
Wenn Sie mit den Infusionen zum richtigen Zeitpunkt beginnen, d.h. erst dann, wenn sie notwendig sind, um ihre Katze vor einer Austrocknung zu bewahren (das ist bei den meisten Katzen der Fall, wenn ihr Kreatininwert ständig über 300 bis 350 (US: 3,5 bis 4) liegt, dann wird Ihre Katze sie von da an wohl immer benötigen. Es gibt jedoch immer auch Ausnahmen. Einige Katzen benötigen Infusionen nur, um ihnen über eine Krise hinwegzuhelfen, insbesondere z.B. wenn sie noch jung sind, oder wenn ihre Blutwerte normalerweise noch ziemlich gut sind.

 

Wenn Sie jemals versuchen sollten, die Infusionsmenge zu verringern oder ganz damit aufhören, dann ist es sehr wichtig, dass Sie das langsam tun. Denn durch CNI geschädigte Nieren können sich nicht mehr so leicht anpassen wie gesunde Nieren.

 

Die Verabreichung

Es gibt hauptsächlich zwei mögliche Wege, um Infusionen zu verabreichen. Entweder durch ein Infusionsset oder per Spritze. Im Kapitel Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Spritze ist Thomas in dem Abschnitt „Die Spritzenmethode" das Fotomodell. An ihm wird gezeigt, wie die Spritzenmethode funktioniert. Seine Freundin Purr Box ist das Fotomodell bei der Infusionsset-Methode im Kapitel Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Infusion. Wenn Sie die Methode mit dem Infusionsset verwenden, müssen Sie dieses zusätzlich zu den Nadeln und der Flüssigkeit kaufen. Für die Spritzenmethode brauchen Sie Spritzen, Nadeln und die Flüssigkeiten. Bei keiner der beiden Methoden ist es notwendig, die Einstichstelle vorher mit Alkohol zu desinfizieren – Katzen hassen den Geruch von Alkohol. Washington State University erklärt, warum es bei Infusionen nicht notwendig ist.

Sie finden zusätzliche Informationen und einige hilfreiche Bilder der verschiedenen Methoden auf den folgenden Seiten: 

Sophia gets her subcutaneous fluids zeigt, wie Steve Sophia die Flüssigkeit verabreicht. Es ist sehr detailliert und die beliebteste Website zum Thema Flüssigkeitstherapie der Feline CRF Information Liste.

Fluids: the Film ist ein Video einer CNI Katze, Darla, die eine Infusion erhält. Hier wird eine Katze gezeigt, dies sich an dem ganzen Prozedere überhaupt nicht stört.

Mar Vista Vet zeigt zwei Videos wie man Flüssigkeiten verabreicht:

Cornell University College of Veterinary Medicine zeigt ein hilfreiches Video, wie man subkutane Infusionen verabreicht, und wie man diese Aufgabe bewältigen kann. Ich würde jedoch den Hinweis ignorieren, dass die Flüssigkeiten mit Zimmertemperatur verabreicht werden können. Die meisten Katzen bevorzugen angewärmte Lösungen.

Washington State University enthält einige Fotos, auf denen gezeigt wird, wie man ein Infusionsset verwendet. Hier wird ebenfalls gezeigt, wie man Flüssigkeiten mit einem Verlängerungsset verabreicht, das ist eine Variante der Spritzenmethode.

Veterinary Partner zeigt auch Bilder der Infusionssetmethode.

Whiskers' Page hat sehr klare Diagramme, die zeigen, wie ein Infusionsset verwandt wird.

Coco's Page gibt Tips und Ratschläge zur emotionalen Seite der Anwendung von Sub-Qs.

Elise and Samantha's Page beschreibt Elises Weg, wie sie Samantha die Flüssigkeit verabreicht.

Washington State University College of Veterinary Medicine hat Informationen, wie man die Katze festhalten kann, obwohl es nicht immer notwendig ist, das zu tun. Manche Katzen reagieren gelassener, wenn sie nicht festgehalten werden.

In den Kapiteln Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Spritze und Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Infusion finden allgemeine Tipps und Fotos, wie Sie Infusionen verabreichen können.

 

Wie komme ich mit der Verabreichung klar?

Wenn Sie, wie ich, Angst vor Nadeln haben, wird Ihnen von der Vorstellung allein schon schlecht werden. Trotzdem piekste ich Thomas zweimal täglich mit einer Nadel und das über fast acht Monate – und ehrlich, es wird leichter. Anfangs fürchtete ich es weit mehr als Thomas. Bald wurde es aber ein Bestandteil des täglichen Lebens so wie Zähneputzen. Wir gewöhnten uns daran, er gewöhnte sich daran. Wir brauchten nur zehn Minuten täglich, um ihm seine Infusion und Medikamente zu geben. Seit dem Bestehen der CRF Liste haben über 4000 Menschen ihren Katzen regelmäßig Infusionen gegeben, und nur einer davon war nicht in der Lage, seine Angst vor Nadeln zu überwinden. Wenn Sie ernsthaft besorgt sind, dann empfehle ich Ihnen, es zuerst an einer Orange oder an einem Stück rohen Hühnchen auszuprobieren, bevor Sie es bei Ihrer Katze machen.

 

Sandi and Maz lernen den Umgang mit subkutanen Infusionen

Hier beschreibt Sandi, wie Sie ihre Nadelphobie überwand und Maz erfolgreich infundierte, bevor sie ihn im Oktober 2007 verlor.

 

"Ich weiß, dass einige von euch wirklich sehr nervös bzw. ängstlich sind, selber subkutane Infusionen zu verabreichen. Daher dachte ich, meine Geschichte könnte hilfreich sein.

 

Voranstellen muss ich, dass ich wohl die größte Nadelphobikerin der Welt bin (fragen Sie mich nicht, wie das ist, wenn mir Blut abgenommen werden muss!). Als bei Maz im Oktober 2006 die Diagnose erstellt wurde und ich herausfand, dass er unbedingt subkutane Infusionen benötigt, weinte ich einen ganzen Tag lang wegen der Angst, sie ihm verabreichen zu müssen und auch weil ich dachte, ich würde Maz verlieren. Glücklicherweise sah eine TA-Helferin meine Tränen und stimmte zu, dreimal die Woche zu mir nach Hause zu kommen (ich zahlte ihr $45 einschließlich Ausstattung).

 

Das ging so über sechs Monate. Während dieser Zeit fing ich jedesmal Maz ein (er versuchte immer sich zu verstecken) und streichelte ihn beruhigend während er seine Infusionen erhielt. Ich gewöhnte mich langsam an den Anblick wie die Nadel eingeführt wurde. Und durch diese Liste lernte ich auch eine unglaubliche Menge an Tipps kennen, die die Infusionen erleichterten (Anwärmen der Flüssigkeit usw.).

 

Die TA-Helferin sagte mir immer öfter, dass ich mittlerweile genauso viel wie sie wisse über das Verabreichen von Infusionen und dass Maz sich wahrscheinlich sehr viel wohler fühlen würde, wenn ich diese Aufgabe übernehmen würde. Aber ich sträubte mich und sagte, dass ich meinen Buben einfach nicht stechen könnte.

 

Im April wechselte sie den Arbeitsplatz, und keine der anderen Helferinnen war bereit zu kommen. So, jetzt hing es wirklich AUSSCHLIESSLICH VON MIR AB! Ich war starr vor Schreck. Aber mit der Hilfe der Arzthelferin tat ich, was ich zu tun hatte. Ich lernte, dass das Anwärmen der Flüssigkeit einen großen Unterschied ausmacht, und wenn ich ihm dabei etwas Leckeres zum Naschen hinstelle, vergisst er es bis auf den ersten Nadelstich völlig. Er genießt die Leckerlis (etwas Fancy Feast) und die Streicheleinheiten. Es kommt sogar vor, dass er jetzt manchmal dabei schnurrt!

 

Ich muss zugeben, ich mag es immer noch nicht ihn zu stechen (ich brauche ein oder zwei Minuten, um mich selber psychisch darauf einzustellen). Dann lasse ich ihn sanft wissen, dass ich ihm jetzt seine Behandlung geben werde. Ich gehe mit ihm in das Badezimmer, wo bereits sein Lieblingshandtuch und die Leckerlis auf ihn warten und fange an!

 

Daher glauben Sie mir bitte wenn ich Ihnen sage, dass es nicht so schlimm ist wie es scheint. Lesen Sie die Mails in der Liste und die Informationen auf Helens Seite, und dann werden Sie feststellen, dass es innerhalb kürzester Zeit Ihnen und ihrem Fellknäuel wieder gut geht!

 

Ich hoffe, diese Information hilft Ihnen weiter."

 

Verwendung einer Giftube oder Endo-Sof Katheter

Wenn Sie es wirklich nicht ertragen können, Infusionen zu verabreichen, oder wenn Ihre Katze sich häufig dagegen wehrt, und Sie in den USA leben, können Sie überlegen, eine Giftube zu verwenden. Die Abkürzung steht für Greta Implantable Fluid Tube, benannt nach der Patientin Greta, für die sie erfunden wurde. Es gibt ein ähnliches Produkt, genannt der Endo-Sof subkutane Katheter. Der Schlauch wird der Katze unter Betäubung eingesetzt, und die Flüssigkeit wird nachher einfach hineingegeben.

 

Diese Prozedur ist relativ neu.  Mich beunruhigt jedoch eine Infektionshäufigkeit von über 10 Prozent. Es ist außerdem sehr teuer, denn eine Flasche mit Flüssigkeitslösung kann nur für eine Sitzung benutzt werden, dann muss sie weggeworfen werden. Außerdem müssen viele Katzen zwei oder mehr Tuben jährlich implantiert bekommen: Da sich häufig Probleme mit der vorherigen Tube entwickeln, müssen die Tuben öfters ausgetauscht werden. Ein Hauptproblem ist, dass der Katzenkörper den Tubus als Fremdkörper betrachtet und daher eine Art von Membrane darum bilden kann, die dann die Flüssigkeit davon abhält, leicht in den Katzenkörper zu laufen. Zusätzlich finden viele Katzen die Tube irritierend und kratzen ständig daran. Daher würde ich empfehlen, Standardmethoden anzuwenden und die Giftube als letzen Ausweg zu sehen. Wenn Sie sich dafür entscheiden sollten, stellen Sie sicher, dass Ihr Tierarzt weiss, was er tut. Viele Leute stellen erst nach dem Einsetzen des Schlauchs fest, dass ihr Tierarzt sowas vorher noch nie gemacht hat, und ihre Katze praktisch das Versuchskaninchen war. Ich würde es bevorzugen, das vorher zu wissen und sicher zu sein, dass mein Tierarzt mich bei allem, was kommen könnte, unterstützen kann.

 

Practivet - Die Webseite des Herstellers (zur Zeit - 9. Februar 2007 - nicht erreichbar).

Arnolds Veterinary Products bietet Informationen bezüglich des Endo-Sof Katheters an.

Giftube Support List - für Menschen, die es verwenden oder befürworten. Diese Liste gehört Practivet und bewertet die Methode daher sehr positiv.

 

Wie Sie die Unterstützung Ihres Tierarztes gewinnen

Dies kann oft das einzige und größte Problem in Europa darstellen. Wie bereits erwähnt ist das Verabreichen von Infusionen in Europa noch nicht so weit verbreitet wie in den USA und Kanada. Europäische Tierärzte kennen natürlich subkutane Infusionen und setzen sie nötigenfalls selbst ein. Es ist jedoch noch nicht üblich, dass sie dem Patienten für zu Hause angeboten werden.

Ich bin nicht ganz sicher, warum Europäische Tierärzte so denken, es sei denn sie teilen die anfängliche Ablehnung meiner Tierärztin, die der Meinung war, die Infusionen würden nichts bringen. Im März 2000 erzählte meine Tierärztin mir, dass die ganze Praxis bei Thomas Zusammenbruch im Dezember 1999 der Meinung gewesen wäre, dass unsere Versuche, ihm mit Infusionen zu helfen, reine Zeitverschwendung wären. Sie hätte nur zugestimmt, weil sie der Meinung gewesen war, es würde Thomas nicht schaden, und es könnte ihm helfen, sich ein wenig besser zu fühlen. Im März 2000 konnten sie sehr deutlich sehen, wie effektiv die Infusionen gewesen waren. Jetzt stellt die Tierärztin Sub-Qs auch anderen Patienten zur Verfügung, wenn die Notwendigkeit besteht.

Wenn Ihr Tierarzt also der Idee skeptisch gegenübersteht – wie überzeugen Sie ihn, einen Versuch zu starten? Nun, unter gewissen Umständen – wie unten erwähnt – sind Infusionen nicht das geeignete Mittel, also finden Sie heraus, ob Ihr Tierarzt tatsächlich logische Einwände und Sorgen hat. Dann, angenommen es gibt keinen triftigen Grund, Ihrer Katze keine Infusionen zu geben, könnten Sie folgende Argumente versuchen:

  1. Machen Sie Ihrem Tierarzt klar, dass Sie das Wohlbefinden Ihrer Katze im Auge haben und dass Sie sich wünschen, Ihren Teil beizutragen und aktiv an der Behandlung Ihrer Katze mitzuarbeiten. Meine Tierärztin erwähnte, dass nur sehr wenige Menschen bereit sind, so viel für ihre Katze zu tun. Wenn Sie dazu bereit sind, lassen Sie Ihren Tierarzt das auch wissen.

  2. Wenn Ihr Tierarzt einfach der Meinung ist, dass die Infusionen Ihrer Katze nicht helfen werden, aber zugibt, dass sie ihr auch nicht schaden, stimmt er/sie vielleicht zu, es für vier bis sechs Wochen zu versuchen, sodass Sie beide sehen können, ob es tatsächlich hilft. Es ist Ihre Zeit und Ihr Geld, das investiert wird, also hat Ihr Tierarzt nicht wirklich einen triftigen Grund, dagegen Einwände zu erheben.

  3. Es ist den Versuch wert, Ihren Tierarzt mit einigen Beweisen aus der amerikanischen Philosophie und Erfahrung mit Sub-Qs zu versorgen. Versuchen Sie einige dieser Websites auszudrucken:

     

    • Giving sub-cutaneous fluids to cats - an owner's guide ist ein Artikel von einer Tierärztin der Bristol Vet School in England, in dem der Einsatz von subkutanen Infusionen besprochen wird.

    • In Chronic renal failure in the cat (2006) Sparkes A.H. Presentation to the World Small Animal Veterinary Association World Congress, erwähnt Dr. Sparkes vom UK Animal Health Trust das Verabreichen subkutaner Infusionen zu Hause.
      Washington State University College of Veterinary Medicine stellt klar fest, dass "die am meisten zutreffende Begründung für Sub-Qs die Vorbeugung gegen Dehydrierung bei chronischer Niereninsuffizienz ist".

    • Dr. Katherine James Webseite gehört Dr. Katherine James, der beratenden Tierärztin der CRF Liste, einer amerikanischen Tierärztin, die auf Nierenthemen bei Katzen spezialisiert ist (worüber sie auch ihre Doktorarbeit schrieb). Ihre Website erwähnt Sub-Qs.

    • Long Beach Animal Hospitals Webseite erklärt, wie sie ihren Kunden routinemäßig beibringen, ihren Katzen zu Hause Infusionen zu geben. (wählen Sie Home Administration).

    • Vetinfo for cats – Dr. Mike Richards spricht darüber, dass die Mehrheit seiner CNI Patienten ein bis drei Jahre, nachdem die Infusionsbehandlung begonnen wurde, überlebten. Der Rekord steht bei acht Jahren. Klicken Sie auf Kidney Failure: Daily Fluid Treatment.

    • In Management of chronic renal failure: beyond the can (2001), einer Präsentation auf der Atlantic Coast Veterinary Conference 2001, stellt Melissa Wallace fest: Wenn ein Patient "Schwierigkeiten damit hat, aufgrund von Polyurie seinen Flüssigkeitshaushalt zu regulieren, dann sind ständige subkutane Infusionen sehr hilfreich, ganz besonders bei Katzen."
      Sub-Qs Testimonials Book enthält Berichte von Mitgliedern der CRF Support List, die beschreiben, wie erfolgreich die Infusionstherapie bei ihren Katzen war. Drucken Sie diese aus, und zeigen Sie sie Ihrem Tierarzt wenn nötig, um zu betonen, dass diese Methode in den USA und Kanada sehr weit verbreitet und üblich ist.

  4. Wenn Ihr Tierarzt meint, dass Infusionen ein zu starker Eingriff sind, fragen Sie ihn, ob er auch Einwände gegen Insulinspritzen bei Katzen hat. Wenn nicht, fragen Sie ihn höflich, wo der Unterschied zwischen Insulinspritzen zweimal täglich und regelmäßigen subkutanen Infusionen liegt.  

  5. Wenn Ihr Tierarzt sagt, dass Sub-Qs schmerzhaft sind, fragen Sie ihn, womit er diese Ansicht begründet. Meine Tierärztin glaubt zwar, dass das Gefühl einer Flüssigkeit, die unter die Haut fließt, ein wenig seltsam ist, aber sie ist sicher nicht der Meinung, dass es schmerzhaft ist. Wenn Sie in Europa sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Ihr Tierarzt Erfahrung mit regelmäßig verabreichten subkutanen Infusionen hat, sodass er/sie wahrscheinlich nicht einschätzen kann, wie leicht man Routine gewinnt. Thomas wehrte sich überhaupt nicht gegen die Infusionen, er weinte nicht, er saß einfach ruhig da und nach fünf Minuten war alles vorbei, wie die Fotos in der Sektion Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Spritze zeigen. Hier sind auch ein paar tolle Fotos von Shellys Katzen und Judis Hobbes bei der problemlosen Verabreichung von Sub-Qs. (Shelly und Judi sind auch Mitglieder der CRF Support Liste). Fluids: the Film ist das Video einer CNI Katze, Darla, die eine Infusion erhält. Hier wird eine Katze gezeigt, dies sich an dem ganzen Prozedere überhaupt nicht stört. Vielleicht fragen Sie Ihren TA, ob er sich das mal ansehen möchte.
    Einige Tierärzte meinen, dass Sub-Qs schmerzhaft sind, weil sie mehrere Injektionen nach sich ziehen. Wenn Sie aber die Flüssigkeit so verabreichen, wie wir es getan haben, oder ein Infusionsset verwenden, ist es nur einmal pro Sitzung notwendig, eine Nadel einzuführen. Es ist auch extrem wichtig, dass Sie Terumo Nadeln verwenden. Diese sind unglaublich scharf und gleiten sehr leicht durch die Haut, kein Vergleich mit anderen Nadeln. Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Spritze hat mehr Infos über Terumos.

  6. Wenn Ihr Tierarzt meint, dass regelmäßiges Infundieren Ihre Katze stressen würde, erklären Sie ihm, dass sich die Katze durch nicht einmal zehn Minuten Behandlung pro Tag, 23 Stunden und 50 Minuten lang viel besser fühlen wird als ohne die Behandlung. Wenn ich wirklich zur Ansicht gelangen wäre, dass Thomas durch die Infusionen Stress erleiden würde, hätte ich es nicht fertiggebracht, sie ihm zu verabreichen. Aber er war einfach nicht gestresst dadurch. Sehen Sie sich die Fotos an von Thomas bei einer Infusion im Kapitel Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Spritze an, und von Purr Box, die ihre Infusion erhält im Kapitel Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Infusion - Sie können sehen, dass beide überhaupt nicht gestresst sind.

Ich habe eine private Liste britischer Tierärzte, die Infusionen zu Hause ermöglichen. Wenn Sie in UK leben und einen solchen Tierarzt benötigen, dann nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf. Da die Liste jedoch sehr klein ist, sind die Chancen, dass ein Tierarzt davon in ihrer Nähe praktiziert, traurigerweise sehr niedrig.

Bitte schicken Sie mir die Adressangaben Ihres Tierarztes, wenn Sie einen gefunden haben, der Infusionen zu Hause ermöglicht, damit ich sie/ihn zu der kurzen Liste hinzufügen kann.

Wenn Ihr Tierarzt zustimmt, dass Sie Infusionen geben, gehen Sie auf Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Spritze und Die Gabe von subkutanen Flüssigkeiten per Infusion für allgemeine Tipps und Fotos, wie Sie Infusionen verabreichen können.

Wann ist die Gabe NICHT ratsam?

Flüssigkeiten sind nicht immer das Mittel der Wahl und sollten NIE ohne tierärztliche Zustimmung angewandt werden. Ihre Katze sollte keine Sub-Qs bekommen, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  1. Ihre Katze ist so dehydriert, dass Ihr Tierarzt IV für die geeignetere Methode hält. Unter bestimmten Umständen ist IV das einzig richtige Mittel. Meine Tierärztin stimmte der Anwendung von Sub-Qs zu Hause nur unter der Bedingung zu, dass sie nicht als Ersatz für IVs in Krisenzeiten verstanden werden.

  2. Wenn Ihre Katze herzkrank ist (eine Flüssigkeitstherapie kann dann trotzdem möglich sein, jedoch muss Ihr Tierarzt entscheiden, ob sie für Ihre Katze geeignet ist und die Mengen und Häufigkeit der Gaben festlegen).

  3. Wenn Ihr Tierarzt diese Behandlung aus anderen medizinischen Gründen ablehnt.

  4. Wenn die Flüssigkeit von der letzten Gabe noch nicht absorbiert worden ist, oder wenn Ihre Katze überhydriert ist. Dies kann offensichtlich sein - Ihre Katze fühlt sich „matschig“ an, wie eine mit Wasser gefüllte Plastiktüte (das kann aber auch manchmal passieren, wenn zusammen mit der Flüssigkeit ein wenig Luft unter die Haut kommt, was normalerweise nicht gefährlich ist). Andere Symptome sind z. B. Husten oder Nasenausfluss. Mehr Informationen bekommen Sie im Kapitel Symptome. Eine Überhydrierung kann mit einer Herzerkrankung zusammenhängen; aber im Gegensatz zu dem, was manche Tierärzte behaupten, kann es auch bei einer Katze mit einem völlig normalen Herz passieren. Es ist eine gute Idee, das Gewicht Ihrer Katze mit einer Babywaage genau und regelmäßig kontrollieren, denn eine plötzliche oder ständige Gewichtszunahme kann ein frühes Warnsignal für ein Problem sein.

  5. Natürlich verursacht die zusätzliche Flüssigkeit auch eine zusätzliche Belastung für die Nieren, und das kann die CNI schneller voranschreiten lassen. Außerdem kann sie gewisse Nährstoffe ausspülen; und die Verabreichung von Infusionen, die nicht benötigt werden, kann den Blutdruck erhöhen. Daher ist es am besten, nicht mit Sub-Qs zu beginnen, solange deren Nachteile die Vorteile überwiegen. Dr. Katherine James, die beratende Tierärztin der CRF Liste, glaubt, dass die meisten CNI-Katzen von Sub-Qs profitieren, wenn ihr Kreatinin beständig höher als 300-350 (US: 3.5-4) liegt. Wenn Ihr Tierarzt glaubt, dass die Krankheit bei Ihrer Katze noch nicht dieses Stadium erreicht hat, ist es vielleicht sicherer, Sub-Qs noch nicht anzuwenden.

  6. Meine Tierärztin stimmte der Anwendung von Sub-Qs zu, da sie fand, dass es für Thomas nicht zu stressig sein würde. Sie und Ihr Tierarzt müssen die Persönlichkeit Ihrer Katze in die Entscheidung für oder gegen Sub-Qs mit einbeziehen. Aber nehmen Sie nicht von vornherein an, dass Ihre Katze damit nicht umgehen kann. Viele Katzen, die normalerweise Medikamente hassen, werden Sub-Qs tolerieren, weil sie sich dadurch so viel besser fühlen. Ich schlage vor, es zumindest ein paar Wochen lang zu versuchen.  

 

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Diese Seite zuletzt überarbeitet: 14. Januar 2009

 

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